Barfußlaufen empfohlen!


barfuss_laufenSehr geehrte Leser,

heute stelle ich einen interessanten Artikel aus Focus online (Quelle untenstehend) für Sie ein.

Es geht darum, dass Barfußlaufen (und Barfußgehen) – vorausgesetzt, es gibt keine medizinischen Kontraindikationen – immer häufiger von Ärtzten empfohlen wird. Da ich selbst seit über 10 Jahren keinerlei Absätze oder Dämpfung beim Laufen mehr trage und außerhalb von Städten gerne barfuß unterwegs bin, empfehle ich, die Informationen des folgende Interviews zu beherzigen.

(Da ich bereits die Erfahrung machte, dass gute Beiträge online hin und wieder verschwinden, habe ich das Interview vollständig kopiert)

Viel Spaß beim Lesen und herzliche Grüße,

Stefan Heisel

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ZUR PERSON
Professor Rüdiger Reer ist stellvertretender Leiter der Abteilung Sport- und Bewegungsmedizin der Universität Hamburg und Generalsekretär des Deutschen Sportärztebundes.
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„Barfußlaufen trainiert die Fußmuskulatur und sorgt für einen natürlichen Laufstil, sagt Bewegungsmediziner Rüdiger Reer. Er empfiehlt, Hightech-Laufschuhe so früh wie möglich gegen minimalistische Varianten auszutauschen – zumindest, wenn der Arzt seine Zustimmung gibt.

SPIEGEL ONLINE: In der Szene trifft man beim Thema Laufschuhe auf zwei Lager: Die einen bevorzugen stark gedämpfte Hightech-Schuhe, die anderen sind Minimalisten, nutzen Zehenschuhe oder würden am liebsten barfuß laufen. Was sagt die Wissenschaft dazu?

Reer: Am besten wäre es natürlich, barfuß zu laufen. Aber weil wir keine Steinzeitmenschen mehr sind und keine schützende Hornhaut haben, brauchen wir einen gewissen Schutz. Minimalistische Laufschuhe oder Zehenschuhe sind die bessere Variante, weil man mit ihnen natürlicher läuft und die Fußmuskulatur trainiert, während in Hightech-Schuhen der Schuh die ganze Arbeit übernimmt.

SPIEGEL ONLINE: Das heißt: In Hightech-Schuhen laufen wir unnatürlich?

Reer: In gewissem Sinne – ja. Und deswegen ist es gut, mit Zehenschuhen so früh wie möglich anzufangen, weswegen sie vor allem Kindern und Jugendlichen zu empfehlen sind. Bei Kindern hat man noch ein großes Formungspotenzial, was den Fuß angeht. Das Längs- und Quergewölbe des Fußes wird aufgespannt und durch die Muskulatur stabilisiert. In Hightech-Schuhen ist das weniger ausgeprägt.

SPIEGEL ONLINE: Also, klare Empfehlung: nur noch in Zehenschuhen laufen?

Reer: Das kann man so nun auch nicht pauschal sagen, weil Zehenschuhe nicht für jeden geeignet sind, beispielsweise nicht für Leute mit Fußerkrankungen oder Fehlstellungen des Fußgewölbes, die Einlagen benötigen. Das muss man immer im individuellen Fall entscheiden. Am besten ist es, bevor man sich Zehenschuhe kauft, eine Bewegungsanalyse oder sogar eine sportmedizinische Untersuchung zu machen.

SPIEGEL ONLINE: Warum ist es eigentlich so wichtig, die Fußmuskulatur zu trainieren?

Reer: Sie stabilisiert den Fuß und schützt die Achillessehne. Aber es geht noch um mehr. Der Fuß ist ja das letzte Glied in der Körperkette. Probleme in der Fußmuskulatur können sich auch auf das Becken und den Rücken auswirken.

SPIEGEL ONLINE: Kann man mit Zehenschuhen einfach so loslaufen wie mit normalen?

Reer: Nein. Eben weil wir es nicht mehr gewöhnt sind, barfuß zu laufen, wirken stärkere Kräfte auf den Fuß und auf die Achillessehne. Also: langsam angehen lassen und vorsichtig steigern, sonst kann es zu Verletzungen und Schädigungen infolge von Überlastung kommen. Und man muss sich natürlich auch erst nach und nach den anderen Laufstil angewöhnen.

SPIEGEL ONLINE: Anderer Laufstil?

Reer: Beim Barfußlaufen oder Laufen mit minimalistischen Schuhen wird bei höheren Geschwindigkeiten der Vorderfußlauf bevorzugt, bei längeren Strecken und niedrigeren Geschwindigkeiten der Fersen- oder Rückfußlauf. Die Umstellung auf den richtigen Laufstil passiert automatisch, man sollte nicht versuchen, mit aller Macht seinen Laufstill umzupolen.

SPIEGEL ONLINE: Wenn der Schuh also den Laufstil vorgibt und Hightech-Schuhe uns zu einem unnatürlichen Laufstil zwingen – welchen Sinn machen dann die Laufstilanalysen beim Sportschuhkauf?

Reer: Die Analyse müssen Sie immer in Bezug auf den Schuh sehen. Es wird analysiert, inwiefern der neue Schuh zu Ihrem bereits antrainierten Laufstil und der anatomischen Beschaffenheit des Fußes passt.

SPIEGEL ONLINE: Der Laufstil ist ja aber von vornherein schon nicht mehr natürlich.

Reer: Ja, das stimmt. Aber das ist nun mal die Realität. Wir laufen alle nicht mehr barfuß. Und Sie müssen ja auch bedenken, dass viele Menschen anatomische Besonderheiten haben. Der eine läuft beispielsweise mehr nach innen, der andere nach außen. Und darauf kann man die Schuhauswahl abstimmen. Insofern ist die Analyse schon sinnvoll.

[Anmerkung: Die anatomische Form des Fußes ist durchaus in vielen Fällen veränderbar – beispielsweise durch richtiges Gehen, Spiraldynamik oder Faszientherapie. Stefan Heisel]

SPIEGEL ONLINE: Es hieß früher immer, Hightech-Schuhe wären gelenkschonender, weil sie den Aufprall mehr dämpfen. Zehenschuhe dämpfen gar nichts mehr, werden aber trotzdem empfohlen. War das nun alles falsch mit dem Gelenkschonen?

Reer: Nein, das war nicht falsch, aber es war zu einseitig gedacht. Man hat einfach nicht bedacht, dass ja der Fuß selbst gut dämpfen kann, wenn seine Muskulatur ans Barfußlaufen oder Laufen mit Zehenschuhen gewöhnt wurde. Nach heutigem Kenntnisstand ist klar: Diese massive Dämpfung, die noch vor einigen Jahren vielfach propagiert wurde, ist nicht nötig und auch nicht sinnvoll, weil sie die natürlichen Systeme ausschaltet und verkümmern lässt. Die Laufschuhindustrie hat diesen Trend mittlerweile auch erkannt, viele große Hersteller haben Minimalschuhe im Angebot und sind damit erfolgreich. Dennoch: Für Leute mit Fuß- oder Rückenproblemen sind Hightech-Schuhe mit Dämpfung gegebenenfalls sinnvoll.“

Das Interview führte Jens Lubbadeh.

Quelle:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/barfussschuhe-besser-zum-joggen-als-hightech-schuhe-a-922878.html

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Richtig Gehen Lernen (2b) – Die richtige Spur im Ballengang


Richtig Gehen Lernen (2b)
Richtig Gehen Lernen (2b)

Forstsetzung von [link]

Sehr geehrte Leser, nach dem sich so viele von Ihnen an der Umfrage nach der optimalen Gehspur beteiligt haben, möchte ich nicht nur einfach „die Lösung“ präsentieren, sondern auch auf die einzelnen von Ihnen gewählten Möglichkeiten genauer eingehen.

Vorwort:

Wenn Sie sich schon etwas tiefer mit Bewegung beschäftigt haben, insbesondere mit dem richtigen Gehen, kommen Sie nicht umhin, festzustellen, dass wir nur deshalb unseren Gang nutzen können, weil wir in der Lage zu Rotationen sind. Schon im Säuglingsalter beginnen wir, uns im Liegen von einer Seite zur anderen zu drehen, um mit diesem Bewegungsmuster überhaupt selbständig ins Sitzen zu kommen und von dort weiter zum Hochziehen und Stehen. Die allerersten selbständigen Schritte führen wir noch seitwärts aus (manchmal auch ohne vorheriges Krabbeln), zum Beispiel an einer Wand entlang. Das findet noch weitgehend ohne Rotation statt. Sobald wir aber frei in den Raum treten und den ersten Schritt vor den anderen setzen, muss sich unser Becken und damit die Wirbelsäule verdrehen können. Die Führung unserer Schritte aus der Körpermitte heraus muss also immer in Kreisbahnen verlaufen, die sich in Ober- und Unterkörper ausgleichen. Dementsprechend kann die Gehspur nie eine gerade Linie ziehen, sondern ist immer das Ergebnis von mehreren Drehungen/Rotationen. (Diese Drehungen werden in einem weiteren Kapitel noch genauer betrachtet, da Sie weit mehr zu bedeuten haben als die hier besproochene Gehspur).

Schauen wir uns nun die Beispiele an, die als „richtiges Gehen“ zur Auswahl standen:

Gehspur-AA. Hier haben wir die Füße leicht innenrotiert und vollziehen auch noch eine Drehung von außen nach innen, die deutlich über die eigene Körpergrenze hinausgeht.

Diese Gehspur deutet auf unbewegliche Knie hin, weil das Bein nach außen ausweichen muss, um überhaupt eine Vorwärtsbewegung machen zu können. Die Fernkursteilnehmer wissen, dass ohne Knie kein langer Bauch möglich ist und somit auch kein leichtgängiges Gehen durchfürhbar ist. Das Besteigen einer höheren Stufe funktioniert auf diese Weise gar nicht, weil ein innenrotiertes Knie nicht ausreichend geradeaus gehoben werden kann. Dieser Gang wirkt nach außen hin ähnlich dem Gang einer Ente, bloß mit viel längeren Beinen.

Auch eine Gegenrotation im Oberkörper ist hier nicht im Sinne der Unterstützung des Gehflusses einsetzbar.

-> Fazit: NICHT OPTIMAL

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Gehspur-BB. Die Füße stehen parallel und zweispurig. Die Gehspur verläuft absolut geradlinig.

Dieses Gangbild sieht man sehr häufig und ist deutlich vorteilhafter als das Beispiel oben (A). Die Füße gehen dorthin, wo auch die Knie hin zeigen (sollten) und ermöglichen einen raschen Geradeausgang, allerdings nur bis zu einer gewissen Grenze. Denn wer die Beine derart geradeausführt, kann keine ausreichende Beckenrotation und damit auch keine Dynamik im Oberkörper beim Gehen haben. Der Gang ist relativ steif und kann dies allenfalls durch verstärktes Federn im Sprunggelenk etwas wettmachen. Dann fällt die Steifheit der Wirbelsäule und des Beckens dem Geher selbst nicht so sehr auf. Durch die Zweispurigkeit schwankt der Körper zudem nach links und rechts,wenngleich hier noch recht wenig.

Auch hier wissen die Teilnehmer der Fernkurses bereits, dass ohne dynamische Rotation der Ballengang nur aus den Füßen ausgeführt werden kann und damit dem Körper nur sehr wenig bringt, außer einer übermäßigen Belastung der Waden.

—–> Fazit: WENIG OPTIMAL

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Gehspur-CC. Hier stehen die Füße zur Bewegungsrichtung der Knie in einem ca 20°-Winkel nach außen weg, während der Fuß schnurgerade nach vorne geführt wird.

Dieser Gehstil ist in mehrfacher Hinsicht suboptimal und gleichzeitig sehr oft anzutreffen. Die geradlinige Führung zeigt wie oben (B) eine kaum ausgeprägte Rotation von Becken und Oberkörper. Dazu kommt aber, dass die Knie bei jedem Schritt in Stress geraten, da sie in einem Querwinkel die Kräfte absorbieren müssen. Der Schritt ist außerdem sehr breit und unterstützt damit das Nicht-Rotieren, indem der Körper stark von rechts nach links schwankt. Meistens haben die Großzehen eines solchen Gängers bereits eine Neigung zu Hallux Valgus oder auch Knickfuß, da die Fußinnenseite stärker belastet wird als die Außenseite.

-> Fazit: NICHT OPTIMAL

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Gehspur-DD. In dieser Gehspur zeigen die Füße gerade nach vorn in Richtung der Knie und gehen absolut einspurig nach vorne. Dabei führen die Beine eine enge Außenrotation um das jeweilige Standbein aus.

Diese Gangart ist im Gegensatz zu den bisherigen nicht unbedingt schädlich für den Körper aber sie ist auch keine Gangart, die als alltagstauglich bezeichnet werden könnte. Als Balanceübung oder zum Überqueren einer sehr kleinen Kontaktfläche oder zum Anschleichen ist dieser Gang geeignet. Dynamischeres Gehen funktioniert hier aus zwei Gründen nicht: Wie in Lektion 4 und 8 des Fernkurses behandelt fehlt hier sowohl die Vorwärtsaktivität des Knies als auch der Einsatz des eigenen Körpergewichts, um das körperliche Potential voll zu nutzen. Wer sich für diese Gehspur entschieden hat, liegt aber hinsichtlich der Einspurigkeit sehr richtig. Weiter unten wird beschrieben, wie die Einspurigkeit bei voller Körperfunktion eingesetzt werden kann.

-> Fazit: SPEZIELLE GANGART – NICHT „ALLTAGSTAUGLICH“

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Gehspur-EE. Bei diesem Beispiel zeigen die Füße stets parallel nach vorne und führen bei Gehen durch eine abwechselnde Außenrotation eine große Spurweite. Das Schwungbein wird zuerst zum Standbein hin und dann wieder weiter nach außen geführt.

Wenn bei dieser Gangart die Gegenrotation im Oberkörper eingesetzt wird, ist sie eine Möglichkeit des Schlenderns bzw. eine Variante der Bewegung, die auch beim Inline-Skating oder Schlittschuhlaufen gemacht werden muss (dann aber mit mehr Außenrotation der Füße). Zum Gehen im Alltag führt diese Gehspur zu sehr von der eigentlichen Richtung ab, in die man Gehen möchte und ist daher, wenngleich nicht ungesund, aber nicht gerade ökonomisch. Wer hier keine Gegenrotation ausführt (was man nicht direkt aus der Gehspur ablesen kann), hat hier sogar Nachteile beim Ballengang, weil er wieder nicht seinen ganzen Körper zum Gehen nutzt.

-> Fazit: UNPRAKTISCHE GANGART- WENIG OPTIMAL

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Wie Sie sehen, lagen bei der EInschätzung des Ballengangs diejenigen richtig, die erkannt haben, dass die optimale Gehspur NICHT in den Beispielen vorkamen.

Dennoch gibt es Unterschiede in der Relevanz für die Gesundheit und Beweglichkeit, die man durch richtiges Gehen erreichen kann. Manche Gehmuster sind definitiv ungesund, andere nur sehr spezifisch und unökonomisch. An den Erklärungen oben möchte ich lediglich erreichen, dass Sie sich bewusst darüber werden, welche Faktoren in einer so scheinbaren „einfachen“ Bewegung wie dem menschlichen Gang stecken. Und darüber, wie schnell man sich durch bestimmte Gewohnheiten, falsche Vorbilder, ungünstiges Schuhwerk, einseitige sportliche Betätigung oder Bewegungsmangel alleine über das Gehen zusätzlich noch mehr „schaden“ – oder eben im Gegenteil, bei der Umkehr des Bewegungsmusters etwas Gutes tun kann!

Schließlich möchte ich dazu kommen, Ihnen die optimale Ballengang-Gehspur vorzustellen: (Wenn Sie einfach vorwärts gehen ohne Rücksicht auf das Gelände)

Schauen Sie wieder genau hin und versuchen Sie nachzuvollziehen, wie diese Gehspur entsteht, welche Bewegungen im Rumpf dazu passieren müssen und weshalb es zwangsläufig zu dieser leicht „schlangenförmigen“ Spur kommt.

Um das nachfolgende Bild zu erklären, wird die Serie natürlich demnächst fortgesetzt und ein sehr wichtiges Kapitel hierzu nähergebracht!

richtige-Gehspur-Ballengang

Viele Grüße, Ihr Stefan Heisel

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PS: Sie möchten grundständig in 10 Steps lernen, wie man richtig im Ballengang geht?

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Richtig Gehen Lernen (1) Die Schwerkraft macht uns effizient


Richtig Gehen Lernen (1)
Richtig Gehen Lernen (1)

Hallo, liebe Leser des Ballengang-Blogs,

Zum Thema „Richtig Gehen“ ließt und hört man oftmals von Vergleichen mit Tieren, um ein theoretisches Konzept zu untermauern. Als Beispiel sei hier der Fuchsgang genannt.

Oder es werden Berufsgruppen bei naturverbundenen Völkern (wie etwa der indianische Jäger) als Vorbild für richtiges Gehen herausgegriffen, um eine bestimmte Gangart übergreifend als einzig richtig zu favorisieren.

Wenn man sich klarmacht, welche herausragende Bedeutung die Schwerkraft in Kombination mit unserer (aufrechten) Körperstatik hat, erkennt man jedoch, dass der Mensch nicht ganz umsonst auch Gangarten beherrscht, die eben nichts mit Abtasten durch den Vorfuß zu tun hat.

Passend zu dem Gehprinzip, das ich heute näher bringen möchte, erkläre ich im folgenden Clip, wie die Schwerkraft grundsätzlich beim Gehen benutzt wird (oder eben nicht)

>>Hier wird in Kürze ein Minitutorial-Clip zu sehen sein –

Zweibeiner versus Vierbeiner

ich bitte um ein wenig Geduld 😉<<

Das Ausnutzen der Schwerkraft gehört zu den anspruchstvollsten Disziplinen jeglicher Bewegungsarten überhaupt.

Nur, wer die Schwerkraft für sich nutzen kann, bewegt sich wirklich leicht und effizient.

Daher ist dies langfristig ein Anreiz für „fortgeschrittene Geher“. Gleichzeitig geht es aber auch darum, überhaupt in eine (Geh-)bewegung aus dem Stand hineinzukommen. Deshalb sollten die Grundinformationen generell jedem zur Verfügung stehen, der mit dem Gedanken spielt, sich in seinen Bewegungen wortwörtlich „vom Stand weg“ zu verbessern.

Um also seine eigene Schwerkraft beim Starten des Gehens (vorwärts) optimal einzusetzen, sollte man im Wesentlichen folgende Reihenfolge beachten:

Aus dem beidbeinigen hüftbreiten Stand heraus:

  1. Gewichtsverlagerung auf ein Bein (mit Aufbau der Kraftlinie von Ballen bis Scheitel , s. auch Kapitel 7 des email-Kurses)
  2. Leichtes Vorkippen des gesamten Körpers nach vorne in der Kraftlinie mit dem Brustbein voraus
  3. Knie des Schwungbeins überholt den Rumpf, während das Standbein per Ballen nach Bedarf (Gangart/Geschwindigkeit) den ganzen Körper vom Boden abdrückt.
  4. Der Fuß folgt dem Knie und landet abhängig von Geschwindigkeit, Untergrund, Bewegungsfreiheit (Schuhe) günstigstenfalls unter dem Brustbein
  5. Die Landung wird über die Kraftlinie kompensiert (die ja im Ballen beginnt) und wir befinden uns mit neuem Standbein wieder an Punkt 1.

Es handelt sich um einen Kreislauf, bei dem immer der Körperschwerpunkt etwas vorausschwingt und die Beine (als Abdruck, Schwung und Landung) diesen Schwung begleiten und unterstützen.

In diesem Kreislauf, ähnlich einem perpetuum mobile, wird ein extrem kräftesparendes Fortbewegen ermöglich, weil die Schwerkraft in einem labilen Gleichgewicht ständig eingesetzt wird. Es ist ein Spiel mit den Kräften, insbesondere dem eigenen Körpergewicht.

Noch deutlicher wird diese Wirkung, wenn der Kreis unterbrochen wird, indem man sich aktiv ins Lot begibt und damit aus dem Gehen stoppt. -> Ohne Gewichtsverlagerung kein Gehen.

Aber: Gänzlich anders verhält es sich, wenn man zuerst den Fuß vorschickt und erst nach Bodenkontakt den restlichen Körper nachzieht oder –drückt. Dies ist beispielsweise tatsächlich beim vorsichtigen Anschleichen, Pirschen (Fuchsgang) der Fall, oder beim Waten auf unebenem Terrain, beim Klettern etc.  Hierbei wird auf jeden Fall mehr Energie gebraucht als beim Ausnutzen des Fallens. Unabhängig von der erreichten Geschwindigkeit, die bei letzterer Gangart allerdings stark begrenzt ist. Es handelt sich also um zwei völlig verschiedene Bewegungsmuster.

Beide Fortbewegungsarten zu vermischen führt zu falsch verstandenen Rückschlüssen und wiederum zu unnatürlichen erworbenen Gewohnheiten (wie das Gehen auf der Hacke aufgrund des Schuhwerks und der sozialen Anpassung)

Wenn man also den Ballengang praktiziert, ist es wichtig, sich – am besten barfuß und auf unterschiedlichem Terrain – klarzuamchen, wie er Körper am leichtesten Kraft generiert, wie die eigene Schwerkraft am effizientesten genutzt wird und wie möglichst viele Gelenke genutzt werden können. So wird das Aufrecht gehen das, was es sein soll:

Eine effiziente, ökonomische damit höchst geniale Erfindung der Natur!

Mit freundlichen Grüßen, Stefan Heisel

PS: Wenn Sie mehr über natürliches Gehen erfahren und erlernen möchten, oder mehr konkrete Übungen wünschen, empfehle ich Ihnen auch meinen kostenlosen regelmäßigen email-Kurs: „Richtig Gehen lernen im Ballengang“ -> Zum Anmelden hier klicken!

Richtiges Gehen – falsches Gehen


Ballengang_Richtig_gehen_1Wie man in (auch hier zitierten) Beiträgen oder in einigen Publikationen über Gehschule ersehen kann, wird – je nach Sichtweise- eine ganz bestimmte Art des Gehens grundsätzlich als richtig angesehen, während der Rest der Welt es total falsch machen soll.

Ein gutes Beispiel hierfür ist der Ballengang 🙂

Die Verfechter dieser Gangart bezeichnen beispielsweise den Fersengang als unphysiologisch, wirbelsäuleschädigend und als Zeichen mangelnder Leichtigkeit bis hin zu der Aussage, dass die Fersengänger emotionale sowie kognitive Einschränkungen haben müssen und den Fersengang als Kompensation für mangelndes Urvertrauen unbewusst nutzen.

Weil offenbar dennoch so viele Menschen diese (falsche) Ganggewohnheit haben, wird mit Lernen durch Imitation und frühes Tragen ungeeigneten Schuhwerks argumentiert. Ein weiteres Argument ist das vorhandene natürliche Gehmuster von Kleinkindern (die andererseits dann noch nicht rennen/ laufen können und deren Fußgewölbe noch im Aufbau ist)

Daneben gebe es einige Naturvölker, die reine Ballengänger sind. (Betonung auf „einige“)

Man habe sich als aufgeklärter Mensch umzugewöhnen und sich seiner wahren Wurzeln zu besinnen, seiner Gesundheit zuliebe, und auf keinen Fall mehr auf der Ferse aufsetzen.

Als Schuhwerk sind ausschließlich absatzfreie Schuhe mit maximaler Zehenfreiheit geboten, von denen es mittlerweile als Barfußschuhe eine eigene Rubrik im Schuhmarkt gibt.

Ganz anders die Fraktion der Fersengänger.

Sie proklamieren das Abrollen über die Ferse als natürlichen Bewegungsablauf und begründen das oft mit der anatomischen Form des Fußes. (Wenn es ganz hoch kommt, wird immerhin noch die Muskulatur im Unterschenkel mit einbezogen) Der Ballengang (der ja tatsächlich einige gegensätzliche Bewegungsabläufe verlangt) wird als widernatürlich angesehen und – falls es jemand im Alltag macht- als pathologische Auffälligkeit bezeichnet.

Die selben Menschen, oft Mediziner im weiten Sinn, empfehlen auch quasi reflexartig Schuheinlagen bei ziemlich allem, was irgendwie mit dem Fuß oder dem Aufsetzen desselben zu tun hat. Auch leichte Absätze (auch eine Form Prothese) werden empfohlen, da ja die ganze veränderte Neigung im Fuß allein im Sprunggelenk wieder ausgeglichen werde.

Und so weiter. Wer sich mit der Thematik auseinander gesetzt hat, kennt die Positionen mehr oder weniger.

Doch was ist denn nun „richtig“ oder „falsch“? Wer hat recht?

Eins kann ich mit 100%iger Sicherheit sagen:

Es bringt unsere Sache (das eigene optimale Bewegungsmuster finden) nicht weiter, wenn es pauschale und feststehende Glaubenssätze in einer Richtung gibt.

Diese verhindern den Blick auf das Wesentliche und dienen höchstens zum Polarisieren.

Auflösung:

Bevor man an dem meines Erachtens weniger relevanten Merkmal, wie der Fuß beim Ballengang oder Fersengang AUFSETZT, ganze Weltanschauungen anstellt, kommt eine andere Frage:

Was ist denn mit „Gehen“ überhaupt gemeint?

Schon semantisch handelt es sich um ein sehr großes Wortfeld, das die unterschiedlichsten Fortbewegungsarten des täglichen Lebens beinhaltet.

gehen: schlendern, wandern, laufen, stolzieren, schreiten, schleichen, eilen, marschieren, joggen, trippeln, rennen … und so fort.

Dazu kommt, dass man innerhalb des „Gehens“ verschiedene Richtungen einschlagen kann, wechseln kann und alles in ganz unterschiedlichem Tempo oder mit ganz unterschiedlichem Kraftbedarf, bergauf und bergab stattfinden kann etc.

Das ist der Alltag.

All das verlangt aber eine völlig FLEXIBLE Art und Weise, wie der Körper und speziell die Füße benutzt werden.

Es gibt also in der Praxis gar nicht DAS Gehen an sich, also kann man auch nicht stringent festlegen, wie man sich dabei optimal zu bewegen hat, bzw. welches Gehen völlig falsch sein muss. Vor allem kann man es nicht ausschließlich über das Aufsetzen des Fußes beurteilen.

Wir müssen also viel weiter in den Körper schauen und noch mehr beobachten, als den Blick nur auf die Stelle zu richten, wo der Fuß auf dem Boden aufzusetzen hat und darauf eine einseitige Theorie aufbauen.

(Anders verhält es sich tatsächlich beim Dauerlauf oder Sprint, da hier die Art der Fortbewegung sehr eng eingegrenzt ist und somit auch kaum Spielraum für optimale Bewegungsausführung besteht- da es sich hier oftmals um Wettkampfsport handelt, ist die „Richtigkeit“ sogar messbar)

Schauen wir uns Ballengang und Fersengang mal in der Praxis an.

Wann benutzt jeder Mensch Ballengang?

– Beim Rückwärtsgehen, beim Treppensteigen (auf und ab), beim Trippeln, beim Überkreuzgehen vorwärts, beim Springen aus kleinster Höhe, beim schnellen Richtungswechsel, bei schnellen kleinen Schrittfolgen in jede Richtung, teilweise, wenn er noch nicht laufen/rennen kann (Kleinkind) Und das unabhängig davon, ob und welche Schuhe getragen werden.

Und so weiter.

Wir sehen, dass – auch ohne jede Anleitung- jeder Mensch unbewusst den Fußballen dann benutzt, wenn er auf jeden Fall benutzt werden muss. Dennoch sind das sicherlich die wenigsten Schritte, die insgesamt gemacht werden.

Wann wird vorwiegend der Fersengang benutzt?

–  Bei fast jeder mittleren bis schnellen regelmäßigen Fortbewegungsart auf ebenem Boden. Also in der am meisten vorkommenden Fortbewegung. Unterstützt wird er, indem Absätze getragen werden und/oder die Sohle des Schuhwerks unflexibel ist. Beim Barfußgehen ändern manche Menschen in den Ballengang oder Mittelfußgang, wenn sie sich langsam und in kleineren Schritten bewegen und treten dabei generell leichter auf.

Wir sehen also, dass in unserer Kultur viel mehr Fersengang als Ballengang genutzt wird, da die entsprechende Situation wesentlich öfter vorkommt und wir an unsere Kultur im Verhalten angepasst sind. Wären unsere Böden nicht so begradigt und hart und würden wir entweder auf unebenem Boden mehr barfuß oder in leicht besohltem Schuhwerk gehen, dann würde sich jeder auf einen wesentlich höheren Anteil des Ballengangs früher oder später umstellen. Ganz von allein.

Auch hier hinkt unsere Evolution, unser Körper, wieder weit hinter der Kultur zurück. Wir sind körperlich nicht angemessen an ebene harte Böden angepasst, die uns zu (unperfekten) Fersengängern machen, und bedürfen auch noch der Prothese in Form von Absätzen und/oder Dämpfungen oder gar Einlagen. Obwohl wir doch eigentlich „gesund“ sind. (Ganz anders verhält es sich bei Menschen mit echten Handicaps, hier ist jegliche Art von technischer Hilfe ein Segen!)

Was ist also „richtiges Gehen“?

Abgesehen davon, wie viele Situationen und – daraus folgend – Zwecke der Fortbewegung es geben kann, wollen wir uns dabei auf jeden Fall so leicht und möglichst „natürlich“ dabei bewegen.

Anders ausgedrückt: Je bequemer sich das Gehen langfristig anfühlt und je angepasster es unserem Körper und der Schwerkraft ist, desto „besser“ ist es.

Der Fußballen spielt dabei (egal wie wir letztlich aufsetzen) eine wesentliche Rolle und hat dabei Auswirkungen  über die Beine, das Becken, die Wirbelsäule auf die gesamte Körperstruktur bis hin zum Scheitel.

Richtig gehen bedeutet also, in der Kürze ausgedrückt, das Gehen im Einklang mit der Schwerkraft, bei dem der wichtigste Kontaktpunkt mit der Erde und damit Ausgangspunkt aller Energie der Fußballen ist.

Daher lohnt es sich außerordentlich, sich intensiv mit dem Ballengang auseinander zusetzen.

Nicht, weil es „verboten“ sein soll, etwa auch mit der Ferse aufzusetzen, sondern weil wir für jegliches Gehen und damit einhergehend für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden äußerst viel lernen.

Gerne sind Sie dazu eingeladen, am interessanten email-Fernkurs

„Richtig Gehen lernen im Ballengang“ teilzunehmen! 

 -> Hier geht es zur  ANMELDUNG <-

Mit freundlichem Gruß, Stefan Heisel

Gehen wir etwa falsch?


„Gehen wir möglichweise falsch? Auf eine Weise, die uns nicht gut tut? Oder anders        ausgedrückt, könnte es eine Art des Gehens geben, die uns besser tun würde?

Ballengang-Laufen-HeiselEine kurze Sequenz eines Mickey Mouse Heftes werde ich nie vergessen. Ich  fand  sie eindrucksvoll und wusste gar nicht warum. In der Szene ging es  darum, dass  Indianern ein Verbrechen in die Schuhe geschoben wurde, das in Wirklichkeit  natürlich auf Kater Carlos Kappe ging. Dieser liederlichen List ist Mickey Mouse dadurch auf die Spur gekommen, dass die Fußabdrücke am Tatort niemals von den Indianern stammen konnten. Weil diese, und deshalb könnten sie auch so gut schleichen, beim Gehen zuerst auf dem Ballen auftreten würden. Das ist ja ein Ding, dachte ich. Wie ginge das wohl? Ich versuchte mich im Ballengang und kam nach wenigen Versuchen zu der Erkenntnis, dass das kein Gang für mich sein kann. So stokelig, so ungewohnt, so andersrum.

Vor wenigen Wochen fiel mir dann auf, dass ich auf Socken durch die Wohnung auch etwas seltsam gehe. Um unnötiges Gestampfe zu vermeiden. Sei es, um die Kinder während ihres Mittagsschlafs oder die Frau nach einer Nachtschicht nicht zu wecken, die Nachbarn unter uns nicht unnötig zu belästigen oder auch nur, weil ich es angenehmer finde, nicht laut aufzutreten. Es ging mir auf jeden Fall erst vor kurzem auf, dass ich barfuß oder auf Socken anders gehe, als mit Schuhen.

Und dann lese ich vor einer Woche einen Beitrag, der darauf hinweist, dass ein großer Teil unserer körperlichen und seelischen Probleme daher rühren würden, dass wir falsch gehen. Klingt verrückt, aber für mich nicht verrückt genug, um es nicht gleich auszuprobieren, anders zu gehen. Denn wenn Du mal eben aufstehst, Dir die Finger in die Ohren steckst und ein paar Schritte machst, wirst Du hören, wie Deine Knochen jedes Mal, wenn Du auftrittst, ein Tok machen. Jeder Schritt ein Tok. Jeder Schritt ein winziges Trauma. Dass jedes Mal bei einer der normalsten Sachen der Welt, dem Gehen, unsere Knochenstruktur gestaucht wird, und wenn auch nur ein klitzekleines Bisschen, kann doch nicht gut sein. Und dass viele Kinder Haltungsschwierigkeiten haben und Bandscheibenvorfälle und Rückenprobleme Normalität unter Erwachsenen ab 30 Jahren sind, lässt doch zumindest vermuten, dass irgendwas im Argen liegt. Natürlich kommt die Haltung, das viele Sitzen vorm Computer oder im Auto erschwerend hinzu, aber was, wenn den größten Anteil an der Misere das falsche Gehen hätte?

Auf dem Ballen aufzutreten kommt einem im ersten Moment spanisch vor, aber es ist doch tatsächlich so, dass wir die allermeisten Betätigungen auf zwei Beinen über den Ballen ausführen: Treppensteigen, Tanzen, Rückwärtsgehen, Seitlichgehen, Sprinten, Springen, alles das, was gut tut, alles das, was Aufmerksamkeit erfordert, alles das, was uns zum Teil zu Höchstleistungen anregt. Ist doch merkwürdig, dass es beim Gehen anders sein soll. Neulich hab ich mal in einer Reportage gesehen, dass der aufrechte Gang verantwortlich für die diversen gesundheitlichen Probleme sein soll. Aber vielleicht war die Analyse einfach zu ungenau und nicht der aufrechte Gang an sich, sondern die Art des aufrechten Gangs ist der Knackpunkt. Tok.

Ich fand die Argumentation für den Ballengang so überzeugend, dass ich ihn circa 25 Jahre nach meinem ersten Versuch vor einer Woche noch einmal ausprobieren sollte. Und wieder kam ich mir zu Beginn wie ein Ei auf Stelzen vor. Wie ein Storch, der durch die Wiese stakst. Ich merkte ein leichtes Ziehen in meinen Sehnen und gleichzeitiges partielles Verkrampfen einelner Muskelstränge, die jahrelang eine ruhige Kugel schieben durften. Aber trotzdem machte ich weiter. Während des Gehens jedes Mal auch bewusst zu gehen, war dabei schon eine besondere Erfahrung. Gehen neu zu lernen, wie ein Kind. Ein wenig Übung hatte ich schon in der Umstellung von Altbewährtem, weil ich vor kurzem auch meine Technik verändert habe, das “S” zu sprechen. War früher gezischt, jetzt weitgehend nicht mehr. Bin also als alter Hund auch noch bereit, neue Tricks zu lernen. Und das Ballengehen fällt mir zusehends leichter. Wirkt zwar immer noch etwas staksig, fühlt sich aber im Vergleich viel besser an als der alte Hackengang. Bin also gerade in der Übergangsphase, wo das Neue noch nicht ganz Normalität geworden ist. Du kannst ja auch mal in Dein Herz gehen, um zu erfahren, ob der Ballengang für Dich der Richtige sein könnte. Sage dafür ICH GEHE IN RESONANZ ZUR BEDINGUNGSLOSEN LIEBE, spüre die Wärme, die Weite oder die FREUDE. Anschließend gehst Du in Resonanz zum Hacken-, bzw zum Ballengang. Finde selbst heraus, was sich für Dich besser anfühlt.

Für mich ist der Gang über den Ballen auf jeden Fall der Richtige, auch wenn ich in der Übergangszeit eigenwillig aussehen mag.

…“

Quelle: http://www.du-bist-da.net/spitze-hacke-spitze-hacke/

Ballengang ist natürlich!


Ballengang ist natürlich

Ballen-Gehen-Heisel„…Kleine Kinder machen es noch richtig. Ohne Schuhe laufen sie von Natur aus im sogenannten Ballengang.

In das gleiche Bewegungsmuster verfällt auch der ausgewachsene Fuß, befreit man ihn von einer engen Hülle: Bei jedem Schritt setzt der Läufer mit dem Vor- oder Mittelfuß auf. Erst danach berührt die Ferse den Boden. In dieser Reihenfolge kann der Ballen seine Wirkung als perfektes Federelement entfalten. Unter dem Druck geht der Vorfuß in die Breite, die Zehen spreizen sich.

Das erspart dem Körper den Rückstoß in die Wirbelsäule. Beim Abdrücken wiederum wirkt das System umgekehrt. Die Fußmuskeln ziehen sich zusammen und sorgen für extra Schwung. Das entlastet die Beinmuskulatur und schont die Kniegelenke.

Der Ballengang lindert sogar das Verletzungsrisiko. Denn starke Fuß- und Zehenmuskeln mindern die Belastung für einzelne Knochen und Bänder. „Die häufigsten Verletzungen treten an der Achillessehne auf. Vor allem dann, wenn Schuhe den Fuß stark auf der Innenseite stützen“, erklärt Uwe Wegner, leitender Arzt des deutschen Leichtathletik-Verbandes. Normalerweise rollt der Fuß über den großen Zeh ab. Viele Schuhmodelle lenken diese Bewegung aber auf die Außenkante um. Der große Zehenbeuger, einer der wichtigsten Muskeln im Fuß, ist dann kaum noch gefordert.

…“

[Quelle: http://www.merkur.de/index.php?id=36353] -> leider nicht mehr online!