Erfahrungsbericht eines Barfuß-Einsteigers


Sehr geehrte Leser, mit Erlaubnis von Bernd Kaufmann stelle ich seinen Bericht über seinen Einstieg ins Barfußgehen ein. Ich finde vor allem die körperlichen Veränderungen und – einhergehend – auch das allgemeine Befinden recht beeindruckend und motivierend.

Viel Spaß beim Lesen!

Mein Einstieg ins Barfußlaufen

Datum 20.03.13

Artikel von Bernd Kaufmann

Ich bin vor etwas über einem Jahr über das Barfußlaufen gestolpert. Wie ich inzwischen festgestellt habe, ist es mir ergangen wie vielen Anderen – ich wurde inspiriert durch das Buch “Born to Run – Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glücklichsten Läufer der Welt” von Christopher McDougall. Falls Du es noch nicht gelesen hast – ich kann es sehr empfehlen.

Nach der Lektüre des Buches habe ich mir meine ersten Barfußschuhe gekauft (ein Erfahrungsbericht zu meinen ersten Barfußschuhen gibt es in einem der nächsten Artikel). Hätte ich damals geahnt, welche Auswirkungen das Barfußlaufen auf meine Füße hat, hätte ich auf jeden Fall eine Fotodokumentation meiner Füße gemacht, um den faszinierenden Wandel festzuhalten. Aber davon ahnte ich leider vor einem Jahr noch nichts.

Falls jemand von Euch da besser vorgegangen ist und Bilder seiner Füße vor dem Barfußlaufen und nach längerer Zeit des Barfußlaufens hat, ich veröffentliche Sie gerne als Beispiele.

Wenn Du auch Lust hast einen Selbstversuch mit Barfußlaufen zu starten, hier meine definitive Empfehlung bevor Du damit anfängst (teilweise entnommen aus dem Buch“Run Barefoot Run Healthy” von Ashish Mukharji):

  • Fotografiere Deine Füße, sowohl die Fußsohlen als auch die Fußrücken
  • Fotografiere ebenso Deine “nassen” Fußabdrücke
  • Falls es möglich ist, lasse Dir in einem Orthopädiegeschäft eine Fußdruckmessung machen. Hierbei läuft man über eine spezielle Druckmessplatte, welche die Druckverteilung optisch sichtbar macht.
  • Notiere Dir, wie Dein Fuß aussieht, wie er sich anfühlt. Riechen Deine Füße? Empfindest Du Deine Füße als attraktiv oder unattraktiv? Ist die Haut glatt oder rau? Sind Schwielen, Blasen oder Hühneraugen an den Füßen? Wie sehen die Zehennägel aus? Zeigst Du Deine Füße gerne oder eher nicht? Hättest Du gerne, dass Deine Füße anders aussehen? Wenn ja – wie?

Was mit meinen Füßen seit dem Barfußlaufen passiert ist?

Ich mochte meine Füße nie. Meine Zehen waren (für mich in gefühlter Entspannung) “eingekrallt” und alle Zehen lagen dicht aneinander. Die Haut an meinen Füßen war sehr trocken. An den Füßen hatte ich Hornhaut und Schwielen, insbesondere am Ballen im Bereich der zweiten und dritten Zehen. Wie ich bei einer Messung der Druckverteilung des Fußes im Stehen etwas frustriert feststellen musste, war es mir selbst bei bewusster Anstrengung nicht möglich den linken “Großen Zehen” auf den Boden und somit in Kontakt mit der Druckmessplatte zu bekommen. Bei der Abrollbewegung im Gehen ging diese Bewegung nicht, wie wohl üblich, über eben diesen Großen Zehen, sondern über den Zehen daneben bzw. vom Ballen direkt in die Luft, ohne die Zehen groß einzusetzen. Kein Wunder also, dass ich am Ballen so starke Hornhaut und Schwielen hatte.
Nach einem Jahr fast ausschließlichem Barfußlaufen, wobei ich das Laufen in Barfußschuhen hier mit einrechne (auch so ein Thema!), haben sich meine Füße so stark verändert, dass ich sogar von Anderen darauf angesprochen werde. Meine Zehen sind in entspannter Haltung jetzt relativ gestreckt und sehen tatsächlich auch entspannt aus. Die trockene Haut meiner Füße ist Vergangenheit. Die Fußpflegecreme, die ich früher ab und an benutzt habe, wird wohl irgendwann aufgrund des Überschreitens des Haltbarkeitdatums rausfliegen. Meine Hornhaut an den Füßen hat sich in Teilen fast ganz zurückgebildet und ist jetzt ersetzt durch eine sogenannte weiche “Lederhaut”. Und mein Großer Zehen ? Auch diesen bringe ich jetzt ganz ohne Anstrengung völlig natürlich auf den Boden. Nur mit der Abrollbewegung, wie sie mir als natürlich dargestellt wurde, klappt es noch nicht so ganz. Noch immer rolle ich mehr über den 2. Zehen als über den Großen Zehen ab – aber auch dies hat sich schon etwas verändert.“

Quelle: http://www.barfusslaufenmitundohne.de/mein-einstieg-ins-barfusslaufen (Leider ist der Blog von Bernd Kaufmann nicht mehr online)

Anmerkung: Die Sache mit dem „Abrollen“ wird recht selbstversträndlich benutzt. Die Frage ist, wie und wann man ÜBERHAUPT mit unseren Füßen abrollen kann, soll, oder muss 😉

Viele Grüße, Stefan Heisel

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