Geheimnisse des Laufens


Sehr geehrter Leser,

in einem Bericht der New York Times (vom 15.Oktober 2012) wurde eine interessante Studie beschrieben. Es ging um die Frage, welcher Laufstil denn der effektivste bzw. der natürlichere sei.

Film: Vielfalt der Weltelite-Läufer (Wie man sieht, sind Fersen-, Mittelfuß-, und Ballenlauf vertreten)

zum Clip:  ->  Myths of running

(Man verzeihe den unvermeidbaren willkürlichen Werbespot im Vorspann …. :/ )

Zusammenfassung der Ergebnisse:

– Beim Sprinten wird der Ballenlauf vorwiegend eingesetzt, während es bei Langstreckenläufern große Unterschiede gibt

– Einige Langstreckenläufer laufen über die Ferse, einige über den Mittelfuß und sehr wenige sind Ballenläufer (das gilt für männliche wie weibliche Läufer- weltweit)

– Läufer brauchen mehr Energie für die selbe Strecke, wenn sie ihren persönlichen natürlichen Laufstil ändern

– Läufer, die in Schuhen auf der Ferse landen, wechseln barfuß häufig unbewusst in den Mittelfußlauf

– Barfußläufer brauchen für die gleiche Strecke und Geschwindigkeit 3-4% weniger Energie, wenn sie sehr leichte Minimalschuhe tragen

– Schuhe mit sehr leichter Dämpfung und Bauart sind effektiver als starkgedämpfte Schuhe

– die schnellsten Langstreckenläufer sind meistens Fersenläufer

zum original Artikel: http://well.blogs.nytimes.com/2012/10/15/myths-of-running-forefoot-barefoot-and-otherwise/

Kommentar: In einem weiteren Artikel – ebenfalls aus der NY-Times- wird auch zwischen afrikanischen Läufern verglichen, die barfuß gehend aufgewachsen sind

Die Ergebnisse sind ähnnlich: Die meisten Läufer landen auf Ferse oder Mittelfuß, während sehr wenige wirklich auf dem Ballen landen, zudem hängt dies auch vom Alter ab und davon, ob sie momentan in Schuhen laufen oder nicht.

-> Für mich sind die hier vorgestellten Ergebnisse wenig überraschend, siehe auch Beitrag https://ballengang.wordpress.com/2013/03/10/richtiges-gehen-falsches-gehen/

– Wer einen sehr vertrauten Bewegungsablauf abändert, verbraucht immer mehr Energie, da die Feinabstimmung Jahre dauert,

– Die Qualität des Laufens und Gehens hängt weit mehr vom Abdruck und dem Zusammenspiel des ganzes Körpers ab als von der Art des Landens auf dem Boden.

– Schuhe, die den Fuß sinnvoll schützen, ohne seine Funktion zu beeinträchtigen, können zweckgebundene Bewegungsarten positiv unterstützen

Viele Grüße, Stefan Heisel

Advertisements

Erfahrungsbericht eines Barfuß-Einsteigers


Sehr geehrte Leser, mit Erlaubnis von Bernd Kaufmann stelle ich seinen Bericht über seinen Einstieg ins Barfußgehen ein. Ich finde vor allem die körperlichen Veränderungen und – einhergehend – auch das allgemeine Befinden recht beeindruckend und motivierend.

Viel Spaß beim Lesen!

Mein Einstieg ins Barfußlaufen

Datum 20.03.13

Artikel von Bernd Kaufmann

Ich bin vor etwas über einem Jahr über das Barfußlaufen gestolpert. Wie ich inzwischen festgestellt habe, ist es mir ergangen wie vielen Anderen – ich wurde inspiriert durch das Buch “Born to Run – Ein vergessenes Volk und das Geheimnis der besten und glücklichsten Läufer der Welt” von Christopher McDougall. Falls Du es noch nicht gelesen hast – ich kann es sehr empfehlen.

Nach der Lektüre des Buches habe ich mir meine ersten Barfußschuhe gekauft (ein Erfahrungsbericht zu meinen ersten Barfußschuhen gibt es in einem der nächsten Artikel). Hätte ich damals geahnt, welche Auswirkungen das Barfußlaufen auf meine Füße hat, hätte ich auf jeden Fall eine Fotodokumentation meiner Füße gemacht, um den faszinierenden Wandel festzuhalten. Aber davon ahnte ich leider vor einem Jahr noch nichts.

Falls jemand von Euch da besser vorgegangen ist und Bilder seiner Füße vor dem Barfußlaufen und nach längerer Zeit des Barfußlaufens hat, ich veröffentliche Sie gerne als Beispiele.

Wenn Du auch Lust hast einen Selbstversuch mit Barfußlaufen zu starten, hier meine definitive Empfehlung bevor Du damit anfängst (teilweise entnommen aus dem Buch“Run Barefoot Run Healthy” von Ashish Mukharji):

  • Fotografiere Deine Füße, sowohl die Fußsohlen als auch die Fußrücken
  • Fotografiere ebenso Deine “nassen” Fußabdrücke
  • Falls es möglich ist, lasse Dir in einem Orthopädiegeschäft eine Fußdruckmessung machen. Hierbei läuft man über eine spezielle Druckmessplatte, welche die Druckverteilung optisch sichtbar macht.
  • Notiere Dir, wie Dein Fuß aussieht, wie er sich anfühlt. Riechen Deine Füße? Empfindest Du Deine Füße als attraktiv oder unattraktiv? Ist die Haut glatt oder rau? Sind Schwielen, Blasen oder Hühneraugen an den Füßen? Wie sehen die Zehennägel aus? Zeigst Du Deine Füße gerne oder eher nicht? Hättest Du gerne, dass Deine Füße anders aussehen? Wenn ja – wie?

Was mit meinen Füßen seit dem Barfußlaufen passiert ist?

Ich mochte meine Füße nie. Meine Zehen waren (für mich in gefühlter Entspannung) “eingekrallt” und alle Zehen lagen dicht aneinander. Die Haut an meinen Füßen war sehr trocken. An den Füßen hatte ich Hornhaut und Schwielen, insbesondere am Ballen im Bereich der zweiten und dritten Zehen. Wie ich bei einer Messung der Druckverteilung des Fußes im Stehen etwas frustriert feststellen musste, war es mir selbst bei bewusster Anstrengung nicht möglich den linken “Großen Zehen” auf den Boden und somit in Kontakt mit der Druckmessplatte zu bekommen. Bei der Abrollbewegung im Gehen ging diese Bewegung nicht, wie wohl üblich, über eben diesen Großen Zehen, sondern über den Zehen daneben bzw. vom Ballen direkt in die Luft, ohne die Zehen groß einzusetzen. Kein Wunder also, dass ich am Ballen so starke Hornhaut und Schwielen hatte.
Nach einem Jahr fast ausschließlichem Barfußlaufen, wobei ich das Laufen in Barfußschuhen hier mit einrechne (auch so ein Thema!), haben sich meine Füße so stark verändert, dass ich sogar von Anderen darauf angesprochen werde. Meine Zehen sind in entspannter Haltung jetzt relativ gestreckt und sehen tatsächlich auch entspannt aus. Die trockene Haut meiner Füße ist Vergangenheit. Die Fußpflegecreme, die ich früher ab und an benutzt habe, wird wohl irgendwann aufgrund des Überschreitens des Haltbarkeitdatums rausfliegen. Meine Hornhaut an den Füßen hat sich in Teilen fast ganz zurückgebildet und ist jetzt ersetzt durch eine sogenannte weiche “Lederhaut”. Und mein Großer Zehen ? Auch diesen bringe ich jetzt ganz ohne Anstrengung völlig natürlich auf den Boden. Nur mit der Abrollbewegung, wie sie mir als natürlich dargestellt wurde, klappt es noch nicht so ganz. Noch immer rolle ich mehr über den 2. Zehen als über den Großen Zehen ab – aber auch dies hat sich schon etwas verändert.“

Quelle: http://www.barfusslaufenmitundohne.de/mein-einstieg-ins-barfusslaufen (Leider ist der Blog von Bernd Kaufmann nicht mehr online)

Anmerkung: Die Sache mit dem „Abrollen“ wird recht selbstversträndlich benutzt. Die Frage ist, wie und wann man ÜBERHAUPT mit unseren Füßen abrollen kann, soll, oder muss 😉

Viele Grüße, Stefan Heisel

Barfußlaufen vs Schuheinlagen


Wozu benötigen wir eigentlich Schuheinlagen, Fußbett oder gar Absätze, wo es doch recht eindeutig an der Fähigkeit mangelt, sich als gesunder Mensch so zu bewegen, wozu sich der Körper recht ausgeklügelt nun einmal entwickelt hat?

Bevor wir der Frage genauer auf den Grund gehen verweise ich gerne auf einen kurzen Artikel aus Umwelt-Panorama.de:

[…eine Studie der Universitätsklinik für Orthopädie in Wien, für die mehr als 800 drei- bis sechsjährige Kinder untersucht wurden. Sie ergab, dass 54 Prozent der Dreijährigen einen Knick-Senkfuß hatten, während diese Fehlbildung nur noch bei 26 Prozent der Sechsjährigen auftrat. Nur in einem einzigen Fall war der flache Fuß eines Kindes krankhafter Natur. Allerdings trug jedes zehnte untersuchte Kind Einlagen, obwohl eine gesunde Fußwölbung erst im Laufe der ersten sechs bis zehn Jahre durch Laufen, Rennen und Spielen erworben wird….]

zum ganzen Artikel: http://umwelt-panorama.de/news.php?newsid=160010

Wenn man solche und ähnliche Meldungen (Beispielweise über echte Haltungsschäden bereits bei Kindern) liest, stellt sich die Frage nach Eigenverantwortung. Weder Schuhindustrie noch traditionelle Medizin, auch nicht die Schule incl. Lehrer sind über elementare Dinge wie Bewegung ausreichend im Bilde, obwohl dies einen fundamentalen Bereich unserer Entwicklung darstellt. Nicht ausreichend bedeutet quasi mangelhaft.

Also müssen wir uns selbst darum kümmern, dass es uns bzw. unseren Kindern auch in diesem Bereich möglichst gut geht.

Was das Gehen betrifft, spielt leider nicht nur das Schuhwerk eine tragende Rolle, sondern auch unsere zivilisierte Umwelt mit den ebenen asphaltierten Straßen an sich. Dort wo Fahrzeuge mit runden Rädern prima vorankommen, ist unsere Anatomie langfristig auf verlorenem Posten. Sorgen wir also neben dem richtigen Schuhwerk (wenn es denn sein muss) und der richtigen Motorik auch auf eine körperfreundliche Geh-Umgebung!

Mein Empfehlung geht ganz klar dahin, dass Sie – spätestens wenn die Temperaturen es erträglicher machen – so oft wie möglich wirklich barfuß unterwegs sind. Das heißt gleichzeitig, dass sie raus aus der Stadt sollten und nicht-asphaltierte Wege und Pfade begehen sollten. Ein besseres Training für ihren gesamten Körper gibt es nicht – sofern das Gehen so überhaupt möglich ist!

Gleichzeitig ist es auch ein Test für Sie, inwieweit ihre Gehfähigkeit überhaupt noch richtig funktioniert oder inwieweit sie auf die Prothese „Schuh“ zwingend angewiesen sind.
Wann sind Sie das letzte Mal bei schönem Wetter komplett barfuß durch einen Wald gewandert?

Ich bin mir sicher, dass leider sehr viele Menschen das Barfußgehen außerhalb von gefließten oder mit Teppichen oder Laminat ausgelegten Räumen verlernt haben. Oder liege ich sehr falsch? 🙂

Lassen Sie sich gerne dazu motivieren, am nächsten Tag, der über 15° C und Sonnenschein hat, eine halbe Stunde barfuß durch Wald oder Feld zu gehen und berichten Sie darüber, um mir das Gegenteil zu beweisen. 🙂

In diesem Sinne, auf hoffentlich baldiges wärmeres Wetter!

Mit freundlichen Grüßen, Stefan Heisel

 

Richtiges Gehen – falsches Gehen


Ballengang_Richtig_gehen_1Wie man in (auch hier zitierten) Beiträgen oder in einigen Publikationen über Gehschule ersehen kann, wird – je nach Sichtweise- eine ganz bestimmte Art des Gehens grundsätzlich als richtig angesehen, während der Rest der Welt es total falsch machen soll.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Ballengang 🙂

Die Verfechter dieser Gangart bezeichnen beispielsweise den Fersengang als unphysiologisch, wirbelsäuleschädigend und als Zeichen mangelnder Leichtigkeit bis hin zu der Aussage, dass die Fersengänger emotionale sowie kognitive Einschränkungen haben müssen und den Fersengang als Kompensation für mangelndes Urvertrauen unbewusst nutzen.

Weil offenbar dennoch so viele Menschen diese (falsche) Ganggewohnheit haben, wird mit Lernen durch Imitation und frühes Tragen ungeeigneten Schuhwerks argumentiert. Ein weiteres Argument ist das vorhandene natürliche Gehmuster von Kleinkindern (die andererseits dann noch nicht rennen/ laufen können und deren Fußgewölbe noch im Aufbau ist)

Daneben gebe es einige Naturvölker, die reine Ballengänger sind. (Betonung auf „einige“)

Man habe sich als aufgeklärter Mensch umzugewöhnen und sich seiner wahren Wurzeln zu besinnen, seiner Gesundheit zuliebe, und auf keinen Fall mehr auf der Ferse aufsetzen.

Als Schuhwerk sind ausschließlich absatzfreie Schuhe mit maximaler Zehenfreiheit geboten, von denen es mittlerweile als Barfußschuhe eine eigene Rubrik im Schuhmarkt gibt.

Ganz anders die Fraktion der Fersengänger.

Sie proklamieren das Abrollen über die Ferse als natürlichen Bewegungsablauf und begründen das oft mit der anatomischen Form des Fußes. (Wenn es ganz hoch kommt, wird immerhin noch die Muskulatur im Unterschenkel mit einbezogen) Der Ballengang (der ja tatsächlich einige gegensätzliche Bewegungsabläufe verlangt) wird als widernatürlich angesehen und – falls es jemand im Alltag macht- als pathologische Auffälligkeit bezeichnet.

Die selben Menschen, oft Mediziner im weiten Sinn, empfehlen auch quasi reflexartig Schuheinlagen bei ziemlich allem, was irgendwie mit dem Fuß oder dem Aufsetzen desselben zu tun hat. Auch leichte Absätze (auch eine Form Prothese) werden empfohlen, da ja die ganze veränderte Neigung im Fuß allein im Sprunggelenk wieder ausgeglichen werde.

Und so weiter. Wer sich mit der Thematik auseinander gesetzt hat, kennt die Positionen mehr oder weniger.

Doch was ist denn nun „richtig“ oder „falsch“? Wer hat recht?

Eins kann ich mit 100%iger Sicherheit sagen:

Es bringt unsere Sache (das eigene optimale Bewegungsmuster finden) nicht weiter, wenn es pauschale und feststehende Glaubenssätze in einer Richtung gibt.

Diese verhindern den Blick auf das Wesentliche und dienen höchstens zum Polarisieren.

Auflösung:

Bevor man an dem meines Erachtens weniger relevanten Merkmal, wie der Fuß beim Ballengang oder Fersengang AUFSETZT, ganze Weltanschauungen anstellt, kommt eine andere Frage:

Was ist denn mit „Gehen“ überhaupt gemeint?

Schon semantisch handelt es sich um ein sehr großes Wortfeld, das die unterschiedlichsten Fortbewegungsarten des täglichen Lebens beinhaltet.

gehen: schlendern, wandern, laufen, stolzieren, schreiten, schleichen, eilen, marschieren, joggen, trippeln, rennen … und so fort.

Dazu kommt, dass man innerhalb des „Gehens“ verschiedene Richtungen einschlagen kann, wechseln kann und alles in ganz unterschiedlichem Tempo oder mit ganz unterschiedlichem Kraftbedarf, bergauf und bergab stattfinden kann etc.

Das ist der Alltag.

All das verlangt aber eine völlig FLEXIBLE Art und Weise, wie der Körper und speziell die Füße benutzt werden.

Es gibt also in der Praxis gar nicht DAS Gehen an sich, also kann man auch nicht stringent festlegen, wie man sich dabei optimal zu bewegen hat, bzw. welches Gehen völlig falsch sein muss. Vor allem kann man es nicht ausschließlich über das Aufsetzen des Fußes beurteilen.

Wir müssen also viel weiter in den Körper schauen und noch mehr beobachten, als den Blick nur auf die Stelle zu richten, wo der Fuß auf dem Boden aufzusetzen hat und darauf eine einseitige Theorie aufbauen.

(Anders verhält es sich tatsächlich beim Dauerlauf oder Sprint, da hier die Art der Fortbewegung sehr eng eingegrenzt ist und somit auch kaum Spielraum für optimale Bewegungsausführung besteht- da es sich hier oftmals um Wettkampfsport handelt, ist die „Richtigkeit“ sogar messbar)

Schauen wir uns Ballengang und Fersengang mal in der Praxis an.

Wann benutzt jeder Mensch Ballengang?

– Beim Rückwärtsgehen, beim Treppensteigen (auf und ab), beim Trippeln, beim Überkreuzgehen vorwärts, beim Springen aus kleinster Höhe, beim schnellen Richtungswechsel, bei schnellen kleinen Schrittfolgen in jede Richtung, teilweise, wenn er noch nicht laufen/rennen kann (Kleinkind) Und das unabhängig davon, ob und welche Schuhe getragen werden.

Und so weiter.

Wir sehen, dass – auch ohne jede Anleitung- jeder Mensch unbewusst den Fußballen dann benutzt, wenn er auf jeden Fall benutzt werden muss. Dennoch sind das sicherlich die wenigsten Schritte, die insgesamt gemacht werden.

Wann wird vorwiegend der Fersengang benutzt?

–  Bei fast jeder mittleren bis schnellen regelmäßigen Fortbewegungsart auf ebenem Boden. Also in der am meisten vorkommenden Fortbewegung. Unterstützt wird er, indem Absätze getragen werden und/oder die Sohle des Schuhwerks unflexibel ist. Beim Barfußgehen ändern manche Menschen in den Ballengang oder Mittelfußgang, wenn sie sich langsam und in kleineren Schritten bewegen und treten dabei generell leichter auf.

Wir sehen also, dass in unserer Kultur viel mehr Fersengang als Ballengang genutzt wird, da die entsprechende Situation wesentlich öfter vorkommt und wir an unsere Kultur im Verhalten angepasst sind. Wären unsere Böden nicht so begradigt und hart und würden wir entweder auf unebenem Boden mehr barfuß oder in leicht besohltem Schuhwerk gehen, dann würde sich jeder auf einen wesentlich höheren Anteil des Ballengangs früher oder später umstellen. Ganz von allein.

Auch hier hinkt unsere Evolution, unser Körper, wieder weit hinter der Kultur zurück. Wir sind körperlich nicht angemessen an ebene harte Böden angepasst, die uns zu (unperfekten) Fersengängern machen, und bedürfen auch noch der Prothese in Form von Absätzen und/oder Dämpfungen oder gar Einlagen. Obwohl wir doch eigentlich „gesund“ sind. (Ganz anders verhält es sich bei Menschen mit echten Handicaps, hier ist jegliche Art von technischer Hilfe ein Segen!)

Was ist also „richtiges Gehen“?

Abgesehen davon, wie viele Situationen und – daraus folgend – Zwecke der Fortbewegung es geben kann, wollen wir uns dabei auf jeden Fall so leicht und möglichst „natürlich“ dabei bewegen.

Anders ausgedrückt: Je bequemer sich das Gehen langfristig anfühlt und je angepasster es unserem Körper und der Schwerkraft ist, desto „besser“ ist es.

Der Fußballen spielt dabei (egal wie wir letztlich aufsetzen) eine wesentliche Rolle und hat dabei Auswirkungen  über die Beine, das Becken, die Wirbelsäule auf die gesamte Körperstruktur bis hin zum Scheitel.

Richtig gehen bedeutet also, in der Kürze ausgedrückt, das Gehen im Einklang mit der Schwerkraft, bei dem der wichtigste Kontaktpunkt mit der Erde und damit Ausgangspunkt aller Energie der Fußballen ist.

Daher lohnt es sich außerordentlich, sich intensiv mit dem Ballengang auseinander zusetzen.

Nicht, weil es „verboten“ sein soll, etwa auch mit der Ferse aufzusetzen, sondern weil wir für jegliches Gehen und damit einhergehend für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden äußerst viel lernen.

Gerne sind Sie dazu eingeladen, am interessanten email-Fernkurs

„Richtig Gehen lernen im Ballengang“ teilzunehmen! 

 -> Hier geht es zur  ANMELDUNG <-

Mit freundlichem Gruß, Stefan Heisel