Alles über das natürliche Gehen im Ballengang


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Sehr geehrter Besucher,

ich freue mich über Ihr Interesse an ballengang.de, dem Portal für

körpergerechte, gesunde und effiziente Fortbewegung!

Sie sind herzlich zum Schmöckern, Grübeln und Schreiben eingeladen, oder auch zum Lernen!

Ich stelle Ihnen gerne meine langjährige Erfahrung und Know-How als Körpercoach und Faszientherapeut über den Ballengang zur Verfügung:

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„Manchmal genügt eine einzige kleine Veränderung Ihrer Bewegungsgewohnheiten und Sie werden ein ganz neuer Mensch!“

Stefan Heisel

Ballengang lernen: Was sagen Seminarteilnehmer?


oder: Was nimmt man denn so beim Gehen wahr?

-> Nächstes Ballengangseminar 1. + 2. Oktober ’16 in Seelze (Hannover) 

Ballengang_Seminare_Stefan_Heisel

 

Hallo liebe Leserin, lieber Leser, Ballengänger und Interessierte an natürlicher Bewegung.

Neulich war ich mal wieder auf einer tollen Jam von Contact Improvisation.
Was das genau ist und wieso ich mich dafür auf eine gewisse Weise interessiere, schreibe ich gerne mal bei Gelegenheit gesondert auf.

Kurz für die, die es nicht kennen: Contact Improvisation. Es geht darum, intuitive Bewegungsimpulse zu spüren und diese in einer Art freiem Tanz umzusetzen. Dabei gibt es keine Grenzen des Ausdrucks bis hin zum Stillstehen oder Liegen. Das besondere hierbei ist, dass dabei auch Kontakt zu Mittänzern gesucht wird und durch diese direkten Berührungen/Impulse oder auch bloß Gesten aus der Entfernung die Bewegungen aller gegenseitig beeinflusst werden.

Einmal fiel mir dabei ein junger Mann auf, der eine Weile damit beschäftigt war, ganz langsam zu Gehen mit geschlossenen Augen und dabei eine gewisse innere Aufmerksamkeit zu erlangen. Was ich als Körpertherapeut dabei beobachten konnte, war, dass der Körper inklusive Schulter und Arme weitestgehend starr blieb und gebeugt und einzig die Füße, mit der Ferse aufsetzend, bemüht waren, den Boden zu ertasten.

 

Mir fielen sofort duzende Dinge auf, die viel eindringlichere und ganzheitlichere Sinneseindrücke bei dieser Art Meditation hätten liefern können und bei denen man sich ganz frei und lösgelöst hätte Bewegen können. Wo beginnt eine Bewegung, wo ist was wann überhaupt in Bewegung und wo finden Verläufe statt, die den ganzen Körper aufrichtend durchziehen, wo gibt es Rotationen im Körper und was haben der Rumpf und der Kopf mit all dem zu tun, oder gar der Kiefer …?

Dieses kleine Erlebnis und vor allem viele Nachfragen nach neuen Seminaren hat mich dazu bewogen, Eindrücke von Teilnehmern des letzten Ballengangseminars in Bad Steben mit Einverständnis der Verfasser zu veröffentlichen:

[Feedbacks]
„Das Ballengang und Faszienseminar in Bad Steben 2016 habe ich als entspannt, organisiert, produktiv und nachhaltig für mich wahrgenommen. Beim Ballengang den ganzen Körper und komplexe Bewegungsabläufe zu berücksichtigen war für mich in dieser Form neu und stellte mich durchaus auch vor einige Herausforderungen. Durch die große Anzahl an Übungen und das Kleinschrittige Vorgehen des Seminarleiters konnte ich jedoch gut folgen und war stehts motiviert. Für meinen Alltag habe ich mir besonders mitgenommen immer nur eine Übung bzw. einen Bestandteil zu übernehmen und diesen zu trainieren bevor ich mit dem nächsten Schritt weiter mache. Da ich blind bin, und diesen Umstand auch vorab mitgeteilt hatte, hatte der Seminarleiter stets ein besonderes Auge auf mich bei den praktischen Gruppenübungen im Raum. Dieses half mir mich nicht nur auf meine Bewegungen im Raum sondern vorrangig auf den Übungsinhalt zu konzentrieren. War mir ein Stuhl für eine Übung zu hoch so trug der Seminarleiter sofort alternatives niedrigeres Ersatzmaterial herbei. Auch in der Verbindung mit dem Gang nach draußen und das Erproben der neu erlernten Kenntnisse empfand ich das Seminarwochenende als ein rundum gelungenes Wochenende für mich.

Wer also bislang die 2stündigen Standard-Kurse zum Ballengang besucht hat, bei denen einem beigebracht wird „einfach auf dem Ballen auftreten und los legen“ kann bei Stefan Heisel ein wesentlich ganzheitliches Herangehen an das Thema erleben und erlernen. Das Seminar kann ich somit uneingeschränkt weiterempfehlen.“

Freundliche Grüße aus Herne

Simon Janatzek, Diplom-Pädagoge

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spontane Rückmeldung:

„Hallo Stefan, … Jetzt, wo die vielen Eindrücke schon ein bisschen „gesackt“ sind, wollte ich nochmal sagen, wie toll, interessant und  doch auch verändernd, das Seminar war.

Ich mag keine Schuhe mehr an meinen Füßen leiden!!!!  Es ist ein Gefühl von neuer, dazu gewonnener „Freiheit“. Und das Körpergefühl und-empfinden ist auch intensiver. An meinem älteren Sohn habe ich gleich einiges ausprobiert und er empfand es als sehr angenehm und entspannend. Ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und hoffe auch bei mir auf Verbesserung meines Befindens.

Mein Wesen ist eher etwas ruhelos und ungeduldig, aber deine ruhige Art und dein ausgeglichenes, geduldiges Wesen( so scheint es jedenfalls J )bringt einen „runter“ und wirkt beruhigend. Rundum war es jedenfalls ein tolles Erlebnis.“

Marion E.- S. aus Gfell

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Wenn du deine Chance auf den Intensivkurs Ballengang und Faszienarbeit in 2016 noch nutzen möchtest, dann schau unbedingt HIER vorbei.

Bei Fragen oder Wünschen für Alternativseminare oder Einzelcoaching, schreib mich gerne an, wir finden immer eine Lösung:

info@ballengang.de

Schöne Sommertage und herzliche Grüße,

Euer Stefan Heisel

Ballengang_Körperstruktur_Heisel

Richtig Gehen lernen (7a)- Barfuß gehen – Teil 1


barfuss_laufen Richtig barfuß gehen (1)

Liebe Leser von ballengang.de

Ja, so ganz allmählich beginnt es hier und da frühlingshafter zu werden. Die ersten botanischen Vorboten sind längst da und auch die Vögel freuen sich schon auf den Neubeginn ihres Zyklus.
Und für manch einen ist es auch spätestens sehr bald die Zeit, sich auch draußen mehr dem barfuß gehen zu widmen. Endlich🙂

Doch wie verhält es sich denn damit genauer? Warum geht man barfuß?

Freiheitsgefühl? Gesundheitsbewustsein bzw. Fitness? Alternativ Leben?

Wie dem auch immer sei. Mir ist aufgefallen, dass wir in der Regel total schuh-adaptiert sind und auch lange Zeit barfuß so gehen, als trügen wir Schuhe. Deshalb bedeutet barfuß gehen an sich noch nicht zwingend, dass man sich besonders natürlich bewegt.

Auffallend oft bekomme ich Anfragen von Lesern, die über Schmerzen oder zumindest Schwierigkeiten berichten, wenn sie versuchen barfuß zu gehen und dazu auch noch den Ballengang ausprobieren. In Wahrheit ist es aber so, dass Schuhträger einfach noch lange nicht die für den natürlichen Gang notwendige muskuläre und vor allem fasziale Struktur (also die stützenden und federnden Elemente) ausgebildet haben. Dann kann man „technisch“ zwar eine Weile lang alles richtig machen, aber real kommt das einer Überforderung gleich.
Insbesondere sehe ich ein gewisses Risiko darin, wenn sofortig sogenannte „Barfußschuhe“ angeschafft werden und diese dann sofort die bisherigen Schuhe ersetzen.

Dass dann Beschwerden auftreten, Reizungen von Strukturen, Überlastungen und auch ein wenig Frustration, ist ja fast schon vorprogrammiert.
Dieses Phänomen tritt meiner Überzeugung nach beim Tragen von Barfußschuhen viel stärker auf als beim tatsächlichen richtigen barfuß gehen!

Und die Erklärung dazu ist eigentlich ganz einfach:

Unser Nervensystem ist seit frühester Kindheit darauf ausgelegt, stets draußen Schuhe an den Füßen zu haben, diese zu spüren und den Gang den physikalischen Eigenschaften der Schuhe anzupassen. Alle Schuhe haben eine verstärkte Ferse und einen Absatz (oder eine Sprengung) von mindestens 0,5 bis 1 cm Höhe. Gerade Sportschuhe haben zusätzlich auch eine Dämpfung (Air … etc), um den Gebrauch der Ferse zu unterstützen und um jegliche Eigendämpfung aus de ganzen Körper heraus lahmzulegen. Dadurch erhält unser Nervensystem ein deutlich verfälschtes Feedback bei jedem Schritt:

  • Der Untergrund ist sozusagen immer gleich
  • Es gibt entweder einen notwendigen Stoß auf den Absatz ohne die Möglichkeit diesen abfangen zu können
  • oder es gibt eben keinen Stoß mehr bei guter Dämpfung.
  • Der Fuß hat fast immer eine Stütze von unten, genannt Fußbett, damit er, wie der Name schon sagt, im Schuh „schlafen“ kann.

Diese Summe von verfälschten Eindrücken spiegelt sich als eine Wahrnehmung wieder, die automatisch vom Gehirn suggeriert wird, sobald etwas Schuhartiges den Fuß umgibt.

Und jetzt kommts: Tragen wir nun also Schuhe, die sehr wenige der verfälschenden Eigenschaften besitzen (wie bei besagten „Barfußschuhe“ das mehr oder weniger der Fall ist), dann glaubt der Körper nach wie vor, dass er geschützt, geschützt und schräg gestellt ist. Dementsprechend wird er viel schwerer sein gesamtes (!) Bewegungsmuster umstellen als er das ganz ohne Schuhe tut!

Wir gehen also mit Barfußschuhen immer noch sehr ähnlich wie wir es immer in Schuhen getan haben, obwohl die Belastung auf Füße, Knie, Rücken etc. tatsächlich eine andere ist. Und wir tun dies aus einem guten Willen heraus (weil barfuß ja sooo gesund ist) oftmals recht radikal.😉

Die Folge ist, dass tatsächlich durch totalen Wechsel auf Barfußschuhe OHNE wirklich das barfußgehen zu beherrschen, eher Probleme auftreten als dass es tatsächlich dem natürlichen Gehen zuträglich wäre.

Deshalb kann ich nur immer wieder dazu raten, sich bezüglich des Ballengangs auf das reale barfüßige Gehgefühl einzustellen, zu üben, sich zu konditionieren. Dann abzugleichen auf das ganz andere Gefühl in Schuhen (egal welchen) und dann allmähllich zu spüren (aufgrund des EIGENEN GEFÜHLS (!) und nicht weil es jetzt hipp ist🙂 ) welche Art von Schuhen denn gerade angenehm ist.

Es ist wie bei allem: es macht nicht das Hightech – Fahrad den guten Radsportler aus, auch nicht der aquadynamische Badehosenstoff den guten Schwimmer und nicht der Barfußschuh den ökonomisch-natürlichen Gänger aus, sondern der Mensch in seiner ihm höchst eigenen Form und Funktion!🙂

Wenn Sie bis hierhin gelesen haben, möchte ich Ihnen gerne noch ein kurzes Video vorstellen, in dem ich einen der großen Fehler aufzeige, der mit Sicherheit so gut wie jedem Barfußgänger passiert, wenn er mal eben die Schuhe weglässt oder jahrelang vielleicht einer ungünstigen Geh-wohnheit anheim gefallen ist.

Viel Spaß beim Video und viel Erfolg beim Entdecken und Forschen!

Ihr Stefan Heisel

Richtig Ballengang Lernen!


Sehr geehrter Leser,

Das Wetter wird allmählich einladender zu Spaziergängen der mehr barfüßigen Art in der Natur. Zeit, sich (wieder) mehr der richtigen Gangtechnik und Körperarbeit zu widmen.

Deshalb gibt es auf Anfragen vieler begeisteter Ballengangfreunde auch in 2016 wieder das erste exklusive Seminar:

Am Wochenende von 19. – 20 März 2016 findet in Bad Steben / Franken ein exklusives Ballengangseminar statt.

Zwei Tage intensiver Unterricht und individuelles Arbeiten am eigenen Gangbild mit Bodymotic-Founder Stefan Heisel aus Mannheim.

Sichern Sie sich jetzt noch Ihren Platz, pünktlich zum Saisonstart 2016!

-> http://badsteben.ballengang.de <-

Plakat-BadSteben

Bewährt: Ballengang lernen bei Hannover


Haus

Haus „La Vie“ im WiGro-Gewerbepark Seelze

Liebe Leser, nach längerer persönlich bedingter Schreibpause darf ich Ihnen heute mit Freude einen Bericht über das jüngste Ballengang-Wochenende präsentieren.
Am letzten Juni- Wochenende ’15 trafen wir uns mittlerweile zum zweiten Mal in Seelze /Hannover und verbrachten im Seminarhaus „LaVie“ interessante, lehrreiche und gesellige Stunden.
Wir, das sind begeisterte Ballengänger(innen) aus dem norddeutschen Raum und den Mannheimer Seminarleiter Stefan Heisel.
Doch womit kann man sich eigentlich ein ganzes Wochenende lang zum Thema „natürliches Gehen“ beschäftigen?

Die Übungen:

Anschauliche Präsentationen

Anschauliche Präsentationen

Samstag morgen, nachdem alle Teilnehmer angekommen sind, startete Stefan Heisel per Flipchart mit der Klärung, worin krankmachende Faktoren im Leben zu finden sind und welche davon durch andere bessere Bewegungsweisen positiv beeinflussbar sind.

In der anschließenden Vorstellungsrunde eröffneten sich in der Runde zahlreich hochinteressante persönliche Begebenheiten und gemachte Erfahrungen, so dass sich ein bereichernder Dialog und Austausch schon zu Beginn einstellte.

Kurze Mitschrift zwischen den Übungen

Kurze Mitschrift zwischen den Übungen

Ans Eingemachte ging es dann bei den von Stefan Heisel entwickelten fünf Grundprinzipien des Ballengangs, die bisher nur auf Seminaren live unterrichtet werden.
Was im gesamten Verlauf entscheidend war, ist die Tatsache, dass sich bei jeder Einzelbewegung immer auch der gesamte Körper mitbewegt/ mitschwingt und so dafür sorgen kann, dass uns Bewegungen leichter oder schwerer fallen und sogar zu einer Belastung bis Schädigung führen können.
Durch simple Übungen wurden den Teilnehmern diese Zusammenhänge immer klarer.

Ballengang_Seminar_Seelze1

Hohe Konzentration auf den Körper

Die Praxis:

Der Sonntag war dann Praxistag. Etwa 200 Meter vom LaVie entfernt, beginnt ein größeres Stück freie Natur mit sehr schönen Waldwegen. Diese nutzten wir für einen zweieinhalbstündigen Freigang in barfuß und komplettierten die zuvor gemachten Gehprinzipien mit speziellen Körperübungen und kleinen Spielen. Dabei hatten wir so viel Spaß, dass eine einheimische Wanderin mit Hund uns erklärte, man solle sich im Wald gefälligste leise verhalten …. Herrliches Feedback!🙂

Anwendung im Wald

Anwendung im Wald

Anschließend wollte Stefan Heisel noch mal alle Erfahrungen revue passieren lassen, wurde aber von den praxisbezogenen Fragen der begeisterten Teilnehmer so überschüttet, dass das Seminar letztlich eine ganze Stunde länger ging als geplant. Aber es hat sich gelohnt. Es war ein rundum erfüllendes Wochenende.

Individuelle Ganganalysen

Individuelle Ganganalysen

Die Ganganalyse:

Auch dieses Mal haben sich Teilnehmer dazu entschlossen, sich von vor und nach dem Seminar eine Videoanalyse ihres Gangbildes sowie ihrer Körperstruktur anfertigen zu lassen. Diese sind zur Zeit (8.7.15) noch in Arbeit. Die fertigen Videos liefern dann dauerhaftes konkretes Anschauungsmaterial über sich selbst mit genauen Analysen in bewegtem Bild, Standbild, Zeitlupe, Zeichnung und Ton, das immer wieder genutzt werden kann.

Bodymotic-Faszienbehandlung
Bodymotic-Form: Die Faszienbehandlungen

Die Faszienbehandlungen:

Am Samstag nachmittag bis Abend konnte Stefan Heisel eine Kostprobe von den Möglichkeiten einer manuellen Faszienmanilulation bieten. Leider nur für eine limitierte Zahl an Teilnehmern, die sich vorangemeldet hatten. Diese Möglichkeit wurde gerne genutzt und führte zu guten Ergebnisse, die eventuell den einen oder anderen Kollegen vor Ort als Fortsetzung aktiv werden lässt.

 Das LaVie

Seminarraum_LaVie-Seelze

Zum zweiten Mal bewährte sich das Seminarhaus LaVie als ein Ort des Wohlfühlens und Entspannens rund um den Seminarablauf. Das Haus liegt im WiGro Gewerbepark in Seelze bei Hannover. Es ist von Grünflächen umgeben, besitzt eine große und um das halbe Haus verlaufende Holzterasse und bietet unerwartet viel Ruhe und Abgeschiedenheit.

-> Ideal für Seminare über mehrere Tage.

Das Erdgeschoss besteht aus einem für zehn Teilnehmer ausreichenden und hellen Seminarraum mit Holzkamin und mehreren großen Glastüren mit uneingeschränkter Sicht nach draußen. Daran ist eine moderne Wohnküche angegliedert sowie ein separater Behandlungsraum und ein Badezimmer. Im Obergeschoss gibt es drei große Gästezimmer und ebenfalls ein großer Baderaum mit großer Dusche und Badewanne.

Helle, hüsche Zimmer mit Balkon

Helle, hüsche Zimmer mit Balkon

An diesem Wochenende haben wir uns teilweise selbst versorgt und so entstand ein geselliges, wohnliches Miteinander.

Ich bedanke mich herzlich bei den Gastgebern Stefan Grote und Isabelle Breitenbach für die Bereitstellung dieses außergewöhnlichen Anwesens.

Und ganz besonders bedanke ich mich bei der Begeisterung und der menschlichen Präsenz meiner Teilnehmer, mit denen es mir viel Spaß machte zu arbeiten.

Herzliche Grüße, Ihr Stefan Heisel

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Teilnehmerfeedback:

Lesen Sie nun Stellungnahmen von Menschen, die an diesem Wochenende teilgenommenhaben:

Ilka in Ballengangaktion

Ilka in Ballengangaktion

„Lieber Stefan,

ich fand das Ballengangseminar sehr bereichernd!

Ich übe schon eine Weile Barfußgehen und weiß jetzt sicherer auf was ich achten darf und was für mich beim Gehen wichtig ist.

Ganz besonders schön finde ich deinen ganzheitlichen Ansatz, nicht nur die Füße und den Gang, sondern den Menschen in seiner körperlichen und auch mentalen Haltung als Ganzes zu betrachten und diese wichtigen Aspekte miteinzubeziehen. Das konnte ich mit den Körperübungen super umsetzen.

Nicht zuletzt empfand ich dich als einen sehr angenehmen, kompetenten und herzlichen Seminarleiter.

Mir hat es wirklich supergut gefallen, ich hätte noch locker weitere Seminartage dranhängen können.

Vielen Dank an dich!“

 Ilka Hempel

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Ballengang_Baumstamm1

Heike bei der Baumstamm-Challenge

„Das war es also endlich, das lang ersehnte Ballengang-Wochenende.

Seit vergangenem Dezember bin ich mehr oder weniger Vorfuß-orientiert unterwegs und obwohl ich eifrig den E-Mail-Kurs durchgearbeitet und auch sonst im Netz geforscht hatte, blieben doch etliche Fragen und Unsicherheiten bestehen.

Stefan hat uns geduldig und überaus kompetent Feinheiten wie den langen Bauch, Knierotation und die richtige Dynamik nahegebracht. Die Beschäftigung mit Themen wie Balance, Aufrichtung, Fokus ist schon an und für sich wohltuend und heilsam, um so mehr, wenn sie von einem so authentischen Lehrer vermittelt werden.

Schon alleine seinen Bewegungen zuzuschauen war eine reine Freude.

Ein besonderes Highlight war natürlich auch die Barfußwanderung durch den Wald. Nachdem mich die Vorstellung zunächst eher beunruhigt hatte, erwies sie sich tatsächlich zwar fast als Reizüberflutung, aber gut zu bewältigen. Eindringlicher kann man wohl nicht erfahren, auf wie viele Sinneswahrnehmungen man in Schuhen verzichtet.

Nach zwei gleichermaßen entspannten wie anregenden Tagen bin ich sicher: Ich werde weitermachen,  auch wenn es (konstitutionsbedingt) manchmal noch heftig ziept und hakt.“

Heike Wehn

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Alex kurz vorm Sprung

Alex kurz vorm Sprung

„Ein absolut rundes Ballenwochenende!

Die Erarbeitung der einzelnen Aspekte des Ballengangs waren absolut aufschlussreich und haben mir ein
tieferes Verständnis für die Bewegungsabläufe des Körpers gegeben. Und das sehr intuitiv und mühelos, da es um das ent-decken und erspüren eines ursprünglichen Bewegungsmusters ging. Damit bleiben alle Bausteine
auch nachhaltig präsent für das weitere, individuelle Entdecken das Ballengangs.

Hinzu kamen auch noch viele Querverweise in die Zusammenhänge mit der Kampfkunst, das war ebenfalls wundervoll!

Daher ein großes Dankeschön an Stefan für dieses absolut weiter emfpehlenswertes Wochenendseminar!“

 Alexander Kläser (http://klaeser.me)

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Kerstin tastet sich vor

Kerstin tastet sich vor

„Hallo Stefan,

ich möchte mich noch einmal für das schöne Seminar in Seelze bei Dir bedanken! Ich habe dort nicht nur nette Menschen kennengelernt und „technische Details“ zur Verbesserung meiner Körperhaltung erfahren, sondern bin auch in meiner persönlichen Entwicklung ein Stückchen weiter gekommen.

Du hast mit Deiner freundlichen und toleranten Art vermittelt, dass Bewegung von Körper und Geist für die Beweglichkeit von beiden unabdingbar ist und dass sich die Bewegung des einen auch positiv auf den anderen auswirkt.

Für die Freude an der Bewegung ist der richtige (natürliche) Bewegungsablauf wichtig und hierfür habe ich als wichtigste Punkte das „Doppel-Z“ und den „langen Bauch“ mitgenommen. Darüber gelesen hatte ich natürlich vorher schon, aber ich konnte vor dem Seminar nicht wirklich etwas damit anfangen. Jetzt wo ich verstanden habe, worum es geht, hilft mir das sehr viel weiter. Nicht nur beim Gehen, auch beim Sitzen und Reiten, mein Pferd dankt es Dir😉.

Die Übung im Wald (das lange Stillstehen) fand ich in diesem Moment sehr anstrengend, hat mir aber im Nachhinein zusammen mit Deiner Erklärung einmal mehr aufgezeigt, dass wir selber die Verantwortung für uns und unser Wohlbefinden tragen und dafür auch ein wenig tun müssen.

Sehr hilfreich und angenehm fand ich die Faszienbehandlung und ich kann sie nur jedem empfehlen. Und nicht zuletzt haben auch das schöne Seminarhaus und die anderen Teilnehmer zu einer freundlichen Atmosphäre beigetragen.

Vielen Dank und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deinen Seminaren!“

Kerstin T.

Zeige mir, wie du gehst und ich sage dir, wer du bist


Oder

Wie unsere Körperstruktur und Bewegung unser Inneres ausdrückt

Liebe Leser, wir alle haben eine intuitives, angeborenes, bzw. sehr früh erlerntes natürliches Fähigkeit, die uns auf einen Blick die Stimmungs- und Gefühlslage unserer Mitmenschen erkennen lässt. Es fällt uns leicht, Zustände wie Freude, Angst, Niedergeschlagenheit, Selbstsicherheit anhand der Körperhaltung, Gestik und Mimik klar zu unterscheiden. Diese Körpersignale laufen aber nicht nur grob ab, sondern bestimmen bis in feinste Nuancen in überragendem Maß unsere Kommunikation und unsere Einschätzung bzw. sogar Bewertung untereinander.

Menschen, die sich mit darstellender Kunst, Schauspielerei oder auch mit Malerei, Fotografie und Bildhauerei beschäftigen, erlangen automatisch ein überdurchschnittliches Wissen über Körpersprache. In diesen Berufen geht es in außerordentlicher Weise um den Ausdruck aller denkbaren menschlichen Befindlichkeiten in Zusammenhang mit dem körperlichen Ausdruck.

Der weltbekannte Pantomine und Experte für Körpersprache Samy Molcho hat durch seine berühmten Werke [->Körpersprache], die in keiner Hausbibliothek fehlen sollten, viel zum Verstehen unserer Gestik und Mimik beigetragen.

Doch es geht noch weiter: Beginnend mit der Wissenschaft der Psychologie und den damit auch teilweise einhergehenden westlichen Körpertherapien, erlangte man immer weitreichendere Erkenntnisse um den Zusammenhang zwischen Körper, Fühlen und Denken. Daraus folgernd geht es bei weitem nicht mehr „nur“ darum, die momentane Körpersprache zu deuten (oder bewusst darzustellen) sondern auch darum, bestehende Probleme körperlicher wie psychischer Art nicht mehr isoliert zu betrachten, sondern deren Einfluss aufeinander zu erkennen.
Eine solche Erkenntnis besteht beispielsweise darin, dass bestimmte Lebensereignisse positiver wie negativer Art, die in der konkreten Situation eine körperliche (Schutz)Reaktion veranlassten, im späteren Leben – also wenn dieses Ereignis überhaupt keine Relevanz mehr hat – immer noch unbewusst aufrecht erhalten wird und letztlich als „normale Körperhaltung“ fest abgespeichert wird.
Ein klassisches Beispiel soll das verdeutlichen:
– Ein von Geburt an neugieriges Kind möchte möglichst viel in seiner Umwelt erkunden und greift daher natürlicherweise nach jedem Gegenstand in seiner Umgebung, um ihn zu berühren, je nach Alter noch zum Mund zu führen, mit ihm zu spielen, sein Gewicht zu spüren, ihn fallen zu lassen etc. Das Umfeld des Kindes findet dieses Verhalten unangemessen (es versteht die Wichtigkeit dieser Entwicklungsphase nicht) und maßregelt das Kind konsequent mit Entzug von Gegenständen und einem Klaps auf die Finger, wenn ein „unerwünschter“ Gegenstand genommen wird.

Diese regelmäßige Erfahrung (es kann auch eine besonders heftige einmalige Erfahrung sein) „Schmerz und Tadel beim Greifen von Sachen“ wird in der Situation als körperliche Reaktion ausgelebt: Die Hände werden zurückgezogen , die nächsten Erkundungen erfolgen zurückhaltender, vorsichtiger, insbesondere dann, wenn andere Menschen in der Nähe sind, die Schmerz und/oder Tadel verursachen könnten. Ein solches Kind kann als körperliche und psychische Manifestation dazu neigen, generell zögerlich bei allem zu sein, was Erkunden, Zupacken und Zugehen auf andere Menschen sein. Das äußert sich dann, dass der Händedruck passiv und schwach ausgeführt wird, bzw. sogar möglichst vermieden wird. Die Arme hängen bei einem solchen Menschen schwach/lasch und sehr körpernah am Rumpf herunter, sie kleben regelrecht an ihm. Die Schultern bilden sich relativ schwach aus, bzw. neigen verstärkt zum Vorwölben, was wiederum die freie Atmung behindert und quasi schon einen Rundrücken vorprogrammiert.

Gleichzeitig mit den sichtbaren körperlichen Besonderheiten finden wir auch im Inneren starke Parallelen: Neue Aufgaben werden mit übergroßer Vorsicht angegangen. Offensives Vorgehen, Selbstverwirklichung sind stark gedämpft. Dagegen ist als Kompensation dafür eine übergroße Anpassung und Weisungsgebundenheit vorhanden.
Was also im Inneren an Vorsicht und Zurückhaltung aus einer bestimmten prägenden Erfahrung heraus entstanden ist (weil das Anpassen alters-, und umständebedingt weniger Leid erzeugte als das Rebellieren) zeigt sich im Körper durch eine entsprechende Struktur (schwach ausgeprägte schlaffe Arme, Schultern, inklusive Rundrücken).

Und die KörperSTRUKTUR ist im Gegensatz zur momentanen HALTUNG oder GESTE eine FESTE Größe, die sich nicht unmittelbar und kurzfristig willentlich verändern lässt!
Anhand dieses Beispiels lässt sich erahnen, welch ein Universum von Zusammenhängen zwischen Körperstruktur, Bewegung und Gefühlen, Gedanken, Selbstbeschränkungen oder auch Freiheiten zu entdecken sind.
Wer sich mit diesen relativ neuen und aktuell auch in der Faszienforschung behandelten Zusammenhängen näher beschäftigen möchte, der kann sich beispielweise mit der Bioenergetik näher befassen. Oder auch zum Einstieg dieses faszinierende schon was ältere Büchlein „Botschaften des Körpers“ zu Gemüte führen

Kommen wir wieder zu Gehen zurück! Bei diesem zutiefst persönlichen Bewegungsmuster treten nahezu alle existierenden Körpererfahrungen, Befindlichkeiten, Beschränkungen und auch Freiheiten in Erscheinung. Genau deshalb ist es ja meistens auch nicht so einfach, bei Erkennen von Änderungsbedarf sein gehen „mal eben“ umzustellen. Vielmehr bedarf es mehrerer Bausteine oder auch „Bewegungsschlüssel“, um die eigene Gewohnheit gewissermaßen zu überlisten und damit umzuprogrammieren. Aber nicht nur das „anders Bewegen“ kann in diese festen Gewohnheiten eingreifen, sondern auch zweit weitere wichtige Ansatzstellen:

1. Die innere Faszienstruktur bestimmt, welche Bewegung und Haltung überhaupt physisch möglich ist, zumindest mühelos möglich ist. Die Faszien besitzen unter Anderem ein Gedächtnis für das subjektiv „Normale“. Die detaillierte Art und Weise, wie wir sitzen, stehen, gehen, heben, hantieren ist in Faszien und Zentralnervensystem abgespeichert und funktioniert völlig unbewusst. (Um das Bewusstsein für die generelle Planung unserer Handlungen nutzen zu können und Überforderungen zu vermeiden: Solche eine Überforderung tritt dann ein, wenn etwas völlig Neues getan wird und das wäre für den Alltag fatal) Wenn also Beispielsweise „Fersengang“ im gesamten Faszien- und Nervennetzwerk als „normal“ anerkannt ist, bewirkt eine direkte manuelle Faszienmanipulation auch eine erhöhte Toleranz für Neues und Leichteres. Daher ist Arbeit an den Faszien immer auch eine essentielle Vorbereitung auf andere/neue Alltagsbewegungen.(Alltagsbewegungen werden hier bewusst von Bewegungen aus Sport, Beruf, Hobby differenziert, weil diese immer unbewusst und äußerst persönlich und intuitiv gesteuert sind, daher auch entsprechend anders zu verändern sind als kulturelle Techniken aller Art)
2. Mentale Arbeit: Es nützt nichts, wenn man sich seine Alltagsbewegung und -haltung „hart erarbeitet“, wie man das beispielsweise vom Sport kennt. Denn unser Körper möchte es im ALLTAG bzw. PRIVAT stets angenehm und bequem, oder auch einfach „schön“ haben. Üben wir nun also Ballengang als strenges Übungsprogramm, zu dem wir uns zwingen müssen, dann haben wir den Sinn von ALLTAGSbewegungen noch nicht begriffen. Um nämlich unbewusst das zu tun, was wir automatisch als „richtig“ und „gut“ wahrnehmen, sollte die Situation, in der wir üben, auch genau diesen positiven Hintergrund haben. Es gilt also, sich beim bewussten „Üben“ des Ballengangs in einen positiven Zustand zu versetzen, sich über seine Bewegung zu freuen und die Veränderungen richtig zu genießen! Das kann auf verschiedene Weise geschehen:

– in einer Gruppe Gleichgesinnter üben, wandern, ..

– sich das Privileg, barfuß zu sein herausnehmen und stolz darauf sein

– sich innerlich frei fühlen, ungeachtet dessen, was Leute denken

– sich etwas Besonderes leisten in Zusammenhang mit Ballengang (ein Buch, neue Schuhe, eine Reise, ein Seminar, …) = Belohnung!

– (innerlich) singen, pfeifen, tanzende Schritte einbauen

Dauergrinsen beim bewussten Üben …

Wie Sie es auch anstellen – Sie weden mit dem anderen Bewegen auch andere Gefühle erleben und auch anders Denken. Vielmehr denken Sie ja bereits jetzt schon anders, sonst würden Sie gar nicht bir hierher gelesen haben.😉

Ich wünsche viel Freude und Spaß am persönlichen Wachstum bei allem, was Sie tun!

PS: Richtige persönliche Selbsterfahrung beim Gehen gibt es -> hier <-

Weitere Infos zu Gehen und Fühlen gibt es in einem Artikel der Welt online von Oktober 14

Herzliche Grüße,

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Ballengang durch barfuß Gehen?!


Wie funktioniert denn nun natürliches Gehen?

Ballengang_barfuß_Heisel Sehr geehrte Leser,

Diese kontroverse Frage stellt sich in letzter Zeit immer häufiger, weil die Zahl derer, die sich der offiziellen Lehrmeinung (Fersengang) in der Praxis widersetzen, immer größer wird.
Wie wir wissen, definiert sich die offizielle und weltweit geltende orthopädische Gehschule u.a. dadurch, dass in der Landephase die Ferse aufgesetzt und danach über der äußeren Rand des Fußes nach vorne „abgerollt“ wird.

Alle Ärzte, alle Physiotherapeuten, alle Sportlehrer dieser Erde lernen diesen Gang in ihren Schulen und Universitäten, in Seminaren und Fortbildungen. Und geben dieses übernommene Wissen genau so an Schüler, Patienten und Klienten weiter.

Doch woher kommt eigentlich diese Sicherheit, diese Selbstverständlichkeit, dass dem auch so ist? Dass wir als Menschen von Grund auf solch ein Bewegungsmuster biomechanisch entwickeln? Es geht sogar so weit, dass der aufrechte Gang an sich als evolutionäre Fehlentwicklung (s. „Bilder der Wissenschaft“, Ausg. 3/2015, S. 24 ff) erklärt wird, die nach 40 Jahren Lebenszeit einfach nicht mehr taugt und folglich nur noch Probleme bereiten muss.
Mit anderen Worten: Rücken, Knie, Fuß, Hüfte seien in den mitteren Lebensjahren „bauartbedingt“ zu Schäden verdammt. (?)

Was dabei aber vergessen wird, ist dass die heutige Lebensweise, der Lifestyle, die Mode, die Gewohnheiten, der berufliche Alltag unserem in Jahrmillionen geformten Körper ebenso wenig entspricht wie der als „Sport“ oder „Fitness“ bezeichnete versuchte Ausgleich.

Denn wir sind ohne Zweifel immer noch ein höchst effizient und ökonomisch arbeitender Bewegungskörper,
… wenn man ihn denn einfach nur „normal“ also artgerecht (be)nutzen würde!

Kein Mensch käme auf die Idee, ein Pferd auf ein Laufband zu stellen, ausgestattet mit federnden Schuhen mit Hufbett, niemand würde einem Elefanten Absätze verpassen, einen Welpen mehrere Stunden am Tag in der Hundeschule stillsitzen lassen oder seine Katze in eine Maschine setzen, die per Gewicht und Seilzug ihre Vorderbeinmuskeln trainiert…
All das und noch viel mehr tun wir aber der Bewegungsspezies „homo sapiens“ an und zwar per Verordnung, als Schulpflichtprogramm und halten das für Fortschritt…
Wen wundert es da, dass wir im Grunde genommen völlig verlernt haben, was und wer wir eigentlich körperlich sind?
Wir benötigen Trainingspläne, die uns anordnen, welche Übungen wann und wie oft zu absolvieren sind, um einen „starken Rücken“ zu bekommen, oder wir benötigen „Vorturner“, die uns in Studios auf möglichst unterhaltsame Weise dazu motivieren, im Takt zur Musik beliebige Moves irgendwie nach zu machen, auf dass der Puls immer die richtige Schlagzahl für die gewünschte Art der (Fett)Verbrennung aufweist. Fett, dass wir im Wesentlich auch deshalb haben, weil wir per Auto zum Studio und wieder zurückfahren🙂

Zurück zum Gehen:
Betrachtet man die heutige Lehrmeinung, dann hat sich – wie immer das Geschehen konnte- diejenige Bewegung als „anatomisch korrekt“ durchgesetzt, die gar nicht mehr dem ursprünglichen Muster entspricht, sondern die sich seit der industriellen – und damit flächen- und massenübergreifenden (Schuh)industrie- als „normal“ verwandelt hat.
Ein stets barfuß gehender Mensch (der damit vom Fuß beginnend seinen Körper natürlich nutzt) wird niemals in das „orthopädische“ Gangmuster verfallen, das uns als medizinisches Nonplusultra empfohlen – ja verkauft- wird.

Nicht nur, dass genau dieses Gangmuster mit größter Wahrscheinlichkeit mitverantwortlich für quasi jegliche bisher „unbestimmbaren“ Rückenbeschwerden ist ( Verschiedene Quellen sprechen von 80-90% aller Beschwerden seien nicht bestimmbar)
Nein, es entspricht genau jenem Gehen, zu dem uns lediglich unser übliches Schuhwerk zwingt (Fersenbetontheit, Absatz, Fußbett, enger Zehenbereich, harte Sohle, ggf Schaft) das uns aber als natürlicher BARFUSSGANG beigebracht wird!

Wer jedoch offen durch die Welt geht, seinem Körper mehr vertraut, genau beobachtet und daraus lernt, der muss erkennen, dass diese „orthopädische“ Ganglehre, die in alle Bereiche hineireicht, von der Realität widerlegt ist.

Als eins von vielen Beispielen weise ich auf eine Reportage des SWR hin („Wie gesund ist barfuß laufen?“) , die zwar bereits ein halbes Jahr zurückliegt, aber glücklicherweise noch verfügbar ist. Es geht darin um eine junge Barfußgängerin, die nach einiger Praxis in das Ballengangmuster gewechselt hat und diesen nun ganz selbstverständlich praktiziert. Als Vergleich geht der Reportagepartner in dem zu fast 100% praktizierten schuhgewohnten Fersengang.

Sie, lieber Leser, sind jetzt dazu eingeladen, sich die Praxis der beiden Geher als authetisches Filmmaterial genauer anzuschauen und sich, unbedacht der im Film dargestellten Erklärungen ihren ganz eigenen Reim darauf zu machen.😉 Vorab sei von mir bemerkt, dass es interessant ist, den Gang der jungen Frau zu loben, gleichzeitig aber keinerlei Worte für das Aneignen eben genau dieses (Ballen)Ganges zu finden und Erwachsenen sogar noch weitgehend von all zuviel barfuß gehen wegen vorhandener „Fußschwäche“ abzuraten ….

–> Hier zum Film

ballengang_Schuhträger_Filmab

Herzliche Grüße,

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

Bodymotic-Coach Stefan Heisel

 

Das Frankenland lernt Ballengang!


Ballengang_BadSteben_Freiraum

Winterlich weißes Bad Steben

Sehr geehrte Leser, nachdem ich die Fotos erhalten habe, folgt nun der Bericht über das vergangene Ballengang- und Faszienwochenende im schönen Luftkurort Bad Steben im Frankenland.

Ganz besonders hat mich dabei gefreut, dass der Veranstaltungsort, die Biopension „Freiraum“ von einem begeisterten Ballengänger vorgeschlagen wurde, der dann auch maßgeblich bei der Vorbereitung und Vermittlung mitgeholfen hat.

 

Doch von Anfang an:

Ankunft Bad Steben

Ankunft Bad Steben

Die Anreise aus Mannheim gestaltete sich trotz obligatorischer Bahnverspätung reibungslos und es gab sogar ein kleines „Empfangskomitee“ am Zielbahnhof.

Nach entspannter Übernachtung starteten wir am Samstag dann erst mal mit einem veganen Frühstück, das, wie alle übrigen veganen Mahlzeiten des Wochendes vom „Freiraum“ gerichtet wurde.

In der Vorstellungsrunde zu Beginn stellten sich dann ganz mannigfaltige Geschichten um das „Warum Ballengang auf diesem Seminar lernen“ dar. So gab es sehr belesene Gäste, die in der Thematik „Faszien“ und „Ballengang“ absolut up to date sind und jetzt die Praxis kennen lernen möchten. Oder ein Fall, bei dem ein Gast über längerfristiges Ballengehen gute Erfolge bei fortgeschrittenem Hallux Valgus erzielte. Wieder andere wollte gerne das im Newsletterkurs Gelesene einfach mal „live“ eleben. Schließlich folgten sogar absolute Ballengang-Laien aus Neugier einer persönlichen Empfehlung, um das neue Bewegungsmuster richtig kennen zu lernen.

Balance und Struktur

Balance und Struktur

Dieser Runde folgte ein Vortrag über die Bedeutung des Ballenganges in Bezug auf Gesundheit, Entwicklung und Bewegung im Alltag.
In dem atmosphärisch sehr ansprechenden großen Übungsraum arbeiteten wir dann für den Rest des Tages intensiv an den fünf Prinzipien des natürlichen Gehens. Die Teilnehmer waren dazu angehalten, möglichst viel selbst zu probieren, zu verstehen und zu prüfen, bis letztlich alle Fragen und Probleme hinreichend geklärt waren.

Was mir bei den Übungen immer wieder auffällt, sind die Schwierigkeiten bei den Rotationen und

Intensive Rotationsarbeit

Intensive Rotationsarbeit

Gegenrotationen im Körper. Sobald es gilt, diese bewusst nachzuempfinden oder gezielt herbeizuführen, sperrt sich der Körper meistens dagegen. Hier kann ich Ihnen als Leser empfehlen, so oft es geht zu balancieren, auf einem imaginären Seil, auch und vor allem rückwärts. Die mit der freien Rotation verbundene Körperbalance ist einer der wichtigsten Schlüssel zum wirklich souveränen und geschmeidig leichten Ganges.

Der richtige Bewegungsrhythmus

Der richtige Bewegungsrhythmus

Am Nachmittag und Abend durften einige Teilnehmer ihre vorgebuchten Faszienbehandlungen genießen, die jeweils etwa 70 Minuten in Anspruch nahmen. Auch wenn der Zeitrahmen recht begrenzt ist, wird diese Gelegenheit immer wieder gerne genutzt, um eine Richtung zu spüren, wohin sich Beweglichkeit und Körperstruktur noch persönlich entwickeln können.

Mit den Faszien ging es dann am Sonntag weiter. Nach einer Einführung in die natürlichen Fußfunktionen und damit einhergehend mit den Eigenschaften von „gutem“ und „schlechtem“ Schuhwerk erlernten alle Ballengänger einen anschaulichen Lehrgang über 10 Faszientechniken für den Fuß zum Selbstanwenden. Dazu gab es auch Anleitungsmaterial und persönliche Einweisung in jede einzelne Technik.

Dynamik und Kraft

Dynamik und Kraft

So konnte am Schluss jeder in den Genuss seiner eigenen Behandlung kommen und hat natürlich die Möglichkeit, diese Kenntnisse immer wieder anzuwenden. Besonders dann, wenn die Füße müde oder überanstrengt sind.

Als besonderen Service konnte auch in Bad Steben eine Video-Ganganalyse in Anspruch genommen werden. Durch eine solche Analyse wird das Seminar ungleich wertvoller, weil hier sehr detailliert das eigene Bewegungsmuster analysiert, erklärt und bildhaft dargestellt wird. Auf diese Weise kann man auch noch Wochen und Monate nach einem Seminar ganz gezielt an der eigenen Bewegung arbeiten, ohne dass ständig ein Coach dabei sein muss, der korrigiert.

Die ZZ- Linie ganz anschaulich

Die ZZ- Linie ganz anschaulich

Auch von den spontanen Rückmeldungen konnte ich als Leiter des Seminars sehr profitieren. So waren die Teilnehmer (gerade die Laien) doch recht erstaunt darüber, wie komplex und facettenreich das „ganz normale“ Gehen bei einem größeren erworbenen Bewegungsverständnis sein kann. Bei dem Mischungsverhältnis zwischen Theorie und Praxis schieden manchmal sich die Geister, da ganz unterschiedliche Voraussetzungen und Erfahrungen mitgebracht wurde. Einer benötigt mehr Erklärung, auch für das, was er glaubt schon zu kennen. Ein anderer muss eher drauflos probieren nach festen Anweisungen. Für mich wahnsinnig interessant für künftige Unterrichtsplanungen.😉
Der Konsens war allerdings, dass das Wochenende irgendwie zu kurz gewesen sei. Und das hört sich doch schon mal sehr kurzweilig an.🙂

Die Video-Ganganalyse

Die Video-Ganganalyse

Auf alle Fälle war Bad Steben ein erfülltes Wochenende von meiner Seite aus. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich bei den Gästen für ihr dabei gewesen sein und für die mitgebrachte Begeisterung und Neugier. Das motiviert natürlich zu weiterem Engagement zum Thema Ballengang.

Danke auch an Sie als Leser, der bis hierhin gefolgt ist.

 

Herzliche Grüße,

Ihr Stefan Heisel

Und hier Teilnehmerstimmen:

Gleich vorweg: Ich freue mich sehr an diesem Kurs teilgenommen zu haben und kann derlei nur weiterempfehlen🙂

Stefan versteht es anschaulich, Theorie und Praxis zu verbinden, manch lustige und überraschende Einlagen inbegriffen. Es ist spürbar, wie wichtig ihm ist, für jeden einzelnen sich auch Zeit zu nehmen (soweit möglich) und gleichzeitig bewußt zu machen, daß jeder sein „ganz Eigenes zu finden und zu integrieren hat“ ; er also wirklich „nur als Lehrer oder Begleiter“ fungiert. Dabei wird schnell deutlich, daß dieser Kursus nicht für Menschen geeignet ist, die sich einen Guru wünschen oder gerne eine nach Methode X zertifizierte Ausbildung anstreben. Doch diejenigen, die Freude an neuer (alter) Bewegung, Wiederentdeckung schlafender Fähigkeiten, tiefen Austausch und Alltagstauglichkeit des Gelernten wünschen, kommen auf Ihre Kosten.

Gefallen hat mir die Kombination aus Ballengang bzw. effiziente Bewegung allgemein an einem Tag und der Faszienarbeit am anderen.

Angesichts des vielen Interessanten war für mich lediglich die Kürze des ganzen Seminars schade.

Doch unabhängig vom reinen Kursgeschehen empfing mich eine angenehme Gruppe unterschiedlicher Menschen, an einem Ort, der dazu einlädt sich einzulassen🙂

Stephan Wolfgang Michel,

Brumberg im Frankenwald

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          Es war absolut toll im Seminar und in der Gruppe. Als einer nach dem anderen im Freiraum-Café eintrafen, und sich „beschnupperten“, war bereits durch die schöne Atmosphäre dort eine gemeinsame Basis einschließlich das uns bevorstehende Ballengang-Thema und leckerem Essen.

Grundsätzlich habe ich mich dazu entschieden soweit zu fahren, weil mir das endlich die Gelegenheit bot, die Unsicherheiten die trotz deinen Internet-Übungen für mich geblieben waren, anhand direkter Unterweisung und Übungen zu korrigieren und besser zu verstehen. Im Nachhinein fallen mir meine eigenen „Schlampereien“ besser auf, und kann sie viel gezielter und bewusster überschreiben. Nun wird aus „Gestakse“  langsam ein angenehmes homogenes Gehen. Die Füße kräftigen sich von Tag zu Tag, um überhaupt aus dem übermächtigen Fersengang in den leisen, lockeren Ballengang zu kommen. Die Umgewöhnung ist zwar mit meinen ledierten Füßen immer wieder mit Schmerzen verbunden, die aber erträglicher sind, als diese vorher trotz Einlagen, Rolfing und was nicht noch alles Probierte. Meine Zehen schmerzen nicht mehr, auch wenn sich der linke Hallux gerade meldet. Jedoch mit sichtbarer Verbesserung, ähnlich wie ein Rückbau der Fehlstellung. So ist auch der gefühlte Knochen-Hügel am linken Fußballen vollkommen verschwunden, der täglich meine zu ertragende Hölle war. Es ist noch viel zu tun und zu experimentieren…UND ich habe seit dem die Einlagen aus den Schuhe genommen, weil ich diese nicht mehr aushalte. Vorher konnte ich keine halbe Minute ohne Einlagen oder Schuhe gehen. Jetzt gehe ich in dicken Socken super gut. Jeder nicht ideale Schuh für mich, ist nicht mehr tragbar. Gut, dass mir meine Five Fingers und die Bär-Schuhe gute Dienste leisten. Ohne deine gezeigte Analyse, wie ein idealer Schuh aussieht, hätte ich wohl noch mehr „Lehrgeld“ in den Sand gesetzt. Ich hatte mir beim Norma Hüttenschuhe gekauft, und nach einigen Tagen richtige Probleme damit zu gehen. Die Sohle fühlte sich so eigenartig an. Beherzt habe ich das Futter innerhalb des Schuhs aufgeritzt, und siehe da, je eine art Schaumstoff-Sohle zu Tage gebracht. Die hatte sich wie ein Fußbett an den Fuß angepasst, und den Fuß bei jedem Schritt gequält. Nun ist nur noch die glatte Gummisohle da, und ich kann beinahe wie Socken darin gehen. Socken passen sich schöner an den Fuß an, als diese Schuhe. Da muss ich mir noch welche besorgen. Die Schuhe weiten sich doch mit der Zeit, und schlappen dadurch etwas. Geht aber.

Danke für alles!!! Jetzt geht es wieder aufwärts, auch wenn ich noch durch diesen Umbau durch muss. Die spür- und sichtbaren Verbesserungen motivieren sehr stark. Die Hoffnung steigt.

Monika Michallick, Landshut

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