Ballengangerfahrungen (2) Reha nach kompliziertem Unterschenkelbruch


Tibia-Fibula_Bruch_BallengangSehr geehrte Leser, in der Reihe von authentischen Erfahrungen von Menschen mit dem Praktizieren des Ballengangs erfahren Sie heute, wie Silvie nach einem komplizierten Bruch des Schien-und Wadenbeins nach Operationen, Reha und sehr langer Regenrationszeit durch den Ballengang wieder nahezu ihre alte Beweglichkeit herstellen konnte.

Auch Sie sind dazu eingeladen, ihre eigenen Erfahrungen als Kommentar zu hinterlassen.
Oder verfassen Sie Ihre eigene Geschichte als eigenen Artikel hier im Blog (mit oder ohne Namen oder ggf eigenem Link)!  -> email an info(at)ballengang.de

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Nun viel Spaß beim Lesen:

„Es begab sich 2013, im Alter von 31 Jahren, dass ich mir einen komplizierten Beinbruch bei einem Geländelauf zuzog. Distalfraktur der Tibia und Fibula nennt der sich.

Mein Glück: Es war ein geschlossener Bruch.

Mein Pech: Unter der Haut lag mein Bein im Chaoszustand.

Es folgten eine OP mit Protheseneinsatz von 19 Schrauben mitsamt Schienen an den Knochen. Ich lag 1 Woche nonstop und 5 weitere Wochen fast ausschließlich, bis die Schmerzen ein Gehen mit Gehhilfen zuließen. Danach stand 3 Wo. Reha an. Ich ging wieder voll arbeiten, aber an Gehhilfen und zeitweise unter so extremen Gehschmerzen, dass ich abends oft nur liegen konnte, um meiner Verletzung Erholung zu gönnen. Physiotherapie half- aber nicht genug zum entspannten Gehen…..

-> zum ganzen Bericht von Silvie

-> zu allen bisherigen Erfahrungsberichten

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Barfuß Gehen für Weicheier :)


Oder: wie schaffe ich den Einstieg in gesundes Barfuß-Gehen bei empfindlichen Füßen?

Liebe Leser, nachdem nun nach längerer Kältephase der Frühling regelrecht sommerlich daherkam in unserem Land, überlegt sich doch der eine oder andere, endlich mal mit dem richtigen Barfuß Gehen zu starten.

Ich schreibe normalerweise selten über das Thema „barfuß“ an sich, da dieses Thema von ganz unterschiedlichen Hintergründen gesehen wird.

– Da gibt es einerseits die richtigen (ganzjährigen) Barfuß- Fans, denen es auf das Freiheitsgefühl und auch auf ein bisschen Rebellion gegen gesellschaftliche Konventionen geht.
Hier geht es meistens weniger um die biomechanischen Begebenheiten und ganzkörperlichen Vorzüge, die der unbeschuhte Fuß beim Gehen bietet. Auch die Art des Gehens wird selten verändert, weil eben ganz andere Wahrnehmungen im Vordergrund stehen.
Vielmehr wird der Fuß generell von der Umhüllung befreit und in möglichst jeder Situation unbeschuht gelassen. Zum Beispiel beim Fahrradfahren, obwohl dem Körper bei dieser Bewegungsart ganz andere Missstände drohen, die primär überhaupt nichts mit den Füßen zu tun haben. Eher wird auf einen möglichen Schutz für die Füße verzichtet, damit die „Freiheit“ weiter gewährleistet ist.

– Andererseits gibt es den gesundheitlichen Hintergrund des Barfuß-Seins, der die Verbesserung der Fuß- und Körperstruktur im Fokus hat. Hier wird auch auf die Bewegungsqualität großen Wert gelegt.
In diesem Punkt kommt dann auch der sogenannte Barfußschuh zur Geltung, der ja, obwohl beschuht, einem unbeschuhten Gehen möglichst nah rücken soll.
Was hier dann aber oft vergessen oder vernachlässigt wird, ist, dass auch diese Schuhe immer noch Schuhe sind und einen wirklichen Umstieg auf ein körpergerechteres Gehen erschweren.

Ich gehe davon aus, dass Sie eher zur zweiten Gruppe gehören und sich vorwiegend aus gesundheitlichen Gründen oder Gründen der effizienten Bewegung bis ins hohe Alter dem Barfuß Gehen annähern. Gerade jetzt bei diesen angenehmen Temperaturen bietet sich die beste Gelegenheit für Einsteiger oder bisherige Barfußmuffel, sich die beste Voraussetzung für das natürliche Gehen im Ballengang anzueignen:

Das Barfuß-Gehen im Wald oder auf unebenen, nicht glatten Böden.

Nun gibt es ein Problem, das einige Ballengangbegeisterte betrifft:

– Sie würden gerne mehr barfuß Gehen aber Ihre Füße sind für den Kontakt auf etwas rauerem, kantigeren Boden oder bei spitzen Steinchen oder Ästchen überempfindlich.
Das kann sich dadurch äußern, dass Sie viele Schritte nicht voll und schon gar nicht so ballenbetont ausführen können, weil sie um den Schmerz „herumeiern“.

– Oder Sie neigen (wie beispielsweise der Autor 😉 ) zu einer übermäßigen Entzündungsbildung bei kleinsten Verletzungen, die schon die äußeren Hautschichten betreffen. Was dann dazu führt, dass die danach auftretenden entzündlichen Miniwunden, sich zu einem größeren schmerzenden Entzündungsherd ausweiten und generell stark beim Gehen behindern können. In diesem Fall wäre die Rechnung für Barfußgenuss doch etwas hoch.

In beiden Fällen wäre es dennoch schade, wenn man ganz auf das Barfuß Gehen auf solchen Böden verzichten müsste.

Auf der Suche nach entsprechenden Kompromisslösungen bin ich auf ein schöne Idee gestoßen, die – wie so oft- aus dem Bereich des Tanzens parat steht. Da wir ja nur den Ballen schützen möchten und ansonsten möglichst viel sensomotorische Anreize von Zehen zu Ferse brauchen, bietet sich folgender Übungsschuh perfekt an:

Er lässt die Zehen und Mittelfuß/ Ferse ganz frei und ist unter dem Ballen wie eine zusätzliche Lederhaut, die bei oben genannten Problemen exakt hilft.

Das Barfuß-Gefühl ist minimal eingeschränkt und die Optik von oben ist dazu noch einer normalen Sandale recht ähnlich.

Wenn es diese Ballenganghilfe nicht schon gäbe, würde ich sie vermutlich gerade selbst entwerfen 🙂
Momentan steht aber noch ein Langzeittest an, um zu sehen, wie sich diese spezielle Konstruktion tatsächlich im Alltag bewährt.

Nach wie vor ist echtes Barfuß Gehen in jedem Fall vorzuziehen, insbesondere zu Beginn.

Wenn sich der Körper innerhalb von Jahren ein solides feines Bewegungsgefühl erarbeitet hat.
(Was darunter eigentlich zu verstehen ist, sprengt den Rahmen dieses Artikels bei Weitem), dann spielen Randbedingungen wie Schuhe, Untergrund keine so entscheidende Rolle mehr. Dann kann alles gesund und effektiv adaptiert werden ohne je in ungünstige Gewohnheiten zu verfallen.

Das wichtigste ist nach wie vor das Zusammenspiel des ganzen Körpers sowohl bezogen auf seine ihm eigenen individuellen Stärken und Schwächen, sowie auch bezogen auf die äußeren Umstände wie Gelände, Kleidung und Schuhe.

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Und nun viel Spaß am Fast-Barfuß-Gehen auch für die empfindlicheren Füße!

Ihr Stefan Heisel

Wie soll ich Ballengang lernen?


oder: Der richtige Schuh wird’s schon richten …

Ballengang_Heisel_Strand1Lieber Leser,

diese Frage höre oder lese ich gerade in letzter Zeit immer häufiger.
Noch vor wenigen Jahren war der Ballengang wirklich sehr speziell und weitgehend unbekannt. Nun hat sich ein regelrechter Trend entwickelt, an seinem Gehen etwas ändern zu wollen. Mit verantwortlich ist auch der wachsende Markt der Barfußschuhe, weil diese als „gesund“ gelten, aber ohne körperliche Umstellung nicht wirklich bequem sind, bzw. sogar bestehende Probleme verstärken können.
Die hauchdünne Sohle sowie fehlende Fersenerhöhung lassen eine künstliche Dämpfung vermissen.
So wird dem frischen Barfußschuhträger das entsprechende unphysiologische Fersenaufschlagen oft ebenso bewusst wie ein Überlastungsgefühl im vorderen Fußbereich.
Durch das starke Interesse an dem Produkt (Schuh) hat sich etwas Wesentliches in unserer Branche verändert, was sich auch in der Art und Weise des Coachings zwangsläufig niederschlägt:

Bevor es die heutigen Schuhprodukte gab, die ein natürliches, nicht unterstütztes Gehen fordern, stellte sich folgende Situation dar:
Menschen mit hohem Körperbewusstsein und gleichzeitig großer Offenheit gegenüber Veränderungen von Konventionen begannen, sich verstärkt auf ihre Intuition und ihr angeborenes Körpergefühl einzulassen.
Es gab weder Literatur noch Produkte noch Anleitungen oder gar Coaches oder Seminare für natürliches Bewegen/ Gehen.
(Wenn, dann gab/ gibt es traditionelle Lehren, die dieses Thema eher stilisieren oder am Rande angehen, wie z. B. Yoga, innere Kampfkünste oder Eurythmie)

Vielmehr existiert(e) „lediglich“ ein Gefühl von Harmonie beim Bewegen im „Ballengang“, mehr Dynamik, Leichtigkeit, innere Freiheit, Gewandtheit, …

Bei mir persönlich startete sogar ein ganz neues Lebensgefühl, weil das Ablegen eines so tief verwurzelten Bewegungsmusters wie das alltägliche Gehen mir ermöglichte, ALLE Bewegungen und Haltungen in jedem Bereich wesentlich zu verbessern. 
(Mit dazu half wesentlich eine intensive Neuordnung meiner Faszienstruktur durch gute Faszientherapeuten)

Das einzige Problem zeigte sich (wie heute), dass es quasi kaum Schuhe gab, die sich mit bereits erarbeitetem Körpergefühl vereinbaren ließen. Unter Insidern empfahl man sich als „zivilisierten“ Schuh gern die leichten Modelle der Marke „Bär“ mit Nullabsatz und Zehenfreiheit. Erst später wuchs die neue Barfußschuh-Branche aus dem Laufsport heraus.

Der Vorfuß-(Barfuß)-Laufstil etablierte sich damit mehr und schuf auch Probleme. Viele Läufer begannen, sich diesen Laufstil anzueignen und bedachten dabei nicht, dass ihr Körper, insbesondere die Füße damit erst mal strukturell überfordert waren. Es häuften sich, Verletzungen, oft Ermüdungsbrüche im Mittelfuß, weil das Bindegewebe (die Faszien) viel zu schnell überlastet wurde.
Dennoch setzte sich der Barfußschuh-Trend bis heute fort, da es andererseits ja mehr als augenscheinlich ist, dass barfuß die natürlichste und letztlich gesündeste Art ist sich fortzubewegen.
Und genau in dieser Situation befinden wir uns heute:
Anstatt dass zuerst der Impuls da ist, sich natürlich zu bewegen (was ja auch mehr als das Gehen betrifft) haben wir heute in der Mehrheit ein PRODUKT als Startpunkt: den „Barfußschuh“.
Nur ändert sich durch das Tragen anderer Schuhe oder das Umsteigen auf häufiges Barfußgehen leider noch nicht das Körpergefühl. Also ändert sich auch nicht zwingend die Bewegungsqualität.
Und mit Sicherheit verbessert sich dadurch erstmal die Körperstruktur nicht die Bohne…
Was eher passieren kann (und tatsächlich häufig beklagt wird) sind Verschlimmerungen bestehender Probleme (z. B. Spreizfuß, Hallux Valgus, Rücken-, Kniebeschwerden), da die fehlende Dämpfung, kombiniert mit dem Versuch, nur anders aufzutreten, weitere Fehlbelastungen hervorrufen. Weder ist das Fußgewölbe für die neue, intensivere Belastung genügend ausgebildet, noch sind Knie, Hüfte, Wirbelsäule, Rücken, Bauch und Schultern geschmeidig genug, um wirklich als Ganzes richtig federnd und aufrichtend zu funktionieren. Genau diese veränderte Situation kann ich als Bewegungscoach immer häufiger beobachten. Während vor dem Schuh-Boom noch viele an sich bewegungsbewusste Menschen nach Feinschliff in der Bewegung und/oder nach einem Körpertuning in Form von Faszientherapie fragten, stehen inzwischen viele frischgebackene Barfußschuhträger ohne entsprechendes Körpergefühl in Seminaren oder Einzelcoachings.

Noch ein weiterer Punkt kommt hinzu, der aber mehr unserer industriellen bzw. mechanistischen Denkweise zuzuschreiben ist. Wir sind es gewohnt, seit wir die Schulbank drücken, dass wir Musterlösungen vorgesetzt bekommen, die es bei geringstmöglicher Toleranz zu KOPIEREN gilt. Die Welt wird nicht mehr selbst entdeckt, sondern uns meist ohne Lebensrelevanz synthetisch vorgesetzt. Wir sitzen fast nur noch da und lassen uns passiv von der „Wahrheit“ aus zweiter oder dritter Hand berieseln. Und wer diese „Wahrheit“ am exaktesten kopiert, enthält die bessere Bewertung durch andere Menschen.
Eigene Erfindungen oder Gedanken sind fast ebenso sehr gefürchtet wie Kreativität oder – am Schlimmsten- Fehler …?
Damit geht uns etwas sehr Wichtiges und Wesentliches verloren: Unsere Neugier und das Vertrauen in die Fähigkeit zu eigenen Empfindungen und eigener Intuition. Was uns ja eigentlich von Geburt an mitgegeben ist. Und das betrifft auch unser Körpergefühl und die Art und Weise, wie wir glauben, Bewegungen lernen zu müssen. Es wird nämlich erwartet, dass exakt zu kopierende Übungen, die regelmäßig durchzuführen sind, tiefgreifende Verbesserungen hervorrufen sollen.

Was bedeutet das für den Ballengang und das Wiedererlernen natürlicher Bewegungen?
Um überhaupt auch nur im Entferntesten auf die Idee zu kommen, etwas an seinem Gang zu ändern, bedarf es eines AUSLÖSERS. Auf meinen Seminaren frage ich immer nach, worin der Grund des Besuchs liegt, woher das Interesse am Ballengang überhaupt rührt. Und wie eingangs schon beschieben, wandelt sich dieser Auslöser mehr und mehr auf das Produkt „Barfußschuh“ und dessen richtigen Gebrauch. Während früher noch – rein mental schon – die Frage nach dem richtigen Gebrauch des eigenen KÖRPERS im Vordergrund stand.
An dieser Stelle möchte ich deshalb für alle, die bis hierher mitgelesen haben (und nur für jene macht der weitere Text Sinn) wieder erinnern, wie wir alle zu unseren natürlichen Bewegungen überhaupt gekommen sind.

Als Kleinkind waren wir ständig folgende Dinge am Tun:

– spielen

– neugierig sein -> beobachten

– Fehler machen, hinfallen, weiter probieren

– fühlen (statt denken!) -> dem „Instinkt“ folgen
Mit diesen Tätigkeiten und Qualitäten lernten wir leicht und ganz von selbst Folgendes:
# krabbeln

# drehen

# perfekt aufrichten

# perfekt hocken

# perfekt sitzen

# perfekt stehen

# hüpfen

# klettern

# bauen

# malen und zeichnen

# singen
(Ergänzen Sie gerne …)

Dabei findet außer bei Sprache und zum Teil beim Gehen alles rein aus eigenem Antrieb ohne direkte Nachahmung statt. Wir sind quasi perfekt ausgestattet und erreichen ohne Coach, ohne Sportlehrer und Physiotherapeuten die wichtigsten Basis-Skills des Menschseins.
Leider geht sehr vieles davon in dem Moment verloren, wenn es damit anfängt, dass man uns Dinge vorsetzt, die nicht selbst ausprobiert werden konnten. Und wenn wir von einem Tag auf den nächsten mit sechs Jahren für fünf Stunden täglich an einen Stuhl gefesselt sind und einen kleinen Stift an die Hand gebunden bekommen, der dann „richtig abkopieren“ soll. Selbst das Bewegen des Körpers (Sportunterricht) folgt von nun an Kategorien wie „richtig“ und „falsch“ und steht plötzlich in Relation zu den Leistungen anderer. Es geht also nicht mehr darum, sich selbst zu erfahren, sondern von sich abzusehen und den Vergleich zu anderen zu betrachten und dazu noch von Dritten beurteilt zu werden. So wird die noch vorhandene Intuition sukzessive zugunsten eines reflektierten „es anderen Recht tun“ abgebaut.

Liebe Leser, sollten Sie Interesse an Ihrem persönlichen natürlichen (also auch leichten und mühelosen) Gehen haben, dann sind Sie gut beraten, sich NICHT an jenes von außen gesteuertes „Anleitungslernen“ zu halten, sondern sich genau davon wieder zu lösen und das spielerische Entdecken, Probieren und Fehler machen wieder zu wagen! Je leerer Ihr Kopf dabei ist, desto größer die Chance, sich selbst nah zu kommen. Und umso erfolgreicher finden Sie auch Ihren „Ballengang“.
Lassen Sie also Ihr Gehen von gar keiner Schuhmode oder gar Ideologie oder einem Zeitgeist bestimmen. (Ja, auch und gerade Ideologien geben willkürlich vor, was für alle Menschen oder eine Gruppe davon „richtig“ sein soll – meist aber mit dem Hinweis, wie „falsch“ oder gar „dumm“ doch andere sind, um sich selbst im Wert ihres Tuns zu erhöhen).

Nein – Finden Sie es doch selbst für sich heraus, was auch immer Sie dazu gebracht hat, überhaupt darüber nachzudenken! In dem Fall sind auch Schuhe ganz toll, wenn sie zur Reflexion anregen und Menschen dazu bringt, sich die Sache mit dem eigenen Körper doch mal genauer anzusehen.

Daher mein Vorschlag an alle Ballenganganfänger oder jene, die im Moment an der „exakten Ausführung“ scheitern:

Stellen Sie sich (am besten barfuß) so hin, wie Sie sich am Ausgewogensten fühlen und wippen Sie auf der Stelle. Mit so vielen Gelenken wie möglich. Jeden Tag, wenn Sie möchten, und sei es nur eine Minute oder weniger.

Ich verspreche Ihnen: Irgendwann macht es „Klick“ und Sie wollen unbedingt wissen, wie denn der erste Schritt nach vorne wirklich funktioniert ….

Viel Spaß am Entdecken!

Mit herzlichem Gruß

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Ihr Stefan Heisel

 

PS: Neue Seminare in 2018:

http://seminare.ballengang.de 

Der soziale Fersengang


Liebe Leser,

Ballengang_sozialer_Fersengang_Heisel
Der soziale Fersengang ist erlernt
Inspiriert durch ein phantastisches Video möchte ich heute ein Thema aufgreifen, das mich auch auf meinen Seminaren intensiv beschäftigt. Sehr häufig tritt die Frage auf, wie es denn dazu kommt, dass wir unseren natürlich veranlagten (Ballen-)Gang zugunsten des Fersengangs verlieren.  

Bevor ich dem (Ver)Lernen Aufmerksamkeit widme, will ich mit einem weit verbreiteten Dogma der Ballengang-Community aufräumen:

Immer wieder wird behauptet und gegenseitig zitiert, dass der Ballengang von allen Kindern sofort und intuitiv eingesetzt wird. Dem kann ich aus persönlicher Erfahrung nicht uneingeschränkt zustimmen. Eher beobachte ich – und finde bei pädagogischen Fachkräften und Eltern auch Zustimmung- dass die Art des Gehens ein äußerer Ausdruck des persönlichen Temperaments eines Babys oder Kleinkinds ist. Nicht anders als das Schreiverhalten, Schlafverhalten, Spielverhalten, sprachlicher Ausdruck etc. Daher sollten wir uns hüten, dogmatisch an das Thema „Gehen“ heran zu gehen oder gar unsere Kinder vorschnell zu bewerten und wie ein Objekt verformen zu wollen, wie es unserer rationalen oder idealistischen Sicht beliebt.

Doch wie lernen wir nun das Gehen und wie kommt es, dass wirklich fast nur Fersengang praktiziert wird? Ich werde mich hier recht kurz fassen. Das „Lernen“-Thema füllt ganze entwicklungspsychologische Bände…

Wenn wir geboren werden, sind wir mit allerlei Reflexen ausgestattet, die zum Teil sogar noch aus der evolutionären Reptilienzeit stammen. Diese Reflexe machen anfangs noch Sinn und sind zum Teil überlebensnotwendig. Ohne Saugreflex gäbe es keine Ernährung und ohne Greifreflex würden zumindest Affenbabys sich nicht an dem Fell ihrer Mutter festhalten, wenn diese z. B. flüchten muss. Auch zur Fortbewegung gibt es Reflexe wie beispielsweise den Schreitreflex aber auch die kontralaterale Bewegung des Krabbelns, die exakt so von Echsen praktiziert wird. Für unsere weitere Entwicklung als anpassungsfähiges, lernfähiges Wesen ist es jedoch sehr wichtig, zu gegebener Zeit fast alle diese frühen Reflexe wieder zu verlieren! Daher ist es wesentlicher Bestandteil der Grunduntersuchungen des Kinderarztes, eben genau diese Reflexe zu testen und ihr Auftreten bzw. Verschwinden zu dokumentieren. Größere Abweichungen vom normalen Verlauf können Hinweise auf Entwicklungsstörungen sein, die dann frühzeitig erkannt und gegebenenfalls behandelt werden können.

Auch zum Gehen Lernen müssen wir einige angeborene unflexible Grundbewegungsmuster verlassen und eigene aktive Lernwege beschreiten.

Genau an diesem Punkt passiert es, dass wir alle unsere direkten Bezugspersonen zu imitieren beginnen.

Vom ersten bis etwa dritten Lebensjahr erreicht unsere Fähigkeit zum Beobachten und Nachahmen einen sonst nie erreichten Höhepunkt. Deshalb findet dann auch die Prägung der Muttersprache statt, die genau dann und nur dann erlernt wird. Damit einhergehend greift auch ein Wahrnehmungsfilter ein: Während Säuglinge beispielsweise noch alle Laute aller Sprachen ganz differenziert heraushören können, beschränkt sich diese Vielfalt etwa ab dem 12. Lebensmonat nur noch auf die relevanten Laute der Umwelt. Also auf das, was das Baby täglich umgibt. Alles andere verliert an Relevanz und wird schlicht im späteren Leben nicht mehr in der Klarheit eines „native speakers“ wahrgenommen und auch nur noch annähernd so ausgesprochen.

Nun versetzen wir uns in ein Kind genau dieses Alters, das gerade die Aufrichtung auf die eigenen Füße durch eine Mischung aus angeborenen und erlernten Bewegungen durch Versuch und Irrtum geschafft hat. Die ersten Gehversuche werden noch dem ihm eigenen Bewegungsrepertiore entspringen. Relativ viele Kinder werden zunächst den Vorfuß als Hauptkraftquelle zum Landen und Abdrücken vom Boden benutzen. Einige sind in der Tat dazu veranlagt, sich schwerer zu bewegen und sehr früh von sich aus mehr fersenbetont gehen. Was aber alle Babys vereint, ist das perfekte unbewusste Nachahmen ihrer Bezugspersonen. Ja, wir „Großen“ werden regelrecht ausgesaugt: Unser Gesten, unsere Worte, Mimik, Tätigkeiten, Vorlieben und natürlich auch die Fortbewegung …

Wie gut und früh dieses Nachahmen funktioniert, sieht man auf recht unterhaltsame Weise in diesem Video, das ich entdeckt habe und auf meinem Kanal zur Verfügung stelle:

Es ist nicht schwer zu erahnen, welchen Einfluss dieses Nachahmungslernen auf das hat, was die Alltäglichste aller Bewegungen ist: Das Gehen!
Wie wir alle beobachten können, bewegen sich fast 100% aller Menschen unseres Kulturkreises im sogenannten Fersengang. Das Kleinkind kann also nichts anderes in seinem persönlichen Umfeld wahrnehmen und wird dies ebenso nebenher übernehmen wie alle anderen Gewohnheiten und Gepflogenheiten, Eigenarten – und in ganz besonderem Maß die Muttersprache. Dazu bedarf es auch keiner Aufforderung oder einer bestimmten Pädagogik. Es passiert aus einem natürlich ablaufenden Lernprozess heraus, in dem wir uns sehr früh an unsere direkte Umgebung sozial anpassen.

Also kann man unseren Fersengang auch als einen sozialen Gang oder allgemein als soziales Verhaltensmuster betrachten.

Dennoch spielen auch andere Faktoren wie das zum Fersengang zwingende Schuhwerk eine große Rolle. Doch selbst wenn Kinder viel barfuß unterwegs sind oder – was der heutige Trend ist – „Kinder-Barfußschuhe“ tragen, wird es dennoch eher zum Fersengang neigen, wenn das Umfeld genau das vorlebt.
Hierzu kann ich natürlich keine objektive wissenschaftliche Studie vorweisen. Es entspricht lediglich meiner eigenen Beobachtung und den Erfahrungen meines persönlichen und beruflichen Umfelds.
So gesehen wird der (Fersen-)Gang durch soziales Lernen kulturell vererbt.

Wie können wir nun damit umgehen?

Ich persönlich sehe das recht entspannt: Das sich Einlassen auf seinen Körper in all seinen Funktionen und Feinheiten ist nun mal immer noch eine zunächst sehr individuelle Angelegenheit. Jeder entscheidet für sich, inwiefern er das Potential einer feinen Selbstwahrnehmung entdecken und nutzen möchte. Es kann weder verordnet noch durch Unterricht erzwungen werden. Also kann man Kindern gegenüber einfach nur ein Vorbild sein, ganz ungezwungen, ohne Druck, sondern ganz selbstverständlich und auf keinen Fall (be)wertend! Dann hat es die Chance, unbewusst und damit auf die effizienteste Weise zu lernen.

Ein bewusstes Umlernen setzt immer die eigene Erkenntnis und Selbstreflexion voraus. Deshalb wird es ab dem Jugendalter immer wieder Gelegenheiten geben, aus eigenem Antrieb heraus sein Gangbild genauer zu betrachten und ggf auch bewusst umzuwandeln.

Wenn Sie einen effektiven und einfachen Einstieg in das natürliche Ballengangmuster suchen, dann lade ich Sie zu meinem -> kostenlosen 10-teiligen Email-Kurs ein!

Ich bedanke mich für das Lesen und verbleibe mit herzlichem Gruß,

Ihr Stefan Heisel

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Richtig Gehen Lernen (7b) Wie erkenne ich die Dynamik beim Gehen?


Fortsetzung von diesem Artikel:

Sehr geehrte Leser,
Wenn Sie sich bereits mit Ballengang beschäftigt haben, kennen Sie sicherlich die folgende Situation:
„Ballengang bedeutet, auf dem Vorfuß zu landen, also wende ich das mal eben an und schaue, dass mein vorderer Fuß immer schön lang ist, damit ich auf dem Ballen landen kann“
Dann versuchen Sie es und stellen fest, dass das sehr anstrengend ist, die Waden weh tun und man sich vorkommt, als würde man auf Stelzen gehen. Richtig komisch und unnatürlich
Das stimmt leider auch. Als ich zum ersten mal erfuhr, dass es von Vorteil sei, auf dem Vorfuß zu landen, hatte ich solche Schmerzen bei meinem Bemühen, damit im Alltag zu gehen. Gleichzeitig war es in eher übungsbetonten Situationen, im Training tatsächlich von Vorteil. Viel mehr Beweglichkeit, Geschmeidigkeit und auch Schnelligkeit, wenn es um kurze Richtungsänderungen ging. Warum funktionierte das nicht im Alltag und selbst in absatzfreien super bequemen, weiten Schuhen nicht?

Das war nun vor mittlerweile fast 13 Jahren und wenn mich heute Faszienklienten oder Coachingstudenten bzw. Seminarteilnehmer ansprechen und ich ihr Gangbild sehe, dann wiederholt sich vieles, was ich auch an mir beobachtet hatte.
Nur mit dem Unterschied, dass mir niemand die Ursache dafür erklären konnte.

Wie kommt es also, dass einerseits das Nutzen des Sprunggelenks, das Aktivieren der Zehen, das Kräftigen der gesamten Fußstruktur, inklusive des Längs- und Quergewölbes sich sehr gut anfühlt und auch erhebliche Vorteile mit sich trägt – und dass gleichzeitig das entsprechende Gehen im Alltag so schwer sein kann, dass wirklich viele Menschen aufgeben und zwar sogenannte Barfußschuhe tragen, sich aber damit begnügen, wie bisher zu gehen. Das „barfuß“ alleine wirds schon richten…

Für den einen mag der folgende Gedanke neu sein, für den anderen mag es sehr einleuchtend und selbstverständlich sein:

Alle Bewegungen hängen miteinander zusammen und sind nur dann auf eine leichte natürliche Weise umzusetzen, wenn sich jedes Körperteil auf diese Bewegung eingestellt und optimiert hat.

Dabei gilt: Je weniger Anstrengung (= An- oder Verspannung) jedes einzelne Teil bewältigt, desto flüssiger, dynamischer, ausdauernder und runder fällt die gesamte Bewegung oder Tätigkeit aus.
Das gilt insbesondere für Stehen, Gehen und Laufen, weil hier wirklich der ganze Körper zusammen arbeitet als Gesamtwerk.
Wenn ich jetzt nur ein einzelnes „Bauteil“ verändere, wie beispielsweise die Fußhaltung kurz vor dem Landen, dann baue ich eine zusätzliche Aktion (=Anstrengung) ein, die eine ganze Latte an Folgeanstrengungen bewirkt, die mit leichter Bewegung nichts mehr zu tun hat. Dazu kommt ohnehin immer die kognitive Anstrengung, also die aufzubringende Konzentration, die immer bei neuen Bewegungen aufgebracht werden muss. Im Ergebnis ist dann das Gehen im Ballengang teilweise äußerst mühsam, auch wenn es sich andererseits auch irgendwie gut anfühlt.

Wir müssen also anfangen, die Füße wirklich mal nur als ein Teil einer ganzen Körperbewegung zu sehen und auch ein Stück weit von dem Begriff „Ballengang“ Abstand nehmen (auch wenn das Ziel letztlich ist, sehr wohl das Sprunggelenk und die damit verbundene kräftigere fasziale Fußstruktur sehr wohl beim Gehen viel stärker einzusetzen als bisher)

Woran erkennt man nun, ob sich jemand innerhalb der faszialen Kraftkette bewegt oder nicht, ohne auf seine Füße zu schauen? Also letztlich, ob sich jemand im „Ballengang“ bewegt? So ist es auch möglich, dass zwar jemand auf dem Vorfuß landet, sich aber dennoch überhaupt nicht im Ballengang bewegt, weil sein Rumpf sich nicht aufrichtet, keine Rumpfmuskeln lang werden, viel zu viel Anstrengung und Schwere in der Bewegung ist, etc …

Dazu habe ich ein Video vorbereitet, bei dem das für den vielleicht schon etwas fortgeschritteneren Beobachter erkennbar wird.

In welchem Gehmodus bewegen Sie sich denn die meiste Zeit?
Probieren Sie doch mal aus, in welcher Situation oder Begebenheit Sie sich eher schwer oder eher dynamisch gehend bewegen. Bergauf, bergab, mit/ohne Treppen oder Stufen. Oder in welcher Stimmung – Müdigkeit, Aufgedrehtheit, Freude, Trauer, Niedergeschlagenheit …
Ändert sich da nur die Fußstellung?

Ich wünsche viel Spaß beim Entdecken und sehe gerne Ihre Kommentare oder Anmerkungen und Fragen.

Wer noch nicht hat, ist eingeladen, in 10 gratis Lektionen die wichtigsten Grundlagen des Gehens zu erfahren: -> zum Gratis-Ballengangkurs

Wer es gerne praktisch haben möchte und sich ganz persönlich und intensiv seinem Gang- und Bewegungsmuster widmen möchte, dem empfehle ich diese Seite: Ballengang-Seminare

Es gibt auch die Möglichkeit einer Video-Ganganalyse mit exakter Rückmeldung Ihrer Bewegung aus drei Positionen ganzheitlich und Hinweisen zum Üben. – mail an: info@ballengang.de

Ihr Stefan Heisel

Ballengang_Heisel_Seminaraction
Seminar-Action

 

 

 

Richtig Gehen Lernen (7a) Ballengang hat nichts mit den Füßen zu tun.


Ballengang-TorsoSehr geehrte Leser,
wenn von Ballengang die Rede ist, fällt auf, dass die Aufmerksamkeit stets auf die Füße gerichtet ist. So bestimmt sehr oft allein die Erstberührung der Füße bei der Landung die ganze Gangart. Auch wird „Ballengang“ und „Barfußgang“ sehr oft als Synonym benutzt. Infolgedessen versprechen sogenannte „Barfußschuhe“ ein anderes, besseres Gehen. Auch Fußgymnastik rückt in den Vordergrund, wenn das Gangbild verbessert werden soll. Und nicht zuletzt beinhalten sogar professionelle Ganganalysen, die meist auf Laufbändern durchgeführt werden, lediglich Aufnahmen vom Knie abwärts …
Doch kann unser Gehen oder Laufen aufgrund von Modewörter wie Ballengang, Fersengang, happy feet, gesunde Sohlen etc. wirklich auf dieses Detail in den Füßen beschränkt werden?

Je länger ich mich mit funktionellen Alltagsbewegungen beschäftige, desto unkomplizierter und minimalistischer stellt sich das Konzept natürlicher Bewegung dar. Es geht letzten Endes gar nicht um Ausführungsdetails bestimmter Körperteile; vielmehr bestimmt der Gesamteffekt aller Teile die Qualität einer Handlung oder einzelnen Bewegung.

Schauen wir uns das Gehen an, dann bestimmt auch hier immer die Gesamtheit aller Bewegungen die momentane Gangart und damit auch die Gangqualität.

Welcher Bereich unseres Körpers nimmt dabei den größten Einfluss auf die Gesamtbewegung?
Nicht die Zehen, nicht die Hand, nicht der Fuß oder das Knie…

Es ist der Rumpf, bzw. Torso als eine eigene bewegliche Einheit. Von ihm haben alle Körperbewegungen ihren Ursprung. Und nicht nur die Bewegungen an sich haben ihren Ursprung im Rumpf – viel einfacher gesehen entspringen alle Extremitäten und auch der Kopf dem Rumpf ebenso wie die Muskeln und Sehnen, die für die Bewegung der Extremitäten verantwortlich sind.

Um sich das vorstellen zu können, machen wir einen kurzen Test, sofern Sie gerade Gelegenheit haben:

Wir laufen in einem moderaten Tempo geradeaus. Dann möchten wir so schnell wie möglich um 180° drehen und in die andere Richtung laufen. Wie schaffen wir das am effizientesten?(am Schnellsten, mit dem wenigsten Kraftaufwand, …)

An dieser Stelle würde jetzt in [Seminaren] tatsächlich praktisch getestet, auf welche Lösungen der Körper intuitiv kommt. Für Blogleser kürzen wir das etwas ab:

Versuchen wir mal beispielhaft zwei Möglichkeiten:

  1. Wir achten darauf, bei der plötzlichen Drehung tunlichst auf dem Ballen bzw. der Ferse zu bleiben (je nachdem, welchem „Glaubenssatz“ man angehört)
  2. Wir laufen bewusst im Doppel-Z (Hüfte hinter dem Brustbein) und rotieren beim Richtungswechsel betont das Becken um 180°, wobei sich die neue Rumpfausrichtung sofort in die neue Richtung stabilisiert. Wir beobachten dabei quasi „nebenher“, was der restliche Körper, insbesondere die Füße, Beine, Arme, Kopf so anstellen.

Welche Bewegungspriorität fühlt sich am agilsten und leichtesten an?

Interessanterweise werden wir bei der zweiten Wendemöglichkeit beobachten, dass wir aus dem Vorfuß arbeiten, obwohl wir darauf gar keine Aufmerksamkeit gerichtet haben.
Genau das gleiche Phänomen passiert uns, wenn wir auf der Stelle hüpfen oder eine Treppe hinab steigen.

Wir merken dabei, dass die Verwendung des Fußballens ganz intuitiv und selbstverständlich passiert. Und zwar dann, wenn der Körper abgefedert werden muss, weil der Körperschwerpunkt genau über den Füßen landet. Es muss also gar nicht so sehr gelernt werden, wie man „richtig“ auf dem Fuß landet, denn das ist eine angeborene intuitive Fähigkeit.

Was wir offensichtlich verlernen, ist die Relation, das Verhältnis und das Zusammenspiel zwischen Rumpf und Beinen. Dadurch entsteht ein schweres, unharmonisches Gangbild. Die Beine werden dabei verfrüht nach vorne geworfen, um gestreckt auf einer (schuhgedämpften) Ferse zu landen. Der Rumpf hat dabei aber noch ein zweites Problem:

Nicht nur, dass er sich nicht an der für die Dynamik passenden Position in der Bewegung befindet – auch findet im Rumpf selbst kaum Aufrichtung statt. Er nimmt in der Gehbewegung annähernd die Haltung ein, die er auch beim (falschen) Sitzen innehat: passiv, gestaucht, fest. Beides zusammen schafft eine Fortbewegung, die nicht zu den natürlichen Anlagen der Muskeln, Gelenke, Knochen und Faszien passt. Natürlich führt das auch zu einer Degenration der Füße. Dennoch ist es nicht dauerhaft hilfreich, sich bei der Beschäftigung mit dem Gehen vorwiegend mit den Füßen zu beschäftigen. Diese sind nur ein Teil einer Bewegungskette, deren Ursprung der Rumpf ist.
“Ballengang“ ist deshalb auch ein ebenso irreführender Begriff wie „Barfußgang“.

Ich möchte an dieser Stelle für heute Schluss machen und Ihnen die Frage stellen:

Wie erkennt man die Leichtigkeit des natürlichen Gehens?
Tatsächlich an der Landefläche des vorderen Fußes oder an etwas ganz anderem?

Im nächsten Teil werden wir anhand eines Videos schauen, was es mit Ballengang und Rumpf und Füßen auf sich hat….

Ich wünsche bis hierhin viel Spaß beim entdecken,

Ihr Stefan Heisel Stefan_Heisel_Naturerlebnis_Ballengang

Der Online-Barfuss-Kongress


Liebe Leser,

Heute darf ich eine sensationelle Ankündigung machen:

Dank dem unermüdlichen Engagement von Lisa Ritter, wird vom 6. bis 10. Mai 2017 eine kostenfreie Interviewausstrahlung von 15 Experten rund um das Thema Barfuß-Gehen online ausgestrahlt (live streaming)

Der Online-Barfuss-Kongress 2017

Da ich auch einer der Speaker und Coaches bin, der bei diesem Event dabei sein darf, konnte ich die sprühende Begeisterung und Offenheit der Initiatorin Lisa Ritter persönlich erleben.

Auf dieser Seite kannst du folgendermaßen vorgehen:

-> http://barfuss-kongress.ballengang.de <-

-> Klicke auf „Home“ rechts oben und trage dich für die live Teilnahme am Online-Barfuß-Kongress ein. Alle weiteren Hinweise folgen dann per Mail.
Während der Live-Übertragung vom 6. – 10. Mai 2017 kann der gesamte Kongress auch zu einem Sonderpreis als Download erworben werden.

-> Kongress-Paket

Ich wünsche viel Spaß bei dem Event und/oder den Aufzeichnungen, immerhin sind insgesamt über 15 Stunden Videomaterial dabei.

Herzliche Grüße,

Ihr Stefan Heisel

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