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Richtig Gehen lernen (7a)- Barfuß gehen – Teil 1


barfuss_laufen Richtig barfuß gehen (1)

Liebe Leser von ballengang.de

Ja, so ganz allmählich beginnt es hier und da frühlingshafter zu werden. Die ersten botanischen Vorboten sind längst da und auch die Vögel freuen sich schon auf den Neubeginn ihres Zyklus.
Und für manch einen ist es auch spätestens sehr bald die Zeit, sich auch draußen mehr dem barfuß gehen zu widmen. Endlich 🙂

Doch wie verhält es sich denn damit genauer? Warum geht man barfuß?

Freiheitsgefühl? Gesundheitsbewustsein bzw. Fitness? Alternativ Leben?

Wie dem auch immer sei. Mir ist aufgefallen, dass wir in der Regel total schuh-adaptiert sind und auch lange Zeit barfuß so gehen, als trügen wir Schuhe. Deshalb bedeutet barfuß gehen an sich noch nicht zwingend, dass man sich besonders natürlich bewegt.

Auffallend oft bekomme ich Anfragen von Lesern, die über Schmerzen oder zumindest Schwierigkeiten berichten, wenn sie versuchen barfuß zu gehen und dazu auch noch den Ballengang ausprobieren. In Wahrheit ist es aber so, dass Schuhträger einfach noch lange nicht die für den natürlichen Gang notwendige muskuläre und vor allem fasziale Struktur (also die stützenden und federnden Elemente) ausgebildet haben. Dann kann man „technisch“ zwar eine Weile lang alles richtig machen, aber real kommt das einer Überforderung gleich.
Insbesondere sehe ich ein gewisses Risiko darin, wenn sofortig sogenannte „Barfußschuhe“ angeschafft werden und diese dann sofort die bisherigen Schuhe ersetzen.

Dass dann Beschwerden auftreten, Reizungen von Strukturen, Überlastungen und auch ein wenig Frustration, ist ja fast schon vorprogrammiert.
Dieses Phänomen tritt meiner Überzeugung nach beim Tragen von Barfußschuhen viel stärker auf als beim tatsächlichen richtigen barfuß gehen!

Und die Erklärung dazu ist eigentlich ganz einfach:

Unser Nervensystem ist seit frühester Kindheit darauf ausgelegt, stets draußen Schuhe an den Füßen zu haben, diese zu spüren und den Gang den physikalischen Eigenschaften der Schuhe anzupassen. Alle Schuhe haben eine verstärkte Ferse und einen Absatz (oder eine Sprengung) von mindestens 0,5 bis 1 cm Höhe. Gerade Sportschuhe haben zusätzlich auch eine Dämpfung (Air … etc), um den Gebrauch der Ferse zu unterstützen und um jegliche Eigendämpfung aus de ganzen Körper heraus lahmzulegen. Dadurch erhält unser Nervensystem ein deutlich verfälschtes Feedback bei jedem Schritt:

  • Der Untergrund ist sozusagen immer gleich
  • Es gibt entweder einen notwendigen Stoß auf den Absatz ohne die Möglichkeit diesen abfangen zu können
  • oder es gibt eben keinen Stoß mehr bei guter Dämpfung.
  • Der Fuß hat fast immer eine Stütze von unten, genannt Fußbett, damit er, wie der Name schon sagt, im Schuh „schlafen“ kann.

Diese Summe von verfälschten Eindrücken spiegelt sich als eine Wahrnehmung wieder, die automatisch vom Gehirn suggeriert wird, sobald etwas Schuhartiges den Fuß umgibt.

Und jetzt kommts: Tragen wir nun also Schuhe, die sehr wenige der verfälschenden Eigenschaften besitzen (wie bei besagten „Barfußschuhe“ das mehr oder weniger der Fall ist), dann glaubt der Körper nach wie vor, dass er geschützt, geschützt und schräg gestellt ist. Dementsprechend wird er viel schwerer sein gesamtes (!) Bewegungsmuster umstellen als er das ganz ohne Schuhe tut!

Wir gehen also mit Barfußschuhen immer noch sehr ähnlich wie wir es immer in Schuhen getan haben, obwohl die Belastung auf Füße, Knie, Rücken etc. tatsächlich eine andere ist. Und wir tun dies aus einem guten Willen heraus (weil barfuß ja sooo gesund ist) oftmals recht radikal. 😉

Die Folge ist, dass tatsächlich durch totalen Wechsel auf Barfußschuhe OHNE wirklich das barfußgehen zu beherrschen, eher Probleme auftreten als dass es tatsächlich dem natürlichen Gehen zuträglich wäre.

Deshalb kann ich nur immer wieder dazu raten, sich bezüglich des Ballengangs auf das reale barfüßige Gehgefühl einzustellen, zu üben, sich zu konditionieren. Dann abzugleichen auf das ganz andere Gefühl in Schuhen (egal welchen) und dann allmähllich zu spüren (aufgrund des EIGENEN GEFÜHLS (!) und nicht weil es jetzt hipp ist 🙂 ) welche Art von Schuhen denn gerade angenehm ist.

Es ist wie bei allem: es macht nicht das Higtech- Fahrrad den guten Radsportler aus, auch nicht der aquadynamische Badehosenstoff den guten Schwimmer und nicht der Barfußschuh den ökonomisch-natürlichen Gänger aus, sondern der Mensch in seiner ihm höchst eigenen Form und Funktion! 🙂

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, möchte ich Ihnen gerne noch ein kurzes Video vorstellen, in dem ich einen der großen Fehler aufzeige, der mit Sicherheit so gut wie jedem Barfußgänger passiert, wenn er mal eben die Schuhe weglässt oder jahrelang vielleicht einer ungünstigen Geh-wohnheit anheim gefallen ist.

Viel Spaß beim Video und viel Erfolg beim Entdecken und Forschen!

Ihr Stefan Heisel

Zeige mir, wie du gehst und ich sage dir, wer du bist


Oder

Wie unsere Körperstruktur und Bewegung unser Inneres ausdrückt

Liebe Leser, wir alle haben eine intuitives, angeborenes, bzw. sehr früh erlerntes natürliches Fähigkeit, die uns auf einen Blick die Stimmungs- und Gefühlslage unserer Mitmenschen erkennen lässt. Es fällt uns leicht, Zustände wie Freude, Angst, Niedergeschlagenheit, Selbstsicherheit anhand der Körperhaltung, Gestik und Mimik klar zu unterscheiden. Diese Körpersignale laufen aber nicht nur grob ab, sondern bestimmen bis in feinste Nuancen in überragendem Maß unsere Kommunikation und unsere Einschätzung bzw. sogar Bewertung untereinander.

Menschen, die sich mit darstellender Kunst, Schauspielerei oder auch mit Malerei, Fotografie und Bildhauerei beschäftigen, erlangen automatisch ein überdurchschnittliches Wissen über Körpersprache. In diesen Berufen geht es in außerordentlicher Weise um den Ausdruck aller denkbaren menschlichen Befindlichkeiten in Zusammenhang mit dem körperlichen Ausdruck.

Der weltbekannte Pantomine und Experte für Körpersprache Samy Molcho hat durch seine berühmten Werke [->Körpersprache], die in keiner Hausbibliothek fehlen sollten, viel zum Verstehen unserer Gestik und Mimik beigetragen.

Doch es geht noch weiter: Beginnend mit der Wissenschaft der Psychologie und den damit auch teilweise einhergehenden westlichen Körpertherapien, erlangte man immer weitreichendere Erkenntnisse um den Zusammenhang zwischen Körper, Fühlen und Denken. Daraus folgernd geht es bei weitem nicht mehr „nur“ darum, die momentane Körpersprache zu deuten (oder bewusst darzustellen) sondern auch darum, bestehende Probleme körperlicher wie psychischer Art nicht mehr isoliert zu betrachten, sondern deren Einfluss aufeinander zu erkennen.
Eine solche Erkenntnis besteht beispielsweise darin, dass bestimmte Lebensereignisse positiver wie negativer Art, die in der konkreten Situation eine körperliche (Schutz)Reaktion veranlassten, im späteren Leben – also wenn dieses Ereignis überhaupt keine Relevanz mehr hat – immer noch unbewusst aufrecht erhalten wird und letztlich als „normale Körperhaltung“ fest abgespeichert wird.
Ein klassisches Beispiel soll das verdeutlichen:
– Ein von Geburt an neugieriges Kind möchte möglichst viel in seiner Umwelt erkunden und greift daher natürlicherweise nach jedem Gegenstand in seiner Umgebung, um ihn zu berühren, je nach Alter noch zum Mund zu führen, mit ihm zu spielen, sein Gewicht zu spüren, ihn fallen zu lassen etc. Das Umfeld des Kindes findet dieses Verhalten unangemessen (es versteht die Wichtigkeit dieser Entwicklungsphase nicht) und maßregelt das Kind konsequent mit Entzug von Gegenständen und einem Klaps auf die Finger, wenn ein „unerwünschter“ Gegenstand genommen wird.

Diese regelmäßige Erfahrung (es kann auch eine besonders heftige einmalige Erfahrung sein) „Schmerz und Tadel beim Greifen von Sachen“ wird in der Situation als körperliche Reaktion ausgelebt: Die Hände werden zurückgezogen , die nächsten Erkundungen erfolgen zurückhaltender, vorsichtiger, insbesondere dann, wenn andere Menschen in der Nähe sind, die Schmerz und/oder Tadel verursachen könnten. Ein solches Kind kann als körperliche und psychische Manifestation dazu neigen, generell zögerlich bei allem zu sein, was Erkunden, Zupacken und Zugehen auf andere Menschen sein. Das äußert sich dann, dass der Händedruck passiv und schwach ausgeführt wird, bzw. sogar möglichst vermieden wird. Die Arme hängen bei einem solchen Menschen schwach/lasch und sehr körpernah am Rumpf herunter, sie kleben regelrecht an ihm. Die Schultern bilden sich relativ schwach aus, bzw. neigen verstärkt zum Vorwölben, was wiederum die freie Atmung behindert und quasi schon einen Rundrücken vorprogrammiert.

Gleichzeitig mit den sichtbaren körperlichen Besonderheiten finden wir auch im Inneren starke Parallelen: Neue Aufgaben werden mit übergroßer Vorsicht angegangen. Offensives Vorgehen, Selbstverwirklichung sind stark gedämpft. Dagegen ist als Kompensation dafür eine übergroße Anpassung und Weisungsgebundenheit vorhanden.
Was also im Inneren an Vorsicht und Zurückhaltung aus einer bestimmten prägenden Erfahrung heraus entstanden ist (weil das Anpassen alters-, und umständebedingt weniger Leid erzeugte als das Rebellieren) zeigt sich im Körper durch eine entsprechende Struktur (schwach ausgeprägte schlaffe Arme, Schultern, inklusive Rundrücken).

Und die KörperSTRUKTUR ist im Gegensatz zur momentanen HALTUNG oder GESTE eine FESTE Größe, die sich nicht unmittelbar und kurzfristig willentlich verändern lässt!
Anhand dieses Beispiels lässt sich erahnen, welch ein Universum von Zusammenhängen zwischen Körperstruktur, Bewegung und Gefühlen, Gedanken, Selbstbeschränkungen oder auch Freiheiten zu entdecken sind.
Wer sich mit diesen relativ neuen und aktuell auch in der Faszienforschung behandelten Zusammenhängen näher beschäftigen möchte, der kann sich beispielweise mit der Bioenergetik näher befassen. Oder auch zum Einstieg dieses faszinierende schon was ältere Büchlein „Botschaften des Körpers“ zu Gemüte führen

Kommen wir wieder zu Gehen zurück! Bei diesem zutiefst persönlichen Bewegungsmuster treten nahezu alle existierenden Körpererfahrungen, Befindlichkeiten, Beschränkungen und auch Freiheiten in Erscheinung. Genau deshalb ist es ja meistens auch nicht so einfach, bei Erkennen von Änderungsbedarf sein gehen „mal eben“ umzustellen. Vielmehr bedarf es mehrerer Bausteine oder auch „Bewegungsschlüssel“, um die eigene Gewohnheit gewissermaßen zu überlisten und damit umzuprogrammieren. Aber nicht nur das „anders Bewegen“ kann in diese festen Gewohnheiten eingreifen, sondern auch zweit weitere wichtige Ansatzstellen:

1. Die innere Faszienstruktur bestimmt, welche Bewegung und Haltung überhaupt physisch möglich ist, zumindest mühelos möglich ist. Die Faszien besitzen unter Anderem ein Gedächtnis für das subjektiv „Normale“. Die detaillierte Art und Weise, wie wir sitzen, stehen, gehen, heben, hantieren ist in Faszien und Zentralnervensystem abgespeichert und funktioniert völlig unbewusst. (Um das Bewusstsein für die generelle Planung unserer Handlungen nutzen zu können und Überforderungen zu vermeiden: Solche eine Überforderung tritt dann ein, wenn etwas völlig Neues getan wird und das wäre für den Alltag fatal) Wenn also Beispielsweise „Fersengang“ im gesamten Faszien- und Nervennetzwerk als „normal“ anerkannt ist, bewirkt eine direkte manuelle Faszienmanipulation auch eine erhöhte Toleranz für Neues und Leichteres. Daher ist Arbeit an den Faszien immer auch eine essentielle Vorbereitung auf andere/neue Alltagsbewegungen.(Alltagsbewegungen werden hier bewusst von Bewegungen aus Sport, Beruf, Hobby differenziert, weil diese immer unbewusst und äußerst persönlich und intuitiv gesteuert sind, daher auch entsprechend anders zu verändern sind als kulturelle Techniken aller Art)
2. Mentale Arbeit: Es nützt nichts, wenn man sich seine Alltagsbewegung und -haltung „hart erarbeitet“, wie man das beispielsweise vom Sport kennt. Denn unser Körper möchte es im ALLTAG bzw. PRIVAT stets angenehm und bequem, oder auch einfach „schön“ haben. Üben wir nun also Ballengang als strenges Übungsprogramm, zu dem wir uns zwingen müssen, dann haben wir den Sinn von ALLTAGSbewegungen noch nicht begriffen. Um nämlich unbewusst das zu tun, was wir automatisch als „richtig“ und „gut“ wahrnehmen, sollte die Situation, in der wir üben, auch genau diesen positiven Hintergrund haben. Es gilt also, sich beim bewussten „Üben“ des Ballengangs in einen positiven Zustand zu versetzen, sich über seine Bewegung zu freuen und die Veränderungen richtig zu genießen! Das kann auf verschiedene Weise geschehen:

– in einer Gruppe Gleichgesinnter üben, wandern, ..

– sich das Privileg, barfuß zu sein herausnehmen und stolz darauf sein

– sich innerlich frei fühlen, ungeachtet dessen, was Leute denken

– sich etwas Besonderes leisten in Zusammenhang mit Ballengang (ein Buch, neue Schuhe, eine Reise, ein Seminar, …) = Belohnung!

– (innerlich) singen, pfeifen, tanzende Schritte einbauen

Dauergrinsen beim bewussten Üben …

Wie Sie es auch anstellen – Sie weden mit dem anderen Bewegen auch andere Gefühle erleben und auch anders Denken. Vielmehr denken Sie ja bereits jetzt schon anders, sonst würden Sie gar nicht bir hierher gelesen haben. 😉

Ich wünsche viel Freude und Spaß am persönlichen Wachstum bei allem, was Sie tun!

PS: Richtige persönliche Selbsterfahrung beim Gehen gibt es -> hier <-

Weitere Infos zu Gehen und Fühlen gibt es in einem Artikel der Welt online von Oktober 14

Herzliche Grüße,

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Ballengang durch barfuß Gehen?!


Wie funktioniert denn nun natürliches Gehen?

Ballengang_barfuß_Heisel Sehr geehrte Leser,

Diese kontroverse Frage stellt sich in letzter Zeit immer häufiger, weil die Zahl derer, die sich der offiziellen Lehrmeinung (Fersengang) in der Praxis widersetzen, immer größer wird.
Wie wir wissen, definiert sich die offizielle und weltweit geltende orthopädische Gehschule u.a. dadurch, dass in der Landephase die Ferse aufgesetzt und danach über der äußeren Rand des Fußes nach vorne „abgerollt“ wird.

Alle Ärzte, alle Physiotherapeuten, alle Sportlehrer dieser Erde lernen diesen Gang in ihren Schulen und Universitäten, in Seminaren und Fortbildungen. Und geben dieses übernommene Wissen genau so an Schüler, Patienten und Klienten weiter.

Doch woher kommt eigentlich diese Sicherheit, diese Selbstverständlichkeit, dass dem auch so ist? Dass wir als Menschen von Grund auf solch ein Bewegungsmuster biomechanisch entwickeln? Es geht sogar so weit, dass der aufrechte Gang an sich als evolutionäre Fehlentwicklung (s. „Bilder der Wissenschaft“, Ausg. 3/2015, S. 24 ff) erklärt wird, die nach 40 Jahren Lebenszeit einfach nicht mehr taugt und folglich nur noch Probleme bereiten muss.
Mit anderen Worten: Rücken, Knie, Fuß, Hüfte seien in den mitteren Lebensjahren „bauartbedingt“ zu Schäden verdammt. (?)

Was dabei aber vergessen wird, ist dass die heutige Lebensweise, der Lifestyle, die Mode, die Gewohnheiten, der berufliche Alltag unserem in Jahrmillionen geformten Körper ebenso wenig entspricht wie der als „Sport“ oder „Fitness“ bezeichnete versuchte Ausgleich.

Denn wir sind ohne Zweifel immer noch ein höchst effizient und ökonomisch arbeitender Bewegungskörper,
… wenn man ihn denn einfach nur „normal“ also artgerecht (be)nutzen würde!

Kein Mensch käme auf die Idee, ein Pferd auf ein Laufband zu stellen, ausgestattet mit federnden Schuhen mit Hufbett, niemand würde einem Elefanten Absätze verpassen, einen Welpen mehrere Stunden am Tag in der Hundeschule stillsitzen lassen oder seine Katze in eine Maschine setzen, die per Gewicht und Seilzug ihre Vorderbeinmuskeln trainiert…
All das und noch viel mehr tun wir aber der Bewegungsspezies „homo sapiens“ an und zwar per Verordnung, als Schulpflichtprogramm und halten das für Fortschritt…
Wen wundert es da, dass wir im Grunde genommen völlig verlernt haben, was und wer wir eigentlich körperlich sind?
Wir benötigen Trainingspläne, die uns anordnen, welche Übungen wann und wie oft zu absolvieren sind, um einen „starken Rücken“ zu bekommen, oder wir benötigen „Vorturner“, die uns in Studios auf möglichst unterhaltsame Weise dazu motivieren, im Takt zur Musik beliebige Moves irgendwie nach zu machen, auf dass der Puls immer die richtige Schlagzahl für die gewünschte Art der (Fett)Verbrennung aufweist. Fett, dass wir im Wesentlich auch deshalb haben, weil wir per Auto zum Studio und wieder zurückfahren 🙂

Zurück zum Gehen:
Betrachtet man die heutige Lehrmeinung, dann hat sich – wie immer das Geschehen konnte- diejenige Bewegung als „anatomisch korrekt“ durchgesetzt, die gar nicht mehr dem ursprünglichen Muster entspricht, sondern die sich seit der industriellen – und damit flächen- und massenübergreifenden (Schuh)industrie- als „normal“ verwandelt hat.
Ein stets barfuß gehender Mensch (der damit vom Fuß beginnend seinen Körper natürlich nutzt) wird niemals in das „orthopädische“ Gangmuster verfallen, das uns als medizinisches Nonplusultra empfohlen – ja verkauft- wird.

Nicht nur, dass genau dieses Gangmuster mit größter Wahrscheinlichkeit mitverantwortlich für quasi jegliche bisher „unbestimmbaren“ Rückenbeschwerden ist ( Verschiedene Quellen sprechen von 80-90% aller Beschwerden seien nicht bestimmbar)
Nein, es entspricht genau jenem Gehen, zu dem uns lediglich unser übliches Schuhwerk zwingt (Fersenbetontheit, Absatz, Fußbett, enger Zehenbereich, harte Sohle, ggf Schaft) das uns aber als natürlicher BARFUSSGANG beigebracht wird!

Wer jedoch offen durch die Welt geht, seinem Körper mehr vertraut, genau beobachtet und daraus lernt, der muss erkennen, dass diese „orthopädische“ Ganglehre, die in alle Bereiche hineireicht, von der Realität widerlegt ist.

Als eins von vielen Beispielen weise ich auf eine Reportage des SWR hin („Wie gesund ist barfuß laufen?“) , die zwar bereits ein halbes Jahr zurückliegt, aber glücklicherweise noch verfügbar ist. Es geht darin um eine junge Barfußgängerin, die nach einiger Praxis in das Ballengangmuster gewechselt hat und diesen nun ganz selbstverständlich praktiziert. Als Vergleich geht der Reportagepartner in dem zu fast 100% praktizierten schuhgewohnten Fersengang.

Sie, lieber Leser, sind jetzt dazu eingeladen, sich die Praxis der beiden Geher als authetisches Filmmaterial genauer anzuschauen und sich, unbedacht der im Film dargestellten Erklärungen ihren ganz eigenen Reim darauf zu machen. 😉 Vorab sei von mir bemerkt, dass es interessant ist, den Gang der jungen Frau zu loben, gleichzeitig aber keinerlei Worte für das Aneignen eben genau dieses (Ballen)Ganges zu finden und Erwachsenen sogar noch weitgehend von all zuviel barfuß gehen wegen vorhandener „Fußschwäche“ abzuraten ….

–> Hier zum Film

ballengang_Schuhträger_Filmab

Herzliche Grüße,

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

 

Ballengang „extrem“ in Anwendung


Oder: Hochgebirgstouren mit oder ohne Schuhe?

 

Ballengang_HochgebirgeHallo liebe Leser,

wenn Sie auf dieser Seite landen, haben Sie sich sicherlich schon Gedanken über Ihr Gehen gemacht oder sind neugierig darauf, welche Erkenntnisse oder Erlebnisse andere vorweisen können.

Sie kennen sich bereits mit Ballengang aus? Sie möchten ihn (endlich) selbst ausprobieren? Sie fragen sich, welche Rolle das richtige Schuhwerk dabei spielt? Dann lesen Sie jetzt diesen ausführlichen Erlebnisbericht aus meinem Alpenurlaub in den Sommerferien.

 1. Die Wahl der Schuhe

 

Wanderschuhe

Muss man solche Schuhe tragen?

Wer sich mit natürlichem Gehen beschäftigt hat, weiß, dass Schuhe mit Absatz, fester Sohle und Knöchelschaft nicht gerade optimal sind, um den ganzen Körper, insbesondere den Fuß beim Gehen adäquat einzusetzen. Gerade jene Wanderschuhe, die ja für Bergwandern eindringlich empfohlen werden, machen den Eindruck von „Panzerschuhen“ und packen Fuß samt Knöchel derart ein, dass weder Bewegung noch irgendeine Wahrnehmung unterhalb der Wade noch möglich scheinen.

Sicherlich ist der Fuß dabei vor Verletzung, Kälte und Nässe geschützt, für den Fall der Fälle, andererseits geht ja so eine Bergwanderung in der Regel über viele Stunden (z.B. von Hütte zu Hütte). Die Frage ist, wie viel Schutz überhaupt wirklich nötig ist und wie lange man sich einen derartigen Panzer um den Fuß überhaupt täglich zumuten möchte.

 

Nach meiner Erfahrung und der meiner Klienten passt sich der Körper innerhalb vieler Jahre an seine Umgebung und seinen Gebrauch an (also Ihr Körper formt sich so, wie SIE ihn durch Ihre Aktivität oder Nichtaktivität zum Formen zwingen). Deshalb bekommen beispielsweise viele Frauen, die intensiv „stöckeln“ nach Jahren tatsächlich Achillessehnenprobleme beim schieren Barfußgehen oder in flachen Schuhen, oder Ihre hinten stark verkürzte Gesamtstruktur, die auf hohen Absatz optimiert ist, fällt barfuß merklich zusammen. Die inaktive Druckbelastung einseitig auf dem Vorfuß, kombiniert mit engem Zehenbereich ist ebenso eine perfekte Voraussetzung für jene, die an der Ausbildung eines Hallux Valgus interessiert sind..
Aus gleichem Grund fühlt sich ein ungestützer Fuß beim Wandern ohne „festes Schuhwerk“ deutlich instabiler und verletzungsanfälliger an als mit entsprechendem „Fußbett“ und Knöchelstütze – insbesondere, wenn es vom Gelände her ein wenig anspruchsvoller wird

Er ist es auch. Aber nicht weil er nicht anders könnte, sondern, weil er durch Ruhigstellung gar keine Chance hat, sich so zu entwickeln und zu stabilisieren, wie er es von Natur aus locker könnte!

 

Soviel kurz zur Theorie. Mich hat nun näher interessiert, wie ein im Flachland gut trainierter Körper und insbesondere seine Füße sich zumindest bei annehmbarem Wetter im Hochgebirgigen Gelände so anschicken. Also musste zunächst mal sehr „sparsames“ Schuhwerk bei den ersten Touren herhalten, die so wenig wie möglich in die Fußfunktion eingreifen, dabei aber einen Schutz vor Kälte in den höheren Regionen ermöglichen.

 

Sie können auf diesem netten Hüttenfoto gerne selbst herausfinden, welches Paar Schuhe denn wohl von mir bei den Touren favorisiert wurde… 😉

 

Welche Schuhe testen wir denn?

Welche Schuhe testen wir denn?

 

Meine Routen ersteckten sich in einem recht überschaubaren Bereich im südlichsten deutschen Tal im Allgäu.

 

Wie also funktionierte das Gehen im Ballengang in solchem Gelände und wie schnitten die Schuhe, die ich benutzte bei alldem ab?

2. Zum Gehen selbst:

Anders als im Flachland oder leicht hügeligen Land der Mittelgebirge sind hier so gut wie permanent teil erhebliche Steigungen und Gefälle zurückzulegen. Und das über viele Stunden am Stück. Für die Muskulatur bedeutet das eine ganz andere Beanspruchung. Muskelkater ist mehr oder weniger vorprogrammiert. Die Frage ist, WO er sich bemerkbar macht. Für mich kann ich sagen, dass durch die sehr dünne Besohlung das Fußgewölbe (dessen Muskeln ja hauptsächlich im Unterschenkel liegen) sehr viel zu tun hatte. Jeder Stein (und es gab kaum Schritte ohne Auftreten auf kleine oder größere Steine oder Wurzeln) bewirkte eine „anschmiegende“ Bewegung im Fuß. Die Landung und das Abstoßen war also schon mal mit einer erhöhnten Aktivität im Unterschenkel verbunden. Dazu kommt, dass hier überhaupt kein Schritt mehr ohne Vorfußaktivität möglich war. Ein Landen auf der Ferse (beispielsweise durch einen etwas größeren Schritt) bedeutete gleich ein erhöhtes Risiko abzurutschen oder sogar wegzuknicken. Ballenarbeit war also absolut obligatorisch. Dieser Dauerarbeit entsprechend sahen dann auch meine Waden nach dem ersten Tag aus …

Nach 6 Stunden Gebirge

Nach 6 Stunden Gebirge

Zu meiner eigenen Überraschung waren auch die Waden die einzigste Muskelgruppe, die sich bei dem ganzen 6-stündigen Auf- und Abstieg in 1000 Höhenmetern bemerkbar machten. Weder Gesäß noch Rücken oder Oberschenkel fühlten sich (wie nämlich früher ohne Ballengang gerade nach dem ersten Tag) überlastet oder strapaziert an. Mit den Waden konnte ich mir glücklicherweise durch einen spezielle Massagekniff auch recht gut selbst helfen (dazu aber in einem separaten Bericht über Faszien und deren Beeinflussung mehr)

Die nächste Frage lautet:

3. Die Belastung der Gelenke beim Abstieg.

Dadurch dass ja auch beim Abstieg ein Großteil der Fallbewegung über den Vorfuß/ Sprunggelenk aber auch durch sehr feine Ausgleichbewegungen im Fußgewölbe bereits im Unterschenkel abgefangen wird (im Ballengang wohlgemerkt und auch nur bei entsprechend leichtem Schuhwerk), mussten die Knie und die Hüften nur noch wenig „Federarbeit“ leisten. Überhaupt kamen Knie und Hüfte genau dann verstärkt zum Einsatz, wenn sehr große Stufen überbrückt werden mussten oder wenn es mal zu einem kleinen Stolperer oder Ausrutscher kam. Im Gebirge kommen solche Stolperer tatsächlich auffallend oft vor, worauf ich weiter unten noch eingehen werde.

Als Ergebnis kann ich hier betonen, dass –abgesehen von der muskulären Mehrarbeit der Unterschenkel- auch hier keinerlei Überlastungen der Knie, Hüften oder der Wirbelsäule zu spüren waren. Auch nach mehreren Tagen nicht.

4. Was war aber mit den Schuhen los? 

 

Schließlich ging es über scharfkantige Felsen (wobei die Alpen gegenüber den Felsen in Kroatien sehr mild sind), über nasses Gestein, über kleine Wasserquellen und auch über feuchtes hohes Gras….

Vom reinen Gehen her muss ich sagen: TOP! Es gab nicht das geringste Problem im Geröll, bei Klettersteigen, bei groben Felsen oder dicken einzelnen Wurzel. Im Gegenteil sogar: Das Profil meiner Schuhe schaut ein wenig lustig aus, erwies sich aber trotz der Weichheit (oder auch wegen!) den Schuhen meiner Mitwanderer mindestens ebenbürtig bis sogar überlegen bei sehr rutschigen Stellen. Der Vorteil der weichen dünnen Sohle (wenn sie wie hier dennoch völlig „stich- und schnittsicher“ ist) liegt darin, dass man sehr schnell schon beim Auftreten bemerkt, wie der Untergrund grob beschaffen ist und vor Allem wie griffig er sich beim ersten kleinen Belasten zeigt. So konnte ich schnell und sicher geeignete Stellen zum Überqueren von glatten Passagen finden. Wenn der Fels sehr schräg war, war es einfach, mich – anders als Wanderer mit ganz fester Sohle – leicht an die Schräge anzupassen und auch in einer flotten, fast schon kletternden Art und Weise über einzelne Felsen vorzuarbeiten.

Wenn es sehr steil nach oben ging (aber dennoch begehbar), ertappte ich mich dabei sogar, tendenziell mit den Fußballen in leichte Hocke zu gehen und auch schnell die Hände zum Aufstieg zu benutzen. Das fühlte sich recht effizient und leicht an.

Dieses „minimale“ Schuhwerk hat aber auch natürlich seine Grenzen: Sobald es wirklich nass wurde, drang durch das Leder und die Sohlennaht recht schnell Wasser ein. Dadurch bekam ich bei einer der Touren nasse und kalte Füße und hätte strenggenommen gleich barfuß weitergehen sollen. Aber dazu unten noch mehr 😉

5. Barfuß!

 

An einem der letzten Tage –es stand eine recht lange Tour an- waren die Außentemperaturen bei sonnigem Wetter sagen wir mal „sehr angenehm“. Für mich ein Anlass, die Schuhe nun ganz wegzulassen und mich so lange wie möglich barfuß an die Aufstiege und Höhenwege dranzumachen. Da meine Fußsohlen grundsätzlich an Barfußgehen auf jeglichem flachem Gelände gewöhnt sind, stellte sich jetzt die Frage, wie es sich anfühlt, über wirkliche Felsen zu gehen. Um es vorwegzunehem: Ja, DAS GEHT!

ballengang_gebirge_barfuss

Barfuss im Gebirge

Ich konnte mich drei Stunden nach oben und über den Höhenweg „arbeiten“ und dennoch die schöne Aussicht genießen. Die ständige Konzentration auf den jeweils nächsten Schritt, das ständige Abschätzen und Ausgleichen von oft sehr spitzen und scharfen Kanten erforderte soviel Energie, dass nach besagten drei Stunden die Aufmerksamkeit allmählich nachließ. Und so passierte etwas sehr Kleines aber dennoch Folgenreiches: An einem der unzähligen Überquerungen eines einzelnen kniehohen Felsens stieß ich mir bei nachziehen des Fußes den vierten Zeh an einem vorstehen Stück Fels an. Es war nur ganz leicht aber genügte, um ein „Knacken“ ertönen zu lassen und den berühmten Schmerz erfahren zu lassen, den jeder kennt, der mal nachts barfuß in der Wohnung gegen eine Schrankkante getreten ist …. Nun, es waren noch etwa 3-4 Stunden Weg vor mir und obwohl meine Gangart schmerztechnisch nun leicht hinkend so fortgeführt werden konnte, entschloss ich mich (klugerweise) meine mitgenommenen leichten Schuhe lieber wieder anzuziehen und zumindest mit einer sichtlichen Erleichterung weiter zu gehen.

Der Zeh wurde im Schuh zwar nicht besser, aber ich konnte ohne weitere solcher Vorfälle die Tour uneingeschränkt fortsetzen.

Am Abend sah das Ganze dann so aus (siehe rechts) aber es bließ nur bei einer sehr leichten Stauchung.

Ballengang_Unfall

Wie ein kleiner Zusammenstoß nach 2 Stunden aussieht

Würde ich wieder barfuß eine solche Strecke gehen?

JA, auf jeden Fall, wenn es nicht kalt/nasskalt ist (das wäre aber dennoch denkbar für reine Barfußgänger, die ja keine Saison kennen)

Aber ich würde keinen ABSTIEG auf Fels so durchführen, weil das Landen immer mit Rutschen und Scheuern verbunden ist und die Füße damit großen Verletzungegefahren ausgesetzt wären. Und ich würde tatsächlich in einem sehr anspruchsvollen Gelände, in dem ständig Fehltritte möglich sind nur so lange barfuß gehen, solange 100% Konzentration gegeben sind. Ähnlich wie jemand, der auf Hochseil balanciert -> Einmal die Konzentration weg und dann passiert’s 😉

Die Vorteile von barfuß sind aber auch hier wie bei jeder Barfußwanderung im viel intensiveren Wandererlebnis und im höchst wirkungsvollen Körpertraining.

Wenn Wanderer mich fragten, wie ich denn überhaupt barfuß gehen könne (also wie das überhaupt bei den Felsen möglich ist), dann konnte ich nur entgegnen, dass dies ein Körpergefühl als Ergebnis von ganz bewusstem Training ist, das dann eben schnell zur Normalität wird.

 

6. Was ist nun mein Fazit aus diesen Erlebnissen:

 

Für Wanderungen jeglicher Art würde ich die Schuhe so minimal wie möglich einpacken und falls möglich, gleich sofort barfuß losgehen.

„Wanderschuhe“ sind für mich als Kategorie viel zu allgemein. Was ich in den Bergen als solche gesehen habe, erfüllen mit Sicherheit ihre Zwecke für Gletschergebiete, oder Wanderungen generell mit kalten und nassen Bedingungen oder bei wirklichem Felsklettern mit Seil. In jedem anderen Gebiet bringen sie im Grunde nichts, sind viel zu schwer und schränken die Bewegungsfreiheit der Füße unnötigerweise ein.

Mit einer guten Gehtechnik, lässt es sich völlig Belastungsfrei und ausdauernd im Gebirge gehen. Sogar barfuß unter bestimmten Bedingungen.

 

Falls Sie ähnliche Erlebnisse haben, würde ich mich freuen, darüber auch etwas lesen zu können. Gerne unten als Kommentar. Ich freue mich über jedes Feedback. Vielen Dank!

 

Ich wünsche viel Spaß beim Wandern aller Art,

Stefan_Heisel_Alpen

 

Ihr Stefan Heisel

PS: Hier die getesteten Schuhe: („Eigenbau“) 🙂

Minimalschuhe für alle Zwecke ;)

Minimalschuhe für alle Zwecke 😉

Nullabsatz, sehr weiche dünne Sohle -> Reifenmaterial, daher abriebfest, weiches Oberleder, schmiegt sich der Fußform an, 100% Zehenfreiheit

Richtig gehen am Strand!?


oder: Wer nutzt tatsächlich barfuß den Ballengang?

Ballengang_Heisel_Strand1

Liebe Leser,

ich höre immer wieder das Argument, dass man barfuß auf einem natürlichen Untergrund automatisch in den Ballengang bzw. Vorfußgang verfällt.

Bei meinem neuerlichen Mittelmeerurlaub packte ich deshalb die Gelegenheit beim Schopfe und beobachtete Menschen, die am Strand entlangliefen. Der folgende kleine Filmausschnitt wurde aus einer zufälligen ca 10-minütigen Aufnahme an einem Strand auf Mallorca zusammengeschnitten. Bevor Sie den Clip anschauen, stellen Sie sich doch mal die Frage, was Sie erwarten bzw. selbst bereits (auch an sich selbst) beobachten konnten:

Wer geht Ballengang….?

 

 

Haben Sie es angesehen? Wie ist das zu erklären? Gehen so viele Menschen grundsätzlich falsch? Kann man auf diesem Sandboden überhaupt den Fußballen nutzen?

Wir haben tatsächlich sehr viele Arten und Nuancen für die Fortbewegung – je nach Untergrund, Tempo, Richtung, Gefälle/Steigung, Schuhwerk, mitgeführter Last und Stimmungslage.

Anders als bei den meisten Landtieren steht uns mit dem Fuß eine große Oberfläche (5 Zehen, Vorfuß, Mittelfuß, Ferse, 28 Knochen, 19 Muskeln, 107 Sehnen/Bänder) und ein entsprechend hoch entwickeltes Nervengeflecht zur Wahrnehmung zur Verfügung. Er steht der Hand dabei in nichts nach.

Dagegen laufen die meisten Landtiere z.B. nur auf je 1 bis 4 Zehen oder auch noch auf dem Vorfußballen, was die Möglichkeiten im Vergleich zum Mensch von vornherein eingrenzt.

Bei einem Pferd stellt sich also nicht die Frage nach Vorfuß oder Ferse.  Ebensowenig beim Hund oder Schwein.

Warum also nutzen offensichtlich die meisten zivilisierten Menschen sogar barfuß am Strand den eher stumpfen Fersengang? 

  • Eine Erklärung besteht für mich darin, dass sich durch sehr frühes Tragen von ungünstigen Schuhen vereint mit dem vorherrschenden Vorbild ein faktisch millionenfach wiederholtes Bewegungsmuster ausgebildet hat, das exakt auf die Situation *„gleichförmiges Gehen auf dem Absatz in harten engen Schuhen auf Asphalt“ konditioniert ist. Durch diese extrem häufige Wiederholung des gleichen Bewegungsablaufs (Wir gehen durchschnittlich 100.000km im ganzen Leben, was in etwa 80 Millionen Schritte bedeutet) und der zusätzlichen Desensibilisierung des Fußes (v.a. in Schuhen) bleibt die bewusste und angemessene Anpassung an die Situation und den Untergrund im Detail aus. Die Füße (und damit auch der gesamte Körper) realisieren nicht mehr ohne Weiteres, dass es auf Sand, auf Gras, auf Stein barfuß jeweils ganz anders ist als in beengenden Schuhen. Ausgenommen es schmerzt richtig (z.B. durch Stacheln, Steinchen) In diesem Fall wird der Gang ohnehin barfuß vorsichtig tastend, was aber nichts mit dem eigentlichen Ballengang (Muskel-/Faszienkette) zu tun hat.

Die Folge davon: Man geht, wenn es nicht gerade schmerzt, auf nahezu jedem ebenen Untergrund nach Schema F (s.o.*), egal ob barfuß oder mit Schuhen. Also auch am Strand auf bestem Ballengangterritorium. 😉

 

  • Eine weitere Erklärung sähe ich noch darin, dass zumindest in tieferem lockerem Sand, der keinen festen Halt und Abdruck bietet, tatsächlich kein Ballengang möglich ist. Hier brauchen wir ähnlich wie bei Schnee einen mehr stapfenden Gang mit mehr Knieeinsatz, der die gesamte Fußfläche als Abdruck nutzt, egal wie wir landen. In dem Video oden ist jedoch das Gehen auf festerem feuchten Sand am Wellenauslauf zu sehen.

 

Kann man sich folglich an diesem Strandabschnitt überhaupt im Ballengang bewegen?

Nun, ich habe selbstverständlich auch immer mal wieder Menschen am Strand (und überhaupt) entdeckt, die barfuß tatsächlich ein nahezu astreines Ballengangmuster benutzen – unbewusst und natürlich. Meistens handelt es sich dabei um Kinder oder junge Erwachsene. Bis dato ist es mir alledings nocht nicht gelungen, ausgerechnet dann schnell genug eine Spontanaufnahme zu machen. Zudem kommt es nicht sehr häufig vor.

Deshalb bat ich jemand, mich an der selben Stelle wie oben gezeigt beim Gehen am Strand zu filmen.

Aber aufgepasst: Wenn Sie genau hinsehen, fällt Ihnen u.a. ein Reflex beim jeweiligen Fuß kurz vor dem Aufsetzen auf, den ich nicht willkürlich steuere und auch nicht im Normaltempo unterdrücken kann. Diese fühlende fächerförmige Spreizbewegung der Zehen sieht man auch bei Kleinkindern sehr deutlich, die gerade sicher gehen können.

Resumée: Wie wir feststellen, geht bei den meisten Menschen nicht alles sofort automatisch richtig, kaum dass man die Schuhe auszieht und durch Sand und Wiese läuft. Auch bei mir dauerte es eine geraume Zeit, bis sich die (auch bei Ihnen bereits vorhendenen) natürlichen Bewegungsmuster wieder entfaltet haben. Aber:

Alles ist möglich, wie ich auch sehr oft von Lesern, Klienten und Kollegen bestätigt bekomme.

Egal wo Sie jetzt stehen wird jeder einzelne bewusste Schritt im nun neuen-alten Ballengangmuster Ihren gesamten Körper funktionstüchtiger machen.

Probieren lohnt in jedem Fall!

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Bewegen und Erforschen,

Ihr Stefan Heisel

 

 

Barfußlaufen empfohlen!


barfuss_laufenSehr geehrte Leser,

heute stelle ich einen interessanten Artikel aus Focus online (Quelle untenstehend) für Sie ein.

Es geht darum, dass Barfußlaufen (und Barfußgehen) – vorausgesetzt, es gibt keine medizinischen Kontraindikationen – immer häufiger von Ärtzten empfohlen wird. Da ich selbst seit über 10 Jahren keinerlei Absätze oder Dämpfung beim Laufen mehr trage und außerhalb von Städten gerne barfuß unterwegs bin, empfehle ich, die Informationen des folgende Interviews zu beherzigen.

(Da ich bereits die Erfahrung machte, dass gute Beiträge online hin und wieder verschwinden, habe ich das Interview vollständig kopiert)

Viel Spaß beim Lesen und herzliche Grüße,

Stefan Heisel

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ZUR PERSON
Professor Rüdiger Reer ist stellvertretender Leiter der Abteilung Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg und Generalsekretär des Deutschen Sportärztebundes.
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„Barfußlaufen trainiert die Fußmuskulatur und sorgt für einen natürlichen Laufstil, sagt Bewegungsmediziner Rüdiger Reer. Er empfiehlt, Hightech-Laufschuhe so früh wie möglich gegen minimalistische Varianten auszutauschen – zumindest, wenn der Arzt seine Zustimmung gibt.

SPIEGEL ONLINE: In der Szene trifft man beim Thema Laufschuhe auf zwei Lager: Die einen bevorzugen stark gedämpfte Hightech-Schuhe, die anderen sind Minimalisten, nutzen Zehenschuhe oder würden am liebsten barfuß laufen. Was sagt die Wissenschaft dazu?

Reer: Am besten wäre es natürlich, barfuß zu laufen. Aber weil wir keine Steinzeitmenschen mehr sind und keine schützende Hornhaut haben, brauchen wir einen gewissen Schutz. Minimalistische Laufschuhe oder Zehenschuhe sind die bessere Variante, weil man mit ihnen natürlicher läuft und die Fußmuskulatur trainiert, während in Hightech-Schuhen der Schuh die ganze Arbeit übernimmt.

SPIEGEL ONLINE: Das heißt: In Hightech-Schuhen laufen wir unnatürlich?

Reer: In gewissem Sinne – ja. Und deswegen ist es gut, mit Zehenschuhen so früh wie möglich anzufangen, weswegen sie vor allem Kindern und Jugendlichen zu empfehlen sind. Bei Kindern hat man noch ein großes Formungspotenzial, was den Fuß angeht. Das Längs- und Quergewölbe des Fußes wird aufgespannt und durch die Muskulatur stabilisiert. In Hightech-Schuhen ist das weniger ausgeprägt.

SPIEGEL ONLINE: Also, klare Empfehlung: nur noch in Zehenschuhen laufen?

Reer: Das kann man so nun auch nicht pauschal sagen, weil Zehenschuhe nicht für jeden geeignet sind, beispielsweise nicht für Leute mit Fußerkrankungen oder Fehlstellungen des Fußgewölbes, die Einlagen benötigen. Das muss man immer im individuellen Fall entscheiden. Am besten ist es, bevor man sich Zehenschuhe kauft, eine Bewegungsanalyse oder sogar eine sportmedizinische Untersuchung zu machen.

SPIEGEL ONLINE: Warum ist es eigentlich so wichtig, die Fußmuskulatur zu trainieren?

Reer: Sie stabilisiert den Fuß und schützt die Achillessehne. Aber es geht noch um mehr. Der Fuß ist ja das letzte Glied in der Körperkette. Probleme in der Fußmuskulatur können sich auch auf das Becken und den Rücken auswirken.

SPIEGEL ONLINE: Kann man mit Zehenschuhen einfach so loslaufen wie mit normalen?

Reer: Nein. Eben weil wir es nicht mehr gewöhnt sind, barfuß zu laufen, wirken stärkere Kräfte auf den Fuß und auf die Achillessehne. Also: langsam angehen lassen und vorsichtig steigern, sonst kann es zu Verletzungen und Schädigungen infolge von Überlastung kommen. Und man muss sich natürlich auch erst nach und nach den anderen Laufstil angewöhnen.

SPIEGEL ONLINE: Anderer Laufstil?

Reer: Beim Barfußlaufen oder Laufen mit minimalistischen Schuhen wird bei höheren Geschwindigkeiten der Vorderfußlauf bevorzugt, bei längeren Strecken und niedrigeren Geschwindigkeiten der Fersen- oder Rückfußlauf. Die Umstellung auf den richtigen Laufstil passiert automatisch, man sollte nicht versuchen, mit aller Macht seinen Laufstill umzupolen.

SPIEGEL ONLINE: Wenn der Schuh also den Laufstil vorgibt und Hightech-Schuhe uns zu einem unnatürlichen Laufstil zwingen – welchen Sinn machen dann die Laufstilanalysen beim Sportschuhkauf?

Reer: Die Analyse müssen Sie immer in Bezug auf den Schuh sehen. Es wird analysiert, inwiefern der neue Schuh zu Ihrem bereits antrainierten Laufstil und der anatomischen Beschaffenheit des Fußes passt.

SPIEGEL ONLINE: Der Laufstil ist ja aber von vornherein schon nicht mehr natürlich.

Reer: Ja, das stimmt. Aber das ist nun mal die Realität. Wir laufen alle nicht mehr barfuß. Und Sie müssen ja auch bedenken, dass viele Menschen anatomische Besonderheiten haben. Der eine läuft beispielsweise mehr nach innen, der andere nach außen. Und darauf kann man die Schuhauswahl abstimmen. Insofern ist die Analyse schon sinnvoll.

[Anmerkung: Die anatomische Form des Fußes ist durchaus in vielen Fällen veränderbar – beispielsweise durch richtiges Gehen, Spiraldynamik oder Faszientherapie. Stefan Heisel]

SPIEGEL ONLINE: Es hieß früher immer, Hightech-Schuhe wären gelenkschonender, weil sie den Aufprall mehr dämpfen. Zehenschuhe dämpfen gar nichts mehr, werden aber trotzdem empfohlen. War das nun alles falsch mit dem Gelenkschonen?

Reer: Nein, das war nicht falsch, aber es war zu einseitig gedacht. Man hat einfach nicht bedacht, dass ja der Fuß selbst gut dämpfen kann, wenn seine Muskulatur ans Barfußlaufen oder Laufen mit Zehenschuhen gewöhnt wurde. Nach heutigem Kenntnisstand ist klar: Diese massive Dämpfung, die noch vor einigen Jahren vielfach propagiert wurde, ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, weil sie die natürlichen Systeme ausschaltet und verkümmern lässt. Die Laufschuhindustrie hat diesen Trend mittlerweile auch erkannt, viele große Hersteller haben Minimalschuhe im Angebot und sind damit erfolgreich. Dennoch: Für Leute mit Fuß- oder Rückenproblemen sind Hightech-Schuhe mit Dämpfung gegebenenfalls sinnvoll.“

Das Interview führte Jens Lubbadeh.

Quelle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/barfussschuhe-besser-zum-joggen-als-hightech-schuhe-a-922878.html

Barfuß durchs Felsenmeer


Naturerlebnis_Ballengang_Felsenmeer1

Felsenmeer Lautertal bei Bensheim im Odenwald

(Aus der Seite www.naturerlebnis-ballengang.de)

Hallo liebe Leser,

ich möchte gerne von einem besonderen Naturerlebnis-Ballengang berichten.

Am 1. Mai unternahm ich mit einer Gruppe befreundeter/bekannter Familien einen Ausflug zum Felsenmeer Lautertal bei Bensheim im Odenwald (leicht zu erreichen über A5 Ausfahrt Bensheim -> B47)

Gleich zu Beginn musste ich feststellen, dass dieses äußerst bemerkenswerte Naturdenkmal (leider) auch touristisch überaus gepflegt, um nicht zu sagen komplett ausgereizt, ist. Angefangen bei den extra angelegten kostenpflichtigen Parkplätzen über das reichlich mit Merchandising ausgestattete Info-Gebäude und dem geleckt wirkenden frisch gepflasterten Zugangsweg zum Waldrand, bis zum obligatorischen Esskiosk am Ende des sich über 2 km erstreckenden Felsenmeer-Anstiegs.

Neben den eigentlichen Felsen „beeindruckte“ mich an diesem Tag auch die Masse an Besuchern, die einem riesigen Pilgerzug glich, um über die großen runden Steinhaufen mit Kind und Kegel das gelobte Land zu erreichen. 😉

Wie dem auch sei: Die Herausforderung einer schönen Kletterpartie stand und die möglichen Risiken einer Verletzung sah ich an diesem 1. Mai 2013 eher darin, von jemandes dicken Wanderschuhen auf die Füße getreten zu bekommen als irgendwo abzurutschen oder in einen spitzen Ast zu treten. Also raus aus dem Auto und aus den Schuhen und rein ins Vergnügen ….

Wenn man barfuß unterwegs ist, bekommen jegliche Bewegungen eine zusätzliche Wahrnehmungsqualität: die Beschaffenheit des Untergrundes. Jeder einzelne Schritt (besonders auf nicht glattem, ebenem Boden) bewirkt einen unwillkürlichen sehr feinen Ausgleichreflex im ganzen Körper. Man unterscheidet zwischen kleinen, mittleren und größeren Steinchen, zwischen abgerundeten und spitzen Steinen, zwischen trocken, feucht und nass, zwischen kalt, kühlend, warm, wärmend, heiß, zwischen Sand, Erde, Stein, Holz, Teer, Metall, …, zwischen hart, weich und kuschelweich, und vieles mehr. Dadurch gewinnt jeder Gang, jede Wanderung deutlich an Erlebnisqualität.

Die Materie nimmt unmittelbaren Einfluss neben dem Duft, den Geräuschen, der Optik, dem WInd und der Lufttemperatur.

Felsenmeer: Der Aufstieg

Felsenmeer: Der Aufstieg

Das barfüßige Klettern stellte wieder eine neue Erfahrung dar: Gerade an diesem Tag waren einige Felsen noch feucht und damit mehr oder weniger glitschig. Der Schrägheitsgrad variierte stufenlos, so dass die „Rutschgrenze“ – neben dem eigentlichen Bewältigen der Stufen und Spalten – immer neu erfühlt werden musste. Durch das unmittelbare Abtasten durch die nackte Fußsohle war schon bei der ersten Berührung spürbar, ob und wie der Fels begehbar ist. Genau so, als würde man jeden Stein vorher mit den Händen abtasten.

An einigen Stellen, an denen ich mich abstütze oder zog, stellte sich das Gefühl ein, ich würde mich auf vier Händen fortbewegen. Ein Zustand, der mit keinerlei Schuhwerk außer diesem erreichbar ist. 🙂 Speziell fügten sich auch die Zehen in jede Ritze und Erhebung ein und beanspruchten damit das Muskel- und Nervensystem besonders intensiv. So wurde der Aufstieg zu einem abwechslungsreichen Abenteuer und bedeutete ein äußerst ausgefülltes körperliches Erlebnis.

Die Gefahren: herausschauende Eisenpfähle

Die Gefahren: herausschauende Eisenpfähle

Über Nutzen und Bedeutung des Fußballens möchte ich an dieser Stelle nicht detailliert eingehen, weil jeglicher Auf- und Abstieg ohnehin nur mit außschließlichem Balleneinsatz möglich ist. Insofern kann man Barfuß-Klettern als mitunter beste Förderung des Ballengangs bezeichnen.

Zum Abschluss sei noch, rein obligatorisch, die nicht minder interessante Reaktion der Menschen erwähnt:

Es waren an diesem Tag mehrere hundert Unternehmenslustige, meist in familiärer Aufstellung, unterwegs, sodass an manchen engeren Passagen des Aufstiegs regelrechte Warteschlaggen entstanden. Ich war der einzigste, der barfuß unterwegs war und fiel mit diesem Umstand an diesem Ort stärker auf als ein vollgepiercter Punkt mit Ratte auf der Schulter im Schlosspark. Um mich herum bildeten sich Gespräche, meist zwischen fragenden Kindern und erklärenden Erwachsenen: „Schau mal, der hat nackte Füße!“ „Warum hat der Mann keine Schuhe an?“ …. Eine der witzigeren Erklärungen, die ich mitbekommen war jene, dass ich wohl ein Spiel spielen würde, um zu sehen, wie schnell man ohne Schuhe die Steine hinauf klettern kann. Von seiten meiner Gruppe, mit der ich ja unterwegs war, betonte einer regelmäßig, wie „hart“ mein barfuß Gehen sei. Jemand anderes fragte mich immerhin, was ich von Barfußschuhen halte. Immerhin! 🙂

Wie angenehm: Die Wahnehmungsvielfalt!

Wie angenehm: Die Wahnehmungsvielfalt!

Angesichte meines eigenen Erlebens und der Selbstverständlichkeit meines Tuns (das ja im Grunde genommen überhaupt nichts besonderes ist) wurde mir immer unverständlicher, weshalb man bei gemäßigten Temperaturen zumindest in der freien Natur überhaupt Schuhe trägt. Ich glaube, wer wirklich einmal ganz intensiv gespürt hat, welche positiven Sinneseindrücke der direkte Bodenkontakt mit der nackten Fußsohle hinterlässt, wer dann von selbst beginnt, sich im Ballengang – und damit viel aufrechter und leichter zu bewegen, der wird nur widerwillig auf solch ein Erlebnis verzichten! Ein kompletter Wahrnehmungszweig fiele damit ersatzlos weg! Schließlich verbindet sich ja auch niemand ohne Not Augen, Ohren oder Nase, wenn er doch die Natur genießen möchte, oder?

Mit diesen Eindrücken und der unbedingten Empfehlung zum barfuß Gehen in der Natur verbleibe ich mit besten Grüßen,

Stefan Heisel

Quelle: http://wp.me/p3sjdV-T

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